Es gibt nicht DIE richtige Krallenlänge. Sie ist je nach Hund, Pfotenform und Belastung anders.
Ein Hund, der in einem Sport wie Windhundesport oder Agility unterwegs ist, sollte eher kürzere Krallen haben (aber nicht so kurz, das diese ihre Funktion nicht ausüben können), weil es hier bei Sprüngen und in Kurven zu starken Belastungen kommen kann und hier zu lange Krallen durch die entstehende Hebelwirkung schneller zu Verletzungen führen können. Dabei auch immer die Daumenkralle berücksichtigen - ich weiß von Fotos, dass diese in Kurven und nach Sprüngen Verwendung finden.
Ansonsten können die Hundekrallen durchaus auch etwas länger sein, je nach üblichem Untergrund sollte man sie auch gar nicht zu kurz halten, weil z.B. Geröll die Krallen stark beansprucht und da die Gefahr besteht, dass der sich diese bis zum Leben abläuft. Wenn Andrerseits der Hund beim Spielen gerne Haken schlägt oder in hoher Geschwindigkeit den Ball hetzt, sollte man die Krallen wegen der Verletzungsgefahr wieder eher kürzer halten.
Sollten Wolfskrallen vorhanden sein, würde ich diese immer so kurz wie nur irgendmöglich halten, weil diese oft weniger knöchernd verwachsen sind als der Daumen und dadurch ein deutlich höheres Verletzungspotential besteht.
Wenn man das Leben beim Dremeln nicht zurück gedrängt bekommt, hat man entweder die falsche Technik und/oder dremelt zu selten.
Für meine Hunde gilt, dass ich keine großartige Biegung in den Krallen haben möchte, (längliche) Dreiecksform passt bei ihnen. Leider hab ich vergessen die Woche Fotos zu machen - da waren die Krallen seit 2 Wochen überfällig. Das hätte schöne Beispielbilder gegeben.
Die beste Darstellung zum Krallenkürzen, die ich auf die schnelle finden konnte: https://www.google.de/imgres?q=krall…iY4FBAzegQIUBAA
Wobei der Text nicht ganz passt. Meine Mädels kürze ich regulär ca. alle 2 Wochen die Krallen. Damit sind diese immer auf einer akzeptablen Länge. Ich kürze also grundsätzlich bewusst nicht erst, wenn die Krallen schon zu lang sind, sondern wenn sie sich noch in "Normallänge" befinden. So haben meine Mädels fast nie zu lange Krallen. Das ist mir aufgrund ihrer Belastung wichtig - wer mit 40-50 km/h über Naturwiesen rennt und im Agility aktiv ist hat eben ein gewisses Risiko für Krallenverletzungen. Bislang sind wir glücklicherweise von solchen verschont geblieben.