Beiträge von l'eau

    So, ich antworte mal, weil ich selber mit Hunden in einer Anwaltskanzlei arbeite:

    Am Wolfshund meiner Freundin schätze ich z.B., dass dieser Hund radikal niemanden ins Haus lässt, den er nicht selbst für gut befindet, erkennt, wenn seiner Halterin etwas zu viel ist und das dem gegenüber dann auch deutlich klarmacht, bis er die Situation für geklärt hält.

    Wenn man einen Hund mit in die Arbeit nehmen möchte, dann ist ein menschenfreundlicher bis desinteressierter Hund deutlich besser. Was glaubst du, wie schnell du deinen Hund nicht mehr mitnehmen darfst, wenn dein Hund niemanden in dein Büro lässt? Wenn deine Kolleg*innen Angst haben, dein Büro zu betreten, weil sie nicht wissen, wie der Hund reagiert? Zumal du als Junganwalt ziemlich sicher kein Einzelbüro haben wirst. Jetzt stell dir vor, du bist in einer Besprechung, Hund muss derweil in deinem Büro bleiben und dein*e Kolleg*in, der/die mit dir im Büro hockt, kann den Raum nun nicht mehr betreten? Oder die Leut Angst haben, dich und den Hund auf dem Gang zu treffen? Aus letztem Grund würde ich auch zu einer Rasse, welche nicht für Fremdhundeproblematiken bekannt ist, raten. Es wird ebenfalls nicht gern gesehen, wenn die in der Kanzlei geduldeten Hunde, sich lautstark an die Gurgel wollen.

    Außerdem würde ich wachende Hunde per se eher ausschließen, da die Toleranz für Hunde, die Geräusche aus angrenzenden Räumen oder die Klingel kommentieren in der Arbeit, zumal im Anwaltsbereich mit meist mehr oder weniger Mandantenverkehr, ziemlich gering ist. Wie gesagt besteht bei der Tätigkeit als Anwalt halt immer wieder die Möglichkeit, dass der Hund alleine im Büro bleiben muss, derweil der Anwalt bei Terminen ist - und dann kannst du eben auch nicht auf einen wachenden Hund einwirken.

    Als Junganwalt wirst du sehr wahrscheinlich schon einen höheren Arbeitsanfall haben, als ein erfahrener Anwalt. Du brauchst einfach länger und auch mehr Zeit für Recherche, daher hast du vmtl. schon eine erhöhte Arbeitszeit. Wenn du einen Fachanwalt machen möchtest, dann fällt dafür auch nochmal Zeit neben der Arbeitszeit an. Da ist ein Hund, der keine explizite Auslastung neben Gassigehen braucht bzw. den man beim Gassigehen fast neben Auslasten kann (z.B. Tricks, Dummytraining), schon deutlich entspannter.

    Wenn man mal so drüber nachdenkt, ist's eigentlich logisch, dass einige Hunde(typen) sich mit Ruhen draußen schwer tun: immerhin sind viele Rassen dazu gezüchtet, dass man draußen mit ihnen arbeitet. Nur rumsitzen und nichts tun ist doch eher selten verlangt - dafür könnte man auch zuhause bleiben. Klar, manchmal müssen sie auch bei ihrer Nutzung auf ihren Einsatz warten - aber darauf warten, dass etwas passiert, ist ja doch etwas anderes, als einfach nur draußen rumzusitzen. Zumal manche Hunde auch den Sinn in einer Tätigkeit erkennen wollen (z.B. hat das Trainieren der Ablage für die BH mit Jin alleine nur geklappt, wenn ich parallel das Schema gelaufen bin - hab ich mich mit Abstand zu ihr hin gestellt, ist sie aufgestanden. Wenn allerdings ein andres Team das Schema lief, dann konnte ich problemlos mit Abstand zu Jin stehen und sie blieb liegen).

    Der weiß Bescheid. Leider sind unsere Vermieter/in mit den Nervnachbarn total zerstritten. Und wir hängen so blöd dazwischen. Die reden nach Möglichkeit kein Wort miteinander.

    Dann kannst du den Nervnachbarn ja sagen "Klären Sie das mit meinem Vermieter, ohne seine Erlaubnis lasse ich Sie hier nicht drauf" :pfeif:

    Wobei ich mir in dem Punkt nicht so sicher bin. Der Vermieter ist zwar Eigentümer des Grundstücks, aber Momo und Lotte ist Besitzerin des Grundstücks (sie könnte sogar ihrem Vermieter Hausverbot erteilen).

    Jedenfalls in Bayern muss man dem Nachbarn auch für Instandhaltungsmaßnahmen Zutritt gewähren. Ob Streichen nun zur Instandhaltung gehört oder nicht, das kann ich nicht beurteilen.

    Rexi (?) soll 5 erst Jahre alt sein? Der wirkt auf mich deutlich aelter! Und klar..ein fast blinder Hund, der Angst hat bei Gegenstaenden von oben, wurde sicher geschlagen.. :roll:

    Dachte ich mir auch...

    Bei einem Kleinhundgassi, bei dem ich manchmal dabei bin, ist eine alte, blinde Hündin dabei, die jedesmal, wenn sie wogegen läuft (irgendwie ist das oft Jin - die gar nicht reagiert), sich total erschreckt, rückwärts läuft und von Frauchen getröstet werden muss - fremde Menschen sind in der Situation noch mehr Grund sich aufzuregen. Der Hündin könnte man wer weiß was für eine schlimme Vergangenheit andichten. Dabei hat sie ein wohlbehütetes Leben gehabt.


    Die Cane Corso-Hündin kam mir schon sehr schlank vor - war das absichtlich so oder sind die noch am Auffüttern (hab parallel gekocht und nicht alles mitbekommen)?

    Dass Hunde nach'm Fressen aufgedreht sind, ist normal. Meine Mädels toben danach auch gern mal miteinander.

    Wenn zu viel Protein im Futter ist, hat das generelle Auswirkungen. Lässt sich einfach testen, in dem man eine Weile mehr Kohlenhydrate zu füttert.