Das kommt stark auf den Hund drauf an.
Wenns bei meiner Hündin aufm Spaziergang knallt, reagiere ich entweder gar nicht oder ich mach Party und lenk sie ab. Kommt eben drauf an wie sie reagiert, schaut sie nur kurz dann ersteres, merke ich dass sie unsicher wird, lenk ich sie ab.
Bei der Angst gegenüber Menschen muss man denk ich aufpassen. Der Hund muss lernen, dass er bei dir sicher ist, sprich du nimmst ihn wenn sie unsicher ist eventuell hinter dich und lässt sie immer selbst entscheiden ob sie sich anfassen lassen will, oder nicht. Wenn sie lernt, dass du regelst, wann sie angefasst wird und sie sich hinter dir verstecken kann, wird sie ws auch schnell sicherer werden, war zumindest bei uns so.
Nur Achtung, falls sie dann aus Unsicherheit etwas Aggro wird, musst du natürlich Grenzen setzen. Also wenn sie sich dann hinter dich setzt und anfängt die andern anzumotzen.
Hätte ich Bonnie jedesmal betüddelt wenn sie Ängstlich reagiert hat, wäre sie vermutlich nicht da raus gekommen. Damit mein ich aber ein "oooh du armes Hundi, *täschtl tätschl*" und auf den Hund einreden. Ich hab sie natürlich auch, zB bei Gewittern Kontaktliegen lassen und sie gestreichelt, aber das half ihr.
Ich glaub das muss wirklich jeder für sich selbst und seinen Hund kennenlernen und vor allem den Hund lesen lernen.
Ferndiagnosen bei Angstsituationen sind immer schwer zu stellen.
ZitatMit unserer neuen Hündin haben wir eine riesige Baustelle - ihre Angst vor fremden Menschen. Besucher Zuhause machen ihr größten Streß und sie ist eigentlich nur halb geduckt am ausweichen. Menschen auf dem Gassigang versucht sie voller Angst auszuweichen und sie mit in ein Restaurant oder zu Besuchen zu nehmen ist noch absolute Utopie.
Zu Hause würd ich ihr nen Rückzugsort geben, bei dem sie wirklich sicher ist. Das heißt dort wird sie nicht angefasst, nicht gelockt - einfach in Ruhe gelassen.
Und auf Spaziergängen: ablenken, gegebenenfalls "unfreundlich" sein und bei den Leuten nicht stehen bleiben falls sie ein Gespräch oder so wollen - ist unnötig stressig für den Hund. Und nicht von jedem antatschen lassen, also wie oben beschrieben..
Vielleicht hilfts dir ja, so ungefähr haben wir gehandelt.
(Bonnie hat sich als Welpe/Junghund eingenässt wenn sie Männer nur sah)
mollrops, Zweithund hilft gut. Wenn Nico dabei war, wars mit Bonnie nur halb so schlimm. Allerdings finde ich, dass diese Hunde auch lernen solltne, allein mit solchen Situationen umzugehen. Wenn der souveräne Zweithund nicht im gleichen Haus wohnt, wirds sonst kompliziert wenn sie sich zu sehr auf den verlässt.