Ich selbst definiere Treue eher als eine Art Bindung.
Mein Hund folgt mir, egal wo ich hin geh, egal was andere tun und egal was rundherum passiert.
Sie orientiert sich generell stark an mir und sucht meine Nähe.
Dafür brauch ich weder Futter, noch Beute.
Sie arbeitet mit mir und geht mit mir mit, weil sies will.
Ich bin interessanter als Wild, Hunde und andere Leute.
Trotzdem ist sie nicht abhängig von mir. Ich bin nicht die einzige in ihrem Leben.
Gefüttert wird sie zu 90% von meiner Mutter und ist auch viel mit ihr unterwegs, weil ich schulisch nicht so viel Zeit hab für sie.
Trotzdem ist sie quasi abgeschrieben wenn ich da bin.
Mein Hund geht auch mit meiner Schwester, ihrem Freund, meinem Freund und seinem Cousin spazieren - und auch von mir weg.
Aber das sind Personen, die sie kennt. Fremde hätten keine Chance sie weg zu bekommen - egal womit sie locken.
Sie ist halt mein Hund, das versteht sich irgendwie von selbst.
Ich sprech da nicht von Liebe oder Treue, aber es ist eine Art Verbindung da.
Nico gehört ja nicht mir, aber früher war er extrem abhängig von mir.
War ich im Urlaub, fraß er nicht mehr, ging nicht spazieren, lies sein Spielzeug links liegen.
Sobald ich wieder mind. 1x täglich kam, war er der alte.
Er ging mit niemandem mit, nichtmal Besitzer, wenn ich da war und ich musste ihn einsperren wenn ich weg ging.
Bei ihm habens wirs getestet. Trennten sich die Wege von mir und zB seinen Besi, wollte er mit mir mit.
Aber bei ihm zeigt sich die Umgewöhnung stark. Seit ich schulisch und gesundheitlich (seinerseits) nicht mehr viel mit ihm machen kann, hat sich unsere Beziehung stark geändert. Er begrüßt mich und freut sich nen Keks wenn er mich sieht, aber dieses "ich muss mit dir mit, egal was passiert" ist weg.