Ich habe das Gefühl, viele von Euch waren noch nie bei einem kompetenten Züchter. Die, die es waren und sowas immernoch schreiben, ja, dazu fällt mir dann auch nichts mehr ein.
Ein kompetenter Züchter investiert bereits vor der Verpaarung unglaublich viel Zeit. Er macht sich Gedanken über das Wesen der zu verpaarenden Hunde, welche gesundheitliche Risiken die Verpaarung mit sich bringen könnte, was die positiveste, was das negativste Eigenschaft ist, die bei rauskommen könnte und und und. Zudem gibt es massig Untersuchungen, HD, Epilepsie etc. - das muss ausgewertet und bezahlt werden. Zajac gibt darüber keine Auskunft, hauptsache der Hund ist geimpft und gechipt.
Sind die Welpen da, haben Züchter, sofern sie es richtig, kompetent und mit Herz machen 8 Wochen einen Fulltimejob. Und nach den 8 Wochen immernoch viel zu tun mit: Beratung, Tipps geben, eventuell Urlaubbetreuung. Im blödesten Fall kommt ein Welpe zurück, es gibt Komplikationen und ähnliches. Ein guter Züchter nimmt das in Kauf. Mir kann keiner, aber auch wirklich keiner erzählen, diese Pflege könnte ein Tierfachgeschäft mit der momentanen Kapazität von Leuten leisten?
Allein die Sozialisierung bei sovielen Hunden ist unmöglich - aber genau das ist wichtig!
Ich habe meinen Hund vom Vermehrer - und ich weiß JETZT auch genau, warum das scheiße war. Weil diese "Züchterin" eben nicht in der Lage war, alles von oben zu leisten. Und ja, es ist krass, genau das erwarte ich von einer Zucht! Und Leute, die das nicht leisten wollen, die sollten nicht züchten.
Und ja, ich stehe ganz offen dazu, wer nicht bereit ist, 1000 Euro und mehr für einen Hund auszugeben (der einen ja bestimmt die nächsten Jahr begleiten wird - was die Summe FÜR MICH fast lächerlich macht...), der soll sich einen Hund beim Tierschutz holen. Wer das auch nicht will, der sollte keinen Hund haben. Genauso sehe ich das - und ich finde es ehrlich gesagt nicht sonderlich befremdlich.
Die Aufzählung von Schara war klasse, dem ist nichts mehr hinzuzufügen was das Tierheim betrifft. Genau da besteht der Unterschied!
Und zu demjenigen, der die Story mit dem Wein kommentiert hat. Sag bitte bitte, dass das kein Vergleich sein sollte. Wer das wirklich auf eine Stufe stellt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Das Schlimme an der Sache ist eigentlich, dass man in der Tat gewöhnt ist, BEI SACHEN, auf einen Fachhändler zu vertrauen. Und genau das ist das Problem bei Zajac. In der Tat, wenn ich mir einen Laptop kaufe und keine Ahnung habe, gehe ich zum Fachhandel - in der Tat informiere ich mich vorher nicht immer schon bereits vorher (wobei auch das sicherlich nicht schlecht wäre - Vertrauen ist gut, Kontrolle besser!). Und vermutlich werde ich im Weinhandel, im Elektrofachhandel und beim Küchenfachmarkt kompetent beraten. Ich gehe dort hin, weil ich keine Ahnung habe und dort wird mir geholfen. Das Problem - was ich allerdings nicht nur beim Welpenkauf sehe, besteht darin, dass man das von SACHEN, nicht auf Tiere übertragen kann, da Tiere deutlich komplexer sind als Küchen, Cd Player und Playstations. Aber weil ich das privat ja auch kenne, gehe ich in einen Tierfachmarkt und kaufe dort - genau wie bei meinem DVD Player auch, denn ich selbst habe ja keinen Plan. Richtig, bei SACHEN, falsch bei Tieren. Denn beim Kauf von einem Tier (ob in Tierheim oder beim Züchter) gehört noch deutlich mehr dazu, als lediglich EINE "fachliche" Auskunft. Das schlimme ist, im Prinzip wollen die Leute sich ja Hilfe holen, weil sie es selbst nicht besser wissen. Das Problem ist leider, dass hier eben auch kein Fachmann sitzt. Das wissen aber die Leute ja nicht, dass viel mehr dazu gehört, als das die Welpen Fußbodenheizung und ein paar Spieles in einer Glaskiste haben. Schlimm genug.
Letztens erst im Wald eine Frau getroffen, dessen Hund mindestens 5-7 Kilo zu schwer war. Die Frau auf Nachfrage, was sie füttert: Ich bin extra in den FN gefahren und habe ich lange beraten lassen, die haben mir Chappi empfohlen. Man lässt sich beraten und das schlimme, beim offensichtlichen, am naheliegensten Geschäft wird man beschissen.
So - das von mir!