Beiträge von Saltimbanco

    Zitat

    Meine Güte, was hier einige Leute alles in ein paar ehrlich formulierte Fragen an Bedenken hereininterpretieren...

    Unabhäbgig davon, ob man sich einsam fühlt oder nicht, es tut einfach gut, mit einem Hund rauszugehen. Um einen Hund souverän zu führen, braucht man nicht zwingend eine Managerpersönlichkeit, die frei von jeglichen Zweifeln ist. Auch mit einem schwierigen Hund kommt man gut klar, wenn man ruhig und rational handeln kann. Und so wirkt die Threaderstellerin auf mich. Man muss weder die Liebe seines Lebens gefunden haben noch ein in sich selbst ruhender Eremit sein, um einen Hund zu halten und gut zu erziehen.

    Ja, ein Hund verändert den Alltag, ja, man hat Verpflichtungen und büßt etwas Spontanität ein, wenn zwischen Arbeit und Sozialleben erst noch der Hund dran ist. Ja, einige Leute verstehen das nicht. Na und? Dafür kommt man mit einer Menge Leute in Kontakt, die man ohne Hund nie kennengelernt hätte. Daraus werden nicht unbedingt Freundschaften für's Leben entstehen. Aber für einen kleinen netten Plausch sind die meisten Hundeleute trotzdem gut.

    Bei der von der Threaderstellerin geschilderten Situation ist ein stabiles familiäres Netz inklusive hundefreundlichem Onkel nebenan vorhanden, finanzielle Sicherheit für den Ernstfall, ein angemessenes Alter und erstmal genügend Zeit. Das sind die Dinge, auf die es ankommt.

    :gut:

    Zur Frage. ;)

    Ich glaube man kann das nicht pauschalisieren. Jedenfalls nicht nach dem Motto: Früher waren die Kinder nicht so ängstlich oder früher, gingen Eltern lockerer damit um, beziehungsweise heute sind sie "verrückter". Ich denke, da spielen viele Faktoren zusammen - insbesondere wie und wo man aufgewachsen ist, ob es schon Kontakt zu Hunden gab (eventuell in der Familie) und wie die Eltern den Kindern den Umgang vermittelt haben.

    Ich erlebe meistens das Gegenteil. Kinder gehen einfach auf meinen angeleinten Hund zu, ohne zu fragen, ohne jeglichen Respekt und scheinbar in vollstem Vertrauen, dass rein gar nichts passieren könnte. Wahrscheinlich wissen sie es nicht besser. Hier wäre eine Aufklärung seitens der Eltern (sofern Kind alt genug) sicherlich ein guter Weg...oder zumindest ein Anfang.

    Vielen ist es aber schnuppe was ihre Kinder so treiben (jedenfalls kommt es mir oft so vor). Und manchmal denke ich: Ihr seid aber vertrauensselig (die Eltern). Am meisten denke ich das, wenn Eltern ihre Winzlinge (also so 1-3 Jahre) scheinbar völlig ohne jegliche Bedenken auf einen großen Hund zugehen lassen. Nicht, dass meiner sie zerfleischen würde, ich meine das einfach generell. Ich als Mutter wäre da viel besorgter irgendwie, ohne das ein Hund was getan haben muss. Versteht ihr was ich meine?

    Aber vor ein paar Monaten habe ich, wohlbemerkt das erste mal, einen Fall gehabt, der hat mich wirklich verwirrt. Ich war am Feld unterwegs. Samson lief frei. Wir sind um eine Ecke gebogen - und auf dem Feld liefen zwei Kinder samt Papa rum. Als ich sie gesehen hab, habe ich angeleint. Die Kinder waren mindestens nen halben Kilometer (oder sogar noch mehr?) weit weg und als sie den Hund gesehen haben, sind sie schreiend (also wirklich wie am Spieß) zu Papa gerannt. Sie hatten sichtbar Angst, dabei war mein Hund bei mir und dann auch angeleint. Gut, war jetzt ein Einzelfall, aber irgendwie...ja, war ich total verunsichert. Gut, jetzt kannte ich die Kinder nicht, die können ja auch schlimme Erlebnisse gehabt haben oder so, aber trotzdem fand ich das etwas übertrieben aus meiner Sicht jetzt. Da hätte ein aufklärendes Gespräch mit Papa vielleicht Hilfe verschafft?