Lag im Straßengraben und ich dachte, er sei tot. War er aber nicht. Von Anwohnern hab ich einen Eimer organisiert, derweilen guckte die Katze, dich ich dort schonmal mit Fisch im Maul gesehen habe, ums Eck. Sie hat wohl vorher ihre Beute fallen lassen, weil ich mit meiner Meute ums Eck kam. Leider habe ich die Besitzer des Fisches nicht gefunden und ihn daher im Dorfweiher ausgesetzt. Ich weiß, nicht Ideal aber besser, als der Katze überlassen. Ich hoffe, der kleine Kerl schafft es!
Also, wenn ich spazieren gehen will, ohne auf einen Hund zu achten, dann brauch ich keinen Hund.
Meine Hunde laufen viel "nebenher". Sie haben Regeln und Kommandos bei mir gelernt und wir zusammen eine entsprechende Kommunikation entwickelt. Das heißt, dass meine Hunde zum Teil "ihr Ding" innerhalb unserer Regeln machen dürfen. An die Regeln muss ich trotzdem ab und zu erinnern, aber nicht ständig. Bei Menschen, Wild, Hunden,... läuft dann je nach Abstand und Intensität irgendwas zwischen Kommunikation (zb "ist in Ordnung, komm wir gegen weiter" ) und klarem Kommando (zb Abruf). Und/oder die Leine kommt dran.
Bei unserer Hauptbaustelle "Fremdhunde" läuft immer Management oder Training.
Spazieren gehen ist bei uns größtenteils entspannt. Training läuft nur punktuell, manchmal gar nicht.
Tricks, Dummysuche, etc. machen wir, wenn wir (auch die Hunde!) Lust drauf haben. Mal ein paar Wochen gar nicht, mal mehrfach die Woche.
Für mich sind meine Hunde (abgesehen vom Fremdhundeproblem) tolle Alltagsbegleiter. Ihre Erziehung passt zum Alltag. Und auch in Extremsituationen kann ich mich drauf verlassen, dass sie nicht wegrennen, sondern in der Nähe bleiben.
Ich kann ja nur von meiner Bande reden. Und derweilen ich bei den Schopfis (5,5 bis 8kg) keine Bedenken habe, das was passiert, wenn sie mit größeren Hunden interagieren, ist das bei 2,7kg Chihuahuamix etwas anderes. Gut, er hat zusätzlich defizite im Körperbau. Aber auch so ist es etwas anderes, wenn Flip ungerannt wird, oder Thorin. Mit Jin (Whippet, um die 15kg) darf Thorin drinnen gerne spielen. Draußen nicht. Drinnen wird Maulrangeln gespielt. Draußen ist mehr Action dabei. Jin würde Thorin niemals mit Absicht verletzen. Aber ein dummer Zufall und bei Thorin kann eine ernsthafte Verletzung entstehen.
Meine Bande hat nur selten Fremdhundkontakt, weil Puck da schwierig ist. Und Thorin ist leider auch recht unsicher - zum Teil von seiner schlechten Aufzucht her, zum Teil hab ich es verbockt. Abgesprochener Hundekontakt ist OK. Je nach Größe des anderen Hundes hol ich Thorin zu mir oder auf den Arm, wenn der andere Hund rum rennt oder spielt.
Ich wohne hier in einer Gegend, wo Fremdhunde aber auch nicht einfach zum "Hallo sagen" geschickt werden. Das war in Bamberg anders. Da liefen viele Hunde frei und durfte sich "frei entfalten". Das war schon mit Puck wegen seiner Fremdhundeproblematik nicht leicht. Mit einem Kleinsthund, der schon unsicher ist, wäre es erstrecht nicht entspannt gewesen.
Caro1993 Eine Möglichkeit wäre noch, dass du deine Trainerin mal zu dem Zwerg mitnimmst. Sie kennt dich, sie kennt die Gegend, wo du Gassi gehst, sie wird wahrscheinlich am besten einschätzen können, ob das Thema gut trainier- und händelbar für dich ist oder nicht.
Wir kennen dich alle nicht persönlich. Deine Trainerin schon. Von daher würde ich wohl auf den Rat der Trainerin hören.
LG Anna
Edit: zum Thema "entspannt spazieren gehen" : da würde ich eher zu keinem ganz kleinen Hund raten. Es ist einfach nicht entspannt, wenn jeder Hundekontakt größer ist und man sich daher Gedanken machen muss, ob der Fremdhund ungewollt den eigenen verletzt. Robuster Körperbau, keine zierlichen Beinchen.
Ganz ehrlich? Ich würde nach Gefühl füttern. Also, wenn man die Rippen nur mit Druck spüren kann, Futter reduzieren. Sind die Rippen stark sichtbar, mehr füttern. Leicht sichtbare Rippen, fühlbar ohne Druck: Futtermenge beibehalten.
Hab ich bei meinen Welpen ebenso gemacht, obwohl Rasse bzw Elterntiere bekannt...
Hat euer Hund schon immer mit euch gekuschelt, oder hat sich hier mit dem Alter etwas verändert?
Ja. Alle. Wobei Flip am liebsten Kontaktliegt, Puck und Belle liegen gerne halb oder ganz auf einem drauf. Thorin braucht manchmal sogar Körperkontakt, um schlafen zu können. Das ist aber mit dem erwachsen werden deutlich besser geworden.
Sind eure Hunde immer zum Kuscheln bereit, oder nur in bestimmten Situationen oder zu bestimmten Tageszeiten?
Prinzipiell ja. Außer es ist Futterzeit. Feste Gassizeiten gibt es nicht, daher wird das nicht eingefordert.
Und Flip will teilweise nicht gestreichelt werden sondern "nur" Kontakt liegen.
Nach dem er gelernt hat, dass Socken aus der Schublade klauen, die er selbst öffnen kann, und damit abhauen böse ist, er aber Spielzeug und Sachen gegen Essen eintauschen kann, kam natürlich zwangsweise das heraus:
Er holt jetzt Socken aus der Schublade, kommt gaanz vorsichtig und mit riesigen Kulleraugen damit zu mir, als würde er nach einem Keks fragen und natürlich kann ich ihm keinen Keks ausschlagen
Ich brauche eine neuen Aufbewahrungsplatz für meine Socken. Aber villeicht auch erst so in einer Woche oder so. Das ist einfach zu süß
Spaziergänge und Spielen im Freien mit Ihrem Hund sind eine der großen Freuden des Lebens und eine tägliche Notwendigkeit. Aber was, wenn er Durst bekommt? Kann er gefahrlos an den Wasserquellen trinken, die Sie unterwegs finden?
Die kurze Antwort lautet im Allgemeinen: Nein.
Leider können unsere Seen, Flüsse, Teiche und sogar Pfützen Organismen, Mikroben und Chemikalien enthalten, die Ihrem Hund schaden können. Aber es gibt Möglichkeiten, damit Ihr Hund sicher und gut mit Flüssigkeit versorgt bleibt, während Sie die freie Natur genießen.
Fließende Gewässer sind (zumindest kenn ich keinen anderen Fall) kein Problem. Stehende Gewässer können im Hochsommer problematisch sein, wenn es zb zur explosiven Vermehrung von Blaualgen kommt. Oder Sauerstoffmangel und die Fische sterben...