Beiträge von wollyfrauchen

    Hallo liebe Foris

    ich habe letzte Woche hier in der Tagespresse schon davon gelesen und gestern kam es doch auch in den Nachrichten

    Für die EM werden die Strassen von Streunern und herrenlosen Hunden auf bestialische Weise gereinigt. Das es in der Ukraine nicht den selben Standard gibt wie hier war mir schon klar, aber so wie es dort gehandhabt wird, ist schon :mute: - die Hunde werden vergiftet, oder nur mit dem Spaten versucht zu erschlagen, dann einfach verbrannt - egal ob sie noch leben oder nicht. Diese Bilder sind einfach nur schrecklich gewesen - da hat man einen kleinen, vllt. 1 tägigen Welpen gefunden - ich bin nur schockiert, wieso man nicht einmal darüber nachdenkt, was diese Tiere da so fühlen.

    Habt ihr das auch gesehen oder gibt es eine Möglichkeit diesen Irrsinn zu stoppen?

    Der Fussballbund hält sich mit lapidaren Aussagen wie - wir haben das nicht gefordert - natürlich arg im Hintergrund - wieso kann man da nicht ansetzen, denn diese Herrschaften verdienen da so eine Schweinekohle und schauen einfach weg - so typisch eigentlich

    traurige Grüße Susanne und Xena

    Erst einmal ein herzliches Willkommen allen neuen Pflegern

    gerade hier ist es so, dass viele schon einige Erfahrungen mit den Macken oder Zipperleins unserer Senioren und dann viele hilfreiche Tipps geben können.

    So nun wieder ein kleines Up - Date von uns :lol:

    Alles bestens - Xena ist wieder völlig fit und hatte nach dem Knick keine weiteren Ausfallerscheinungen mehr, das kalte Wetter bekommt ihr sehr gut. Mit der körperlichen Auslastung ist es wie immer - mal mehr mal weniger, kommt also immer auf ihr tagesabhängiges Profil an.

    Das Einzige was sich etwas verändert ist ihr Sehvermögen - da es ja nun abends doch schon dunkel ist, wenn wir unsere Runde drehen, wird sie immer etwas unruhig - Geräusche erschrecken sie immer öfter, an den Strassen warten ist auch so Graus, den sie immer schnell hinter sich lassen will und da ist es ihr egal, ob da Autos und LKW`s auf der Strasse sind - sie will nur noch weg - also versuche ich es mit aus der Situation führen und wenn möglich eine Grünphase erwischen.

    Am Tag alles ( fast ) kein Problem - andere Hunde sind und bleiben wohl ewig das Feindbild, aber sie verläßt sich immer mehr auf mich und agiert auch eigenständig fast vorbildlich, ab und an muß man sie zwar daran erinnern, dass da doch Frauchen die Führungsrolle inne hat und das akzeptiert sie auch.

    Jetzt liegt die MAus in ihrem Sessel und pennt, denn der Morgenspaziergang war ausgiebig und schön, denn sonnig, kühl und zwar etwas feucht, aber richtig angenehm.

    Das soll`s gewesen sein - liebe Grüße an alle Pfleger und ein schönes WE allen

    LG Susanne und Xena

    nein, von Simone auch nix mehr gelesen

    sollte auch kein Angriff oder so sein, aber ich habe schon etliche Rüden bei mir an der Tür oder im Grundstück sitzen gehabt, weil mein Geweibchen heiß war und auch noch nicht in den Stehtagen. Ich habe sie immer an der Leine gehalten, weil ich schon öfter gesehen und gehört habe, dass auch die Weibsen auf Wanderschaft gehen, wenn die Hormone sp.... :hust:

    Pass bitte trotz allem auf, denn es passiert am Wenigsten, wenn man die Ursache von vornherein unterbindet.

    LG Susanne und Xena

    Zitat

    Mir ist es absolut wurst warum man abgibt, hauptsache man gibt den Hund ab, wenn man nicht mit ihm arbeiten kann, oder will.
    Gut gemeint ist nich gut gemacht, sorry.
    Und dann bekommste einen Hund der ALLES, wirklich ALLES an Hilfsmitteln kennt und gelernt hat da durch zu gehen, riesen Sport!


    Ich weiß ja was Du meinst, aber wenn es eben diese Leute, die meinen ich will nicht, weil ich keinen Bock habe, mich einer artgerechten Hundeerziehung widmen zu müssen, dass nächste Tier holen und ein, zwei Jahre später auch diese Tier wieder abgenommen bekommen, wo sollen denn all die Leute herkommen, die sich so eines Hundes annehmen können.

    Deswegen war ja eben mein Argument, dass ich Faulheit so nicht unterstützen würde, sondern dass es da auch mal legitim sein sollte ein Halterverbot auszusprechen, mal abgesehen davon, dass es nicht kontrolliert werden kann.

    LG Susanne und Xena

    Zitat

    Mir sind ehrlich gesagt die Halter lieber die ihre Überforderung erkennen und dann abgeben.

    Wenn aus " ich bin dafür nicht geeignet " - weil ich bestimmte Kriterien nicht erfüllen kann heraus entsteht, dann geb ich Dir Recht, sollte es aus der reinen Faulheit heraus entstehen, dann sollte man diesen Leuten klar machen, dass sie nie wieder ein Tier nehmen dürfen ( ich weiß - Wunschdenken ) aber leider sind ja gerade solche Leute die Ersten die 3 Tage später das nächste Tier zu sich holen.

    LG Susanne und Xena

    es wird auch hier immer mehr ersichtlich, dass es zwei Lösungen gibt. Das eine Lager ist - man versucht herauszufinden, WARUM und das andere spricht sich sofort für die Euthanasie aus.

    Bevor ein Hund in meinen Augen sterben muss, versuche ich alles um den Auslöser zu finden und gegen zu arbeiten. Ob ich dafür geeignet bin, diese Einschätzung überlasse ich einem Fachmann, denn man ist als Halter manchmal einfach betriebsblind. Man merkt zwar, dass etwas aus dem Ruder läuft, merkt aber nicht, dass man selbst der Auslöser ist. Kann ich nach der Einschätzung des Fachmannes diese Problem zusammen mit einem Trainer lösen, spricht doch nix dagegen.

    Spricht etwas dagegen, dass ich mit diesem Hund weiterarbeite, aber ein Mensch der damit besser zurecht kommt kann es , dann würde ich , so weh es mir selbst auch tun würde, meinen Hund in kompetente Hände geben und ihm ein weiters Dasein ermöglichen.

    Sollten allerdings Gründe dafür sprechen, die ein Weiterleben unmöglich machen, dann begleite ich meinen Hund auch auf seinem letzten Weg.

    Nur und da muss ich sagen - ich bin immer wieder entsetzt, wie schnell ein Hund zur Wegwerfware mutieren kann.

    LG Susanne und Xena

    Liebe TS - ich kenne mich leider nur allzu gut damit aus, aber einen Rat der auf alle Hunde zutrifft kann ich Dir so nicht geben, weil es einfach an zu vielen Faktoren hängt, die dabei eine Rolle spielen.

    Ich beschreibe Dir mal ungefähr was ich alles gemacht habe und welche Rituale bei uns gefruchtet haben.

    Meine Dame ist jetzt 13 Jahre alt, war von der ersten Minute an bei mir und lebte mit beiden Elterntieren zusammen.

    Das bei uns etwas schief gelaufen ist, habe ich erst vor 1,5 Jahren richtig zu spüren bekommen, als nämlich mein Rüde ( der Vater ) im Alter von 14 Jahren über die RBB ging. Bis dahin war es für mich ein ganz normaler Vorgang, dass meine Dame, wenn sie motzte von ihrem Vater in die Schranken gewiesen wurde und gut war.

    Als ihr Vater nicht mehr da war, bekam ich immer mehr Probleme zu spüren, die ich mir im Traum nicht hätte vorstellen können. Ich wurde von Tag zu Tag unsicherer, ich hatte Schweißperlen auf meiner Stirn stehen, schon bevor ich überhaupt losging. Nichts konnte mir, einem Menschen, der Angst vor unbekannten Situationen überhaupt nicht kannte, nehmen. Hart ausgedrückt - ich war allein mit meinem Hund völlig hilflos überfordert. Sich das einzugestehen war für mich ein Schlag ins Gesicht, denn ich habe mit 3 Hunden keine Probleme gehabt und jetzt mit nur einem Hund war ich einfach machtlos? Was war passiert ? Eigentlich nichts - ich bin nur von einem in ein anderes Bundesland gewechselt, habe mich immer auf meinen Rüden verlassen, was mir irgendwann bewußt wurde, dass eigentlich er immer der war, der meine Dame in die Schranken wies und letztendlich beschloss ich, mich den neuen Anforderungen zu stellen. Bis zum Ableben meines Rüden, war er derjenige, auf den sich meine Dame stützte. Sprich er war ihr Halt und nun begann für uns das Abenteuer neue Bindung aufbauen.

    Hatte ich Anfangs den Fehler gemacht allen und in jeder Situation auszuweichen, gab es immer öfter Situationen wo ich es nicht mehr machte. Manchmal konnte ich nicht mehr ausweichen, manchmal wollte ich es nicht mehr. Ich habe Kontakte zu anderen Hunden eh nicht zulassen können, da war/ ist Madame immer noch ein Proll. Also gab es eine Hündin, die wir als Übungshund haben. Auch diese Hündin ist sehr unsicher, aber es ist heute die einzige Hündin, die zwar kurz angebellt wird, mit der wir aber trotzallem sehr gute Fortschritte gemacht haben. Im Freilauf zeigte mir Madame, dass sie eigentlich mich beschützen will, denn ich übertrage immer noch meine Unsicherheit. Meine Angst, mein Hund könnte einen anderen verletzten - eine völlig falsche Interpretation - umgedreht ist es der Fall - mein Hund versucht den Feind, vor dem Frauchen ja Angst hat zu verscheuchen :???: Halt mal - Frauchen Angst vor anderen Hunden - nein - nur Angst, dass fremder Hund die Kommunikation meines Hundes mißversteht. Und so dreht sich alles immer wieder im Kreis.

    Ich nehme meinen Hund heute und wenn ich merke meinem Hund ist die Situation unangenehm, dann gehe ich aus dieser raus, aber ich sitze einiges auch aus mit ihr. Soll heißen, wir beobachten aus sichere Distanz das Geschehen, früher hab ich meinen Hund überschwenglich gelobt, wenn mal was funktioniert hat, Fakt war - kaum kam Belohnung, war mein Hund in sein altes Muster zurück gefallen, also gibt es ein ruhiges und leises Super gemacht. Merke ich mein Hund wird unruhig, drehe ich mich um und baue die Situation neu auf. Ich habe heute noch nicht alles im Griff, aber ich kann heute entspannter manche Situationen angehen.

    Nun weiß ich ja, dass alles Zeit braucht, aber um so länger so eine Situation andauert um so mehr verschärfen sich auch alle Probleme und glaub mir eines - die Zeit ( 1,5 Jahre ohne meinen Rüden ) haben mir so manches graue Haar beschert.

    Wenn Dein Hund aus dem TH stammt, frage dort nach, ob es nicht möglich ist einen Trainer an die Seite gestellt zu bekommen, der Dir erstmal wieder eine gewisse Sicherheit zurück gibt - ohne die bist Du immer der Verlierer - ob Du willst oder nicht.

    Entschuldigung für den Roman.

    LG Susanne und Xena