Ich kann auch nur bestätigen ,daß der jähzornige Jagdterrier meiner Jugendtage ziemlich genauso tickte wie Foxi: Der ging genau so weit, bis ihm der Gegenwind zu hart wurde, dann war Frieden - und er konnte das perfekt einschätzen. Den Burschen haben wir - buchstäblich - in den Momenten, in denen er seinen Zorn an uns auslassen wollte(etwa, weil wir ihm nicht erlaubt haben, ein vorbeikommendes Huhn zu killen), am Kragen gepackt und dermaßen zusammengesch***, daß es mit Sicherheit nicht mehr DF-politisch korrekt war.
Würde ich bei so einem Wüterich niemandem empfehlen, und ob ich's heute noch tun würde, weiß ich auch nicht - auf jeden Fall haben wir unseren gerechten Sechzehnjährigen-Zorn offenbar so authentisch rübergebracht, daß immer das Gleiche passierte: aus der zähnefletschenden Bestie entwich beinahe sichtbar die Luft, der Hund wurde klein und sichtbar "verlegen", mit angeklatschten Ohren, Wedeln und diesem Robbengrinsen, das Terrier in Schwierigkeiten ja wunderbar drauf haben. Heute wüßte ich natürlich, daß er heftig beschwichtigte, damals haben wir das etwa mit "War nur'n Irrtum!" übersetzt und ihm natürlich versichert, daß wir das dann auch nicht so eng sehen.
Das war auch nur ein paar mal nötig - dann fuhr er zwar in diesen totalen Zornmomenten noch geifernd rum, "grinste" uns aber nur noch kurz an und hütete sich, zuzufassen. Während, wie gesagt, sein Frauchen regelmäßig zerfetzte Klamotten und auch den einen oder anderen blauen Fleck verzeichnen durfte.
Das Lustige ist: das war der erste Hund an dem ich je ein Geschirr gesehen habe, extra angeschafft, damit man ihn jederzeit ohne Gefahr für die eigenen Finger aus den lebensgefährlichen Situationen zerren konnte, in die er sich so gern regelmäßig brachte. Ich hab also damals Geschirre lediglich für ein unentbehrliches Accessoire für Kamikaze-Köter gehalten...