...und, btw: Beim Lederzeug kaufe ich generell nur Hochwertiges, auch wenn's teuer sein sollte. Das lohnt sich nämlich immer: meine älteste Leine geht inzwischen auf die Dreißig und ist immer noch völlig in Ordnung.
Beiträge von terriers4me
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Seit mir vor 15 Jahren mal ein Halsband-Schnappverschluß buchstäblich um die Ohren geflogen ist, während mein junger Airedale fröhlich das Weite suchte, habe ich nur noch Leder plus stabiler Schnalle am Hund, egal, ob Halsband oder Geschirr. Notfalls geht da Sicherheit vor Optik, heißt: der kleine Leinenzerrer trägt alles eine Nummer größer und stabiler, auch wenn's nicht so elegant aussieht. Und, toitoitoi: bisher ist nie wieder was gewesen.
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Sieh mal, sowas gibt es schon - ich hoffe, ich darf das hier verlinken?
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Nur so am Rande, weil das immer wieder anklingt: "Zurückstecken" müsst ihr bei JEDEM Hund irgendwann mal - auch der perfekt eingepaßte Erwachsene wird läufig, krank, verletzt....und das oft genau dann, wenn man's am wenigsten brauchen kann. Wenn ihr das ernsthaft als Opfer empfindet, paßt ein Hund vielleicht im Moment wirklich (noch?)nicht ins Leben?
Andersrum: Ich finde einen Welpen wohl auch deshalb nicht groß stressig, weil ich bisher noch nie auf den Gedanken gekommen bin, dafür groß irgendwas "opfern" oder "zurückstecken" zu müssen. Im Gegenteil: Ich schaffe mir nur selten einen Hund an, freu mich also an dieser ja doch sehr kurzen Zeit so sehr, daß mich irgendwelcher Mehraufwand definitiv nicht stört. Also ist da auch kein "Zurückstecken" im Spiel - ich empfinde es einfach nicht so.
Wenn es für euch aber generell ein echter Störfaktor wäre, immer mal wieder Rücksicht mehmen zu müssen, solltet ihr die ganze Hundesache wirklich nochmal überprüfen. Irgendwann kommt da nämlich bei jedem Hund was, gern auch mal ein unerwartet dicker Brocken, und gelegen kommt sowas nie.
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Bei diesen Jagdspielen würde ich mir an deiner Stelle eher Sorgen machen, wenn die in Dreierkonstellationen stattfinden - das kann schnell mal entgleisen. Zwei Größere, die einen kleinen Flitzer jagen, kippen eher in den Ernstfallmodus über als bei einem Zweierspiel. Und wenn da einer (egal wer) beim Rangeln unten liegt, kann der dritte Hund schnell mal mit draufgehen und das Ganze ins Überkippen bringen.
Ich erlaube meinem Fräulein Terrier sowas inzwischen normalerweise nicht mehr, weil ihre Jägergene so schnell mit ihr durchgehen. Spielt sie Jagen mit einem einzelnen Partner, der ihr gewachsen ist, geht das bestens und alles bleibt beim Spiel.
Spielt sie mit zwei Starken, wird sie wegen ihrer aufputschenden Flitzigkeit oft so massiv als Beute angegangen, daß sie sich unter dem nächsten Holzstoß in Sicherheit bringen muß - was sie zum Glück sehr clever tut, so daß man die ganze Situation dann sofort runterkühlen kann.
Und rangeln sich nach so einer Spaß-Hetzerei zwei Große, kennt sie als Vollblutjägerin plötzlich keine Freunde mehr, sondern geht massiv auf den Untenliegenden los, der für sie dann offenbar total zur Beute wird. Wohlgemerkt: sie wird nicht aggressiv, wie in einer Rauferei - sie jagt einfach. Letzte Woche haben wir sie da von einem befreundeten Hovawart (!!) abgepflückt, dessen Frauchen mir das vorher nicht glauben wollte. Die beiden hatten lange nett gespielt und waren entsprechend aufgedreht, dann kam ein Aussie dazu, die beiden Größeren rangelten, der Hovi lag auf dem Rücken, und PENG! wollte der Terrier Beute machen...
Insofern: Bei dreien wäre ich generell sehr vorsichtig, egal, ob mein Terrier als Jäger oder als Beute läuft.
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Ich würde es an eurer Stelle über das zuständige Forstamt/den Jagdpächter/den Hegering versuchen, die sollten eigentlich mehr Interesse am Wildschutz haben als das OA? Vielleicht hilft es am ehesten, wenn die Leute aus dieser Ecke mal angesprochen werden?
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Dann laß es uns doch mal konstruktiv andersrum anfassen: Was ist für Hundeanfänger plus Welpe am wichtigsten?
Für uns - beim Ersthund auch ohne jede einschlägige Erfahrung - war's unbedingt die gute Kinderstube. Das ist für mich auch beim inzwischen achten Welpen der ausschlaggebende Faktor geworden. Wenn da ein paar Grundlagen stimmen, finde ich (ich!) einen Welpen tatsächlich sehr viel problemloser als einen fremden erwachsenen Hund.
Da wäre, neben den Basics wie guter Beziehung zu Menschen und anderne Hunden, Erfahrung mit Alltagsgeräuschen, einem Züchter, der auch nach der Abgabe weiter zur Seite steht und ähnlichen Selbstverständlichkeiten vor allem, daß der Zwerg von Anfang an den Unterschied zwischen "drinnen" und "draußen" kennenlernen konnte. Damit ist er schon auf dem besten Weg zur Stubenreinheit, und darauf kann man dann auch als Anfänger "weiterbauen" und hat es sehr einfach. Sowas wäre zum Beispiel für mich ein Grund, keinen Welpen aus reiner Wohnungsaufzucht zu nehmen.
Dann würde ich, wenn ich, so wie die Threaderstellerin, für die nächste Zeit ein vergleichsweise anspruchsvolles Programm habe, statt des Labradors wohl lieber auf einen mittelgroßen, sportlichen und anpassungsfähigen Hundetypen runtergehen, vielleicht irgendwas in Richtung Schnauzer/Terrier/Pudel(mix)?
Einmal, weil man so einen schon vergleichsweise jung öfter mitnehmen kann als einen langsamer wachsenden Großen. Ich hab meinen Dreikilowelpen zeitweise sogar beim Joggen auf dem Arm dabeigehabt. Keine Höchstleistungen natürlich, aber wenn der Hund öfter mal auf den Arm/ in den Fahrradkorb paßt, macht das den Alltag schon wesentlich leichter, weil sich der Hund so einfach integriert und nicht dauernd Sonderrücksicht braucht.
Das galt bei uns dann auch an der Uni: Ich hab meinen Fünfzehnkilomix dreijährig einfach zum Studium mitgenommen, und es war relativ einfach, diesen mittelgroßen Hund, der nicht auffiel und den niemand fürchtete, fast überallhin mitzunehmen. Meine Kommilitonin mit ihrem labradorgroßen Doggenmix hatte da echt Schwierigkeiten.
Ich würde also, wenn es denn ein Welpe sein soll, das Ganze nochmal von Grund auf und sehr pragmatisch überdenken: was paßt zur Lebenssituation, wo käme zuviel Frust auf?
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Einen Welpen aufzuziehen ist eine Vollzeitbeschäftigung. Sicher kann man nebenher etwas Hausarbeit machen, aber ganz bestimmt keine Masterarbeit schreiben.
Mit Verlaub: Was habt ihr hier bloß alle für Horrorwelpen erwischt? Ich kann mir nicht vorstellen ,daß wir jedes Mal die Ausnahme im Haus hatten - aber so viel Aufwand, wie hier beschrieben, hat nicht mal ein gesamter Wurf erfordert. Ich bin noch nie - NIE! - mit einem Welpen allnächtlich "alle 1-2 Stunden" aufgestanden, sondenr wir haben zwischen Spätrausgehen und Frühaufstehen lieber allesamt friedlich gepennt.
Als Vollzeitbeschäftigung hab ich die Aufzucht eines Einzelwelpen ebenfalls noch nie betrieben. Wie denn auch - ich muß nämlich auch noch vollzeit arbeiten. Aber Akten kann man auch bei der gemeinsamen Mittagsruhe studieren, und in der Höhle unterm Schreibtisch pennt ein kleiner Welpe geborgen und allerbestens. Und lernt dabei gleich, daß sich die Welt nicht 24/7 um seine Wünsche dreht, sondern man Pausenzeiten am besten zum Entspannen benutzt.
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Ich habe hier die günstigen Voraussetzungen, fast immer zuhause arbeiten zu können und über einen Garten zu verfügen, was den Alltag natürlich enorm erleichtert. Und natürlich nehme ich Rücksicht auf das Hundebaby, das ich mir schließlich gewünscht habe etwa, indem ich mir am Anfang nichts Aushäusiges vornehme, zu dem der Welpe nicht mitkann. Das ist aber absolut kein Opfer, sondern ein Vergnügen: ich wollte schließlich einen Welpen, ich habe Riesenfreude daran, und diese erste Zeit ist eh viel zu kurz.
Generell aber gilt: Welpe zieht ein - Alltag geht weiter - Welpe paßt sich an.
Wäre der hier teilweise geschilderte Extra-Aufriß bei jedem Welpen nötig, hätte ich vermutlich bis heute noch keinen Hund.
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Man weiß doch noch kaum etwas über ihn... vielleicht ist er dafür ja gar nicht geeignet... und/oder würde sich vielleicht auch bei Nicht-Jägern durchaus wohl fühlen...
Mir geht's da wie sauhund: Ich fürchte auch, das "vielleicht" würde in diesem Fall auf einen sicher gut gemeinten, aber deswegen noch lange nicht gelungenen Tierversuch rauslaufen. Dieser bildschöne Bursche nicht nur ganz sicher ein DJT, der kommt auch noch aus einem Land, wo so einer noch viel weniger als Gesellschaftshund gezüchtet wird als hier - also mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Arbeitshund und Vollblutjäger. Den würde ich mir mit 30 Jahren Terriererfahrung nicht zutrauen, weniger, weil ich damit nicht klarkäme, aber sehr wohl, weil ich IHM nicht zumuten wollte, ein Leben ganz gegen seine Veranlagung verbringen zu müssen.
Da kann man euch allen wirklich nur ganz, ganz heftig Daumen & Pfoten drücken, daß ihr bald Sachkundige und möglichst Jäger für ihn findet - ansonsten fürchte ich auch, daß er vom Regen in die Traufe kommt.
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So ähnlich halten wir's auch: Hund hat ein Notfallklo, eine dicke Schicht Rindenmulch unter alten Sträuchern, das mit regelmäßigem Kompostieren der obersten Schicht, Kalken und Mulchnachstreuen absolut nicht müffelt, dafür aber bei Welpen, Krankheiten oder totalem Zeitmangel superpraktisch ist.
Der Rest des Gartens unterliegt dafür einem strengen Pinkeltabu - und diese Aufteilung hat sich schon bei mehreren Hunden bestens bewährt.