Beiträge von terriers4me

    Komisch, ich habe seit vielen Jahren einiges an hundeverrückten Freunden in den USA, die teilweise die Hütte voller Hunde haben/selber züchten/mit Hunden jagen/eine Ranch mit Hunden haben/im Tierschutz aktiv sind - und so weiter. Die halten weder was von CM, noch besitzen sie Beißschutzanzüge und Schlagstöcke. Die Hunderassen gehen vom Aussie über Russells und Spaniels bis zu Deutschen Doggen, Chis und Mixen. Hauptsächlich vertreten sind Labbis, und kein Monster-Pitbull in Sicht. Nirgendwo.

    Könnte es vielleicht sein, dass es in einem Land, das so groß ist wie ein Kontinent, gewisse individuelle Unterschiede gibt? Und dass es deshalb schierer, himmelschreiender Blödsinn ist, "die Amis" und "die USA" über einem Kamm zu scheren? Und das noch mit einer Überheblichkeit, die wirklich brechreizerregend ist? Und für die es keinen Grund gibt - ich sehe nicht, was wir "den Amis" da irgendwie voraushaben. Idioten gibt es überall, wir sind nicht das Maß aller Hunde-Dinge, und CM - um mal aufs Thema zurückzukommen - füllt auch hier große Hallen. So what?

    Meine Welpen hätten dir bei der Bürste allesamt einen Vogel gezeigt und sie stattdessen totgeschüttelt - mit meiner vollen Unterstützung. Schließlich ist es in dem Alter ein Zeichen von Intelligenz, sinnlose, unangenehme, also potentiell gefährliche Situationen zu meiden. Wer nämlich generell blöd genug ist, sich auf sowas einzulassen, kann ganz schnell weg vom Fenster sein. Meideverhalten hat schon seinen Sinn.

    Wozu soll so ein Unsinn bitte gut sein? Bedingungsloser Gehorsam?

    Wenn ihr das auf Junghunde ausdehnen wollt - da verdanke ich dem fünfmonatigen Terrier einen der peinlichsten Momente meiner gesamten Hundehaltung. Diesmal wollte ich ja alles ganz, ganz richtig machen und habe, statt dem kleinen Müllsammler nur ein "Aus!" um die Ohren zu pfeffern, pädagogisch korrekt Tauschen geübt: Eingesammeltes gegen Leckerchen. Klein-Terrier war schwer begeistert von dieser Einnahmequelle und intensivierte prompt die Bemühungen. Sprich: Sie sammelte eifrig jeden nur erreichbaren Scheiß ein und bot ihn mir zum Tauschen an.

    Dann kam dieser Tag, an dem ich auf einem Parkweg stand und mich mit drei reizenden, kultivierten alten Damen unterhielt. Bis mir plötzlich auffiel, dass sie eine nach der andere verstummten und mit irgendwie seltsamem Gesichtsausdruck nach unten starrten: Da stand mein kleiner Terrier, wedelte im Akkord und präsentierte mir in der Schnauze stolz ein quietschrosa Kondom. Benutzt.

    Als ich panisch versuchte, Hund samt Beute zu ignorieren und mich weiter zu unterhalten, als wär nichts, stupste sie mir das Ding erst, auf den Hinterbeinen stehend, penetrant gegen die Hand. Als auch das das nichts half, kletterte sie an meinem Bein hoch, um es mir auffordernd hinzuhalten. Ich wäre am liebsten im Boden versunken.

    Selbst ein Achtkiloterrier ist ohne weiteres in der Lage, eine fast gleichgroße Katze totzuschütteln. Ich hab im Laufe der Jahre mehrere solcher Spezis kennengelernt, und insofern kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass eine Katze das "mal durchschütteln" eines Hundes überlebt.

    Picky, ich würde es genauso halten, wie es dir mehrfach geraten worden ist: Kontrolle, Kontrolle und nochmal Kontrolle, bis der Hund verstanden hat. Möglich ist das Zusammenleben sicher, erfordert aber einiges an Management. Und das dauert einfach.

    Irgendwelche echten Katastrophen oder nennenswerten Zerstörungen hat sich hier keiner von acht Welpen geleistet. Ich erinnere mich aber gut an ein kurzes Herzstolpern, als mir das Hündchen am Neujahrsmorgen stolz mit einer dicken Rakete quer im Maul entgegenkam. Zum Glück war die schon abgebrannt.

    Aber im Großen & Ganzen kamen Pleiten, Pech & Pannen immer erst im Junghundealter.