Beiträge von Abessinierin

    [quote="naijra
    Im Moment geht ja der Trend wieder zurück zur Rangordnung, nur wird es jetzt etwas anders verpackt und nicht mehr an so plumpen Sachen wie zuerst essen festgemacht. Aber oft heisst es, wenn der Hund nicht hört, der nimmt dich nicht ernst, der respektiert dich nicht. Geht der Hund einem Hasen nach, stimmt angeblich die Beziehung nicht..... Man zeigt dem Hund dann, wo sein Platz ist im Gefüge, dass er nix zu entscheiden hat, und schon klappt es. Der Erfolg wird dann der Etablierung einer hierarchischen Struktur zugeschrieben, anstatt der konsequenten und gründlichen Konditionierung, die man dabei vorgenommen hat.[/quote]

    Stimmt ohne jede Frage!

    Sophia, stimmt, auch mein Hund schließt sich Menschen schnell an bzw. vertraut ihnen schnell, wenn sie eine ruhige Körpersprache und ein souveränes Verhalten ihm gegenüber haben.

    Das angebliche dominante Verhalten..... Ich habe selten einen Begriff gesehen, der so missverstanden wird wie die Dominanz, denn was gemeinhin als dominant bezeichnet wird, das ist unerzogenes, respektsloses,grenzenloses, mobbendes, unsicheres Verhalten oder eine Angstreaktion.

    Die Abessinierin

    Zitat

    Ich finde die größte Barriere ist das nicht verstehen von den Lernprozessen bei HUnden und wie ich mich ausdrücke, dass sie mich verstehen.

    Wenn jemand 10x ruft "hier" "Komm" "Hansi, komm" ruft in den unterschiedlichsten Variationen, hat es nichts mit Rangordnung zu tun wenn er nicht kommt. Wenn Du "Komm" sagst, mit dem deinem Körper aber "Geh Weg", hat es auch nichts mit Rangordnung zu tun.
    Wenn der Hund knurrt, weil er sein Spielzeug nicht hergeben will. Hat es auch nichts mit Rangordnung zu tun sondern mit mangelnder konditionierung.
    Wenn ein Hund aggressiv gegenüber Menschen ist, hat es auch nichts mit Rangordnung zu tun, sondern mit falsch erlerntem Verhalten und falschem verknüpfen von Reizen.
    Natürlich werden in der Pubertät grenzen getestet. Der Hund muss ja wissen wielang die Leine ist an der er geht. Das ist aber ganz normal und hat nichts mit Rangordnung, sozialstatus oder sonst was zu tun. HUnde WOLLEN grundsätzlich lernen. Sie WOLLEN Herrchen gefallen (die einen mehr die anderen weniger).

    Partnerschaftlich ist nicht antiautoritär. Die meisten Hunde die ich sehe, da liegt es nicht an mangelnder "Führung", sondern mangelndem Training und mangelndem Verständnis. Wenn der Hund Herrchen hinter sich herzieht bedeutet dies nicht mangelnde Rangordnung sondern mangelndes Training.

    Das denke ich darüber....

    :gut: DAS unterschreib ich sofort!

    Die Abessinierin

    Partnerschaft ist doch ein recht menschliches Wort ... Ich denke, im weitesten Sinne bilden wir mit unseren Hunden eine Gemeinschaft oder ein Sozialgefüge in unserer Menschenwelt.

    Die Abessinierin

    Zitat

    Doch.
    Wenn der Hund unbeaufsichtigt vor einem Laden angepflockt ist, schon.

    cazcarra

    Eben, beißt der Hund dann, dann kann man Dich haftbar machen, da Du in dem Moment den Hund nicht unter Aufsicht bzw. in Deinem Einflussbereich hattest und somit fahrlässig gehandelt hast.

    Die Abessinierin

    Nö, ist es nicht. Es ist eine momentane Situation aber keine festgelegte und gültige Hierachie, die davon lebt, daß sie auch auf Dauer bestand hat.

    Die Konstellation zwischen meinem Hund und mir.... Auch hier spreche ich nicht von Rangordnung oder Hierachie, sondern von unserem Weg in der Menschengesellschaft zu leben.

    Schau mal, was wiki dazu schreibt:


    Als Rangordnung bezeichnet man in der Verhaltensbiologie eine Hierarchie, durch die bestimmte „Rechte“ und „Pflichten“ innerhalb einer sozialen Gruppe geregelt und für eine längere Zeitspanne festgelegt sind.

    [wiki]Das Entstehen von Rangordnungen und die Verhaltensweisen der in ihnen eingebundenen Tiere wurde besonders intensiv beim Haushuhn untersucht, weswegen sich der anschauliche Ausdruck Hackordnung als populäres Synonym für Rangordnung im Sprachgebrauch festgesetzt hat. Hackordnung bezeichnet heute aber eine in menschlichen und tierischen Gruppen beobachtbare, besondere Ausprägung des Sozialverhaltens: Wenn verbales oder tätliches aggressives Verhalten nicht verpönt und sonst ausgeschlossen ist, setzen kraftvolle, dominante Individuen ihre Überlegenheit gegenüber anderen Gruppenmitgliedern durch Rangkämpfe mehr oder weniger rücksichtslos durch.[/wiki]

    und:

    [wiki]Hackordnung ist ein Begriff aus der Frühzeit der Ethologie, der anstelle der heute üblicheren Bezeichnung Rangordnung verwendet wurde. Er entstand durch die Beobachtung von Hühnern [1], bei denen die ranghöheren Tiere beim Verteidigen zum Beispiel ihrer Futterplatzansprüche rangniedrigere Tiere mit Schnabelhieben „weghacken“ und so ihre Stellung festigen.

    Man kann auf jedem Hühnerhof beobachten und für jedes Tier in einem Verhaltensprotokoll exakt vermerken, welches Huhn in einer Hühnergruppe welche anderen Hühner „hackt“ und von welchen Hühnern dieses Huhn selbst gehackt wird. Als Ergebnis wird man häufig feststellen, dass ein einziges Huhn alle anderen Hühner hackt und kaum je selbst gehackt wird; und dass wiederum ein einziges Huhn von allen anderen gehackt wird und nie oder nur selten nach anderen Hühnern hackt. Diese Form der sozialen Interaktion wird dann als Ausdruck einer Rangordnung gedeutet, in der eines der Hühner das ranghöchste Huhn ist (genannt Alpha-Huhn) und eines das rangniedrigste (genannt Omega-Huhn). Alle anderen Hühner sind in dieser Rangordnung zwischen den beiden Extremen zu verorten. Rangniedrigere Hühner lassen sich ohne große Gegenwehr zum Beispiel von ranghöheren Tieren vom Futterplatz vertreiben; die ranghöheren Hühner erlangen so Vorteile, u.a. auch beim Aufsuchen von Ruheplätzen.[/wiki]

    und ebenso dies:

    [wiki]Den evolutionären „Nutzen“ einer Ausbildung von Rangordnungen im Verlauf der Stammesgeschichte einer Art sehen die Verhaltensbiologen darin, dass Kraft und Zeit kostende Streitigkeiten zwischen den Mitgliedern einer Gruppe – beispielsweise um die Verteilung von Futter oder Wasser – auf ein Minimum beschränkt bleiben. Ranghohe Tiere sind zugleich in aller Regel besonders kräftig und haben oft größere Fortpflanzungschancen als ihre rangniederen Artgenossen: Auch dies ist langfristig ein Vorteil für den Fortbestand der Gruppe. Zugleich erfüllen ranghohe Individuen oft als Leittiere bestimmte „Pflichten“, beispielsweise bei der Beobachtung und der Abwehr von Gefahrenquellen, beim Führen einer Gruppe zu Futterstellen und Tränken und gelegentlich selbst beim Schlichten von Streitigkeiten zwischen rangniederen Tieren.

    Das Entstehen und die Veränderung einer Rangordnung setzen voraus, dass die Tiere einer Gruppe sich „persönlich“ erkennen können – auch das dient letztlich dem langfristigen Fortbestand der Gruppe.

    Beispiele für Rangordnungen
    Zu einem Wolfsrudel gehören im allgemeinen 10 bis 15 Tiere. Nur die ranghöchste Wölfin darf einen Wurf bekommen, sie paart sich aber mit allen männlichen Wölfen des Rudels. Daher ist der Rang zwischen den Wölfinnen härter umkämpft als zwischen den Rüden.[2] Ein unterlegener Wolf kann sich mit eingezogenem Schwanz zurückziehen, wenn er von einem anderen bedroht wird und so zeigen, dass er die Überlegenheit des anderen anerkennt. Veränderungen des Gesichtsausdrucks, der Körperhaltung, sowie Schwanzbewegungen werden innerhalb des Rudels schnell bemerkt und beantwortet. In ihren sozialen Verhaltensweisen sind Haushunde den Wölfen sehr ähnlich. Ein gut sozialisierter Hund verhält sich gegenüber jedem Menschen wie zu einem ranghöheren Hund. In Deutschland wurde das Verhalten von Hunden und Wölfen besonders intensiv von Erik Zimen erforscht. [/wiki]

    All dies ist nicht auf das Zusammenleben von Mensch und Hund übertragbar. Und weitergehend: Es ist noch nicht einmal auf das Zusammenleben von Hunden übertragbar.

    Hier sind die Stichworte Feddersen-Petersen, aber auch Gansloßer.

    Die Abessinierin

    Auch wenn es ärgert.. Schaut Euch mal die Verhaltensstudien von Feddersen-Petersen an..... Sie hat Wölfe als auch Großpudel in ihrer Studie über das Verhalten u.a in Hinblick auf Rangordnung untersucht und dabei interessantes festgestellt.

    U.a. auch, daß Hunde definitiv keine Rangordnung auf eine längere zeitliche Distanz halten können. Was heute gilt, das muss morgen nicht mehr gelten und wer heute führt, der führt morgen nicht....

    Warum macht mein Hund das, was ich möchte.... Hmm, weil ich in seinen Augen souverän genug bin, ihn zu führen und auch Entscheidungen zu treffen? Weil ich auch in Krisenmomenten ruhig reagiere und ihm signalisiere, ich kläre........ weil ich für den Hund berechenbar bleibe und ihm auch Grenzen setze?

    Die Abessinierin

    Zitat

    @ Jacky


    2. Was bindest du deinen Hund auch vor dem Laden an. Woher willst du wissen, was für ein Depp daherkommt. Könnt ja auch mal einer sein, der dem Hund nicht wohlgesonnen ist.

    cazcarra

    Oder aber Du hast Leute der Marke sorglos, die mit ihrem grad mal an der Hand laufenkönnendem Kind von hinten genau auf Deinen Hund ( den sie definitiv nicht kennen) zusteuern damit das Kind den Hund streicheln kann....

    Die Abessinierin

    Öhm und ich würde meinen Hund nicht mit einem Säugling allein lassen, weil er es nicht gewohnt ist.....

    Und mit einem Kleinkind nicht, weil ein Kleinkind schon mal abstruse Ideen wie Ohren ziehen, auf den Hund legen oder Hundi mal fest umarmen kommt oder mal in die Schnauze von Hundi langt....

    Die Rangordnungstheorie..... sie stammt aus der Beobachtung von Hühner und wurde später auf Wölfe übertragen, die in Gefangenschaft lebten....

    Sie ist mittlerweile x-mal widerlegt worden....U,a von Frau Dr. Dorit Urd Feddersen-Petersen.

    Die Abessinierin

    Hmpf, könntest Du Dich bitte mal von der Rangordnungstheorie verabschieden?

    Fakt ist, Hunde nehmen Kinder nicht ernst, da sie für Hunde a. schwer berechenbar sind in ihren Reaktionen , b. nicht gleichmäßig reagieren ( Stichwort hier: Mal erlaubt mal verboten), c. die Konsequenz, die Kinder fehlt, d.Souveränität , e ruhige Reaktion

    Kurz, Kinder sind für Hunde nicht souverän und damit sprechen Hunde ihnen auch Führung- und Entscheidungsqualitäten ab und meinen für die Kinder entscheiden zu müssen....

    Mit Rangordnung, Alpha, Beta und Omega hat das Recht wenig zu tun.....

    Die Abesinierin