Beiträge von Abessinierin

    Der Jack Russell Terrier und warum er auch als Mix nicht unbedingt immer empfehlenswert ist.

    Ums vorweg zu schicken, ich hab hier einen PRT ( Parson Russell Terrier) sitzen, also das Leg-Model vom Jack, bin zu ihm gekommen wie die Jungfrau zum Kinde ( bums war er da, als Ersthund) und weiß demzufolge wovon ich rede.

    Ein Jack ist ein Jagdhund mit dementsprechenden Jagdtrieb, den er ausleben möchte. Hast Du ein Haus mit Garten, sei sicher, der Jack wie auch der Parson finden als Erste das Loch im Zaun und nutzen es.

    Er hat absolut keinen Will to please, entweder etwas lohnt sich für ihn oder nicht. Wenn nicht, nun Du wirst Mühe haben ihn zur Befolgung eines Kommandos zu überzeugen. Was ehr viel Kreativität und Souveränität erfordert.

    I.d.R ist er ein Danke, bin selbst Hirnträger Hund und diskutiert liebend gern Sinn und Zweck von Kommandos, Grenzen und ob denn diese sein müssen und warum.

    Er braucht Auslastung und zwar nicht nur körperlich sondern auch geistig, ansonsten sucht er sich diese selbst und das kann ziemlich unschön werden.

    Und eines ist er überhaupt nicht: Ein Juchhe ein anderer Hund Hund.
    Freunde suchen wir uns selbst sehr genau aus und Feinde ebenso.

    Er braucht eine konsequente, liebevolle Erziehung ohne harte Hand, dafür aber eine enorme Lernbereitschaft seines Halters gepaart mit viel Geduld, Humor und einem Hang zur Situationskomik.

    Er ist ein Gauner und Gangster, ein begnadeter Schauspieler, äußerst charmant, oft emphatisch, intelligent, lernbegeistert wenn Lernen ohne Zwang erfolgt...

    Hinzu kommt ein gewisser Größenwahn, da wird auch schon mal versucht ein Rotti, ein Dobi oder eine Dogge in die Schuhe zu verbringen.

    Dinge wie Schnauzgriff, Alphawurf, Runterdrücken und was einem denn sonst noch so einfällt an körperlichen Übergriffen wertet dieser Hund als Angriff und spatestens bei dritten derartigen Aktion hast Du einen ziemlich verärgerten JRT/PRT der 42 enzückende Beißerchen äußerst effektiv einzusetzen weiß und sich verteidigt.

    Es ist ein toller Hund, ohne Frage. Aber: Man sollte wissen, was man da am vorderen Ende der Leine durch die Weltgeschichte führt und dementsprechend souverän agieren.

    Sonst hat man ganz schnell statt eines Traumhundes ein vierpfotigen Tyrannen, der sich mit allem und jeden anlegt, kläfft ohne Ende und dem Halter und seinem Umfeld das Leben so unangenehm wie nur irgend geht macht. Siehe die berühmten-berüchtigten Reiterjacks...

    Birgit

    Nachsatz.. Bevor einer fragt: Ja, ich liebe meinen Hund und Nein, ich gebe ihn nicht wieder her!

    Zum TA sage ich nur AUA. Einen unsicheren Hund kastrieren damit er kein Angstbeißer wird ist Schwachsinn. Grad in dem Alter.... das nennt sich dann Frühkastra und hemmt bzw. stoppt den Hund sogar in der Entwicklung... körpelich wie geistig.

    Die Dose, Nein, es ist nicht Sinn und Zweck der Dose, dass der Hund schon beim Klappern der Dose in de Jackentasche sich kleinmacht und ins Meideverhalten geht.

    Birgit, die sich jetzt ganz schnell auf die Fingerchen setzt, weil sauer über soviel "Fachkompetenz" von Trainer und TA

    Liebe Moni,

    fühl Dich mal ganz lieb umärmelt. Du bist soweit mit Püppy gegangen und ich weiß, du wirst sie auch das letzte Stück Eures Weges nicht allein gehen lassen.

    Meine Gedanken sind bei Euch und ich wünsch Dir ganz viel Kraft.

    Ganz liebe Grüsse,

    Birgit alias Katzentier oder jetzt Abessinierin

    Zitat


    Damals scherte man sich nicht um sowas wie Bedarfstabellen (gabs überhaupt welche?) und Hund bekam, was Haus und Hof so hergaben. Da ein Hund aber nicht selten ein wichtiges Nutztier war tat man sein Bestes um den lange gesund und arbeitsfähig zu halten.

    Hach - das Leben könnte so einfach sein :roll:

    Nöö, es gab keine! Genauso wenig wie es allergische Hunde zuhauf gab, wie in heutigen Zeiten...

    Komisch, früher aßen die Leute jahreszeitlich Gemüse und Obst und es ging ihnen relativ gut. Skorbut traf man bei Seefahrern, Rachitis bei vielen Arbeiterkindern aufgrund von Lichtmangel.

    Biologische Vorgänge bei Mensch und Tier waren normal und in keinster Weise behandlungsbedürftig.

    Heut ist man der Meinung, man müsste dem Körper auf der Jagd nach ewiger Jugend sämtliche Vitamine, Spurenelemente und Co. in hohen Dosen auf einmal verabreichen und wundert sich, wenn genau das nach hinten losgeht....

    Klar, man sollte nicht ohne Plan und Kenntnisse in ernährungstechnischen Bereich mal eben schnell barfen oder frischfüttern, aber sooo kompliziert, wie mancher TA oder angehender TA es uns weismachen möchte ist auch nicht.

    Birgit

    Zum Einen ist der Hund deiner Freundin in der Pubertät, Leinenaggro, Leo hat Dir da schon was gutes an die Hand gegeben.

    Fremde Leute fassen den Hund an und er schätzt es nicht. völlig i.O., der Hund muss sich nicht von jedem anfassen lassen, schon gar nicht bei der Vorgeschichte.

    Der Hund kannte vieles nicht bevor er zur Deiner Freundin kam, war nicht sozialisiert, Menschen kannte er bis dato nicht, andere Hunde auch nicht... dafür seid Ihr schon ziemlich weit gekommen, was ich nicht unbedingt den Trainern zugute halte.

    Insgesamt wurde ich von der Kastra wie auch von Chip abraten, dafür aber einen Trainerwechsel empfehlen.

    Birgit

    Arnie, Du wirst mich wahrscheinlich höchst merkwürdig finden, aber Ja, ich würd gern lesen, was Du am Zusamennleben mit deinen Hunden lustig findest und welchen Blödsinn sie so anstellen!

    Lächerlich machen, womit denn? Mit einem Hund, der die offene Schranktür nutz um dem Futtersack einen Schnüffelbesuch abzustatten und eventuell auch ein bissi mehr?

    Meiner sammelt Leberwurstpellen und hortet sie bis zur nächsten Staubsaugerattacke unter`m Bett....

    Und er läuft beim Anblick einer charmanten wohlriechenden Hündin gegen den nächstbesten Laternernpfahl......

    Lach, ich glaub, es steht hier auch noch iwo in den Freds.. allerdings unter Katzentier...

    Die Freds waren allgemein gemeint und nicht auf dich bezogen.... wozu auch?

    Im hatte es, wie so manch anderer hier, in der Formulierung sehr allgemein gehalten.

    Birgit, die jetzt mit Hundi Gassi tanzen geht....

    Arnie, jetzt weiß ich grad nicht so wirklich wie es formulieren soll...

    Schau Dir mal die laufenden Freds an, was siehst Du?

    Ehrlich? Ich würd viel lieber etwas lesen, was fröhlich ist, das Leben mit Hund als das beschreibt, was es denn eigentlich ist: Schön, entspannt und manchmal saukomisch!

    Und ich möchte wieder HH begenen, deren Welt nicht zusammenbricht, nur weil Hundi grad mal ganz verträumt am Gänseblümchen schnüffelt oder wie mein Gismo sich einfach nur auf der Wiese wälzt und den Weg zum Weg lieber auf dem Bauch robbend mit einem frechen grinsen im Gesicht bewältigt anstatt auf vier Pfoten.

    Solche HH triffst du nämlich nur noch höchst selten!

    Und Hundi, mit Verlaub, braucht auch keinen Terminkalender mit sportlichen Aktivitäten und Huschu und tralala wie ein Konzernchef.

    Und keine Halter, die sich über die Leistungen ihres Hundes definieren oder über deren Perfektionismus ....

    Birgit