Mal ein kleines Beispiel aus meinem Leben.... Ich hab mich vor etwas mehr als 9 Jahren von meinem Partner getrennt. Bei der Scheidung wurde ein psychologischen Gutachten erstellt, bei dem sich herausstellte, dass die Anschuldigungen der Kinder bezüglich ihres Vaters mehr als wahrscheinlich waren. Zeitgleich zu diesem Gutachten war meine Tochter in der Reha und mein Sohn war mehr bei meinen Eltern als bei mir.
Anschließend folgte bei beiden Kids eine psychologische Behandlung.
Als unser Hund in die Familie kam, war bei uns nicht die Frage, ob er den Kindern in ieiner Form helfen könne sondern ob wir dem Hund gerecht werden und ihn in seinen Ansprüchen und Bedürfnissen zufrieden stellen können.
Ebenso haben wir überlegt, ob er damit klarkommt, dass meine Tochter seit den OP`s nicht mehr laufen kann und sich krabbelnd durch die Wohnung bewegt.
Ob er in unseren Tagesablauf passt und ob wir ihn überfordern ( zu der Zeit waren wir selbstständig).
Und ich denke, diese Gedanken sollte man sich eher machen als die Gedanken, die die TS hegt.
Im Laufe des F5eds wurde auch gefragt, was ich von Behindertenbegleithunden halte, von Blindenhunden und Therapiehunden.
Nun, ich halte sie für sinnvoll, da sie unterstützend in einem bereits laufenden Prozess wirken.
Blindenhunde wie auch Behindertenbegleithunde ermöglichen ihren Haltern ein maximales Maß an Selbstständigkeit, indem sie unterstützend da präsent sind, wo der Betroffene auf Hilfe angewiesen ist.
Genau dafür werden sie ausgewählt und vorbereitet, um zusammen mit ihrem menschlichen Gegenpart ein Team u bilden. Klappt das aus iwelchen Gründen nicht, wird der Hund aus diesem Mensch-Hund-Team wieder entfernt und kommt zum ausbilder zurück.
Therapiehunde... auch sie unterstützen einen laufenden Prozess. Wie z.B. bei sprachgestörten Kindern, wo ein Text lesen dadurch vereinfacht wird, dass dieser Text dem Hund vorgelesen wird, der neben dem Kind sitzt und mit Anwesenheit, Ruhe und Körperkontakt dem Hund hilft.
Nur, auch hier muss es passen, ansonsten nimmt man den Hund da raus.
Eben so bei Überforderung des Tieres oder Aggressionsverhaltens seitens des Patienten dem Hund gegenüber.
Und auch wenn mancher es anders sehen möchte, selbst bei diesen Tieren wird genau hingeschaut: Passt es oder passt es nicht? Bilden die Beiden ein Team oder nicht?
Und wenn es nicht hinhaut wird der Hund entfernt, geht wieder in die Hände der Vertrauensperson, die er schon kennt und die ihn die erste Zeit auch begleitet und zwar bis zur endgültigen Abgabe.
Birgit