Beiträge von Abessinierin

    Ist bei uns zwar ein ganzes Weilchen her, aber ich erzähle mal, Estandia.

    Grund: Bei uns war das Ohrenverlieren in der Pubertät.

    Wie oft: Täglich.

    Was: Das gesamte Futter musste sich der Jungschnösel erarbeiten. Damals noch TF.

    Wie: Futterbeutelarbeit in Kombi mit Clicker. Bei uns lief das so ab, das jedes gut befolgte Komando mit dem Clicker gemarkert wurde ( Clicker deshalb, weil ich verbal ganz einfach nicht punktgenau war, von neutral gar nicht zu reden...) und er anschließend ein Teil vom Futter aus dem Beutel via Handfütterung bekam.

    Teste Trainingszeiten und Plätze: Nö, hatten wir nicht. Es verteilte sich über den ganzen Tag.

    Naja, Marika, wie rüdig ein Rüde im Verhalten wird, dass hängt vom Testosteronschub der trächtigen Hündin ab, den der ungeborene Welpe schon im Mutterleib erfährt und nicht von der Kastra.

    Und ich denke: Ja, Anouks Verhalten liegt zu einem nicht kleinen Anteil an der Kastra.

    Manches ist rassebedingt, klar, aber vieles ist auch durch die Frühkastra entstanden, eben weil gewisse Abläufe bei Anouk nicht stattfanden.

    :streichel: Grüsse,

    Birgit

    Zitat

    Wisst ihr, was mich irritiert?
    Gerade die Besitzer von Rassen, die zuchtedingt erheblich "kindlicher" bleiben als andere, schreiben immer, dass ihre Hunde trotz Kastra völlig normal und sooo erwachsen geworden sind.
    Wie kommt das?
    Die Rassen würde ich auch in intakt bis auf wenige Ausnahmeexemplare als sehr unreif beschreiben. :hust:

    LG
    das Schnauzermädel

    Seh ich ähnlich wie Du, schnauzermädel.

    Und es beunruhigt mich.

    Zitat

    Womit genau das Problem genannt worden wäre. Deine Tochter ist kein Hund und eben genau das ist es, was die Menschen oft vergessen: Differenzieren zwischen einem Menschen und einem Hund.

    Gäbe ich meinem Hund dauerhaft Aufmerksamkeit, hätte ich keine Sekunde mehr Ruhe.

    Und diese "in einem Wolfrudel wird dies nicht und wird das nicht"-Thesen sind, sofern Du kein Verhaltensforscher mit langjähriger Erfahrung bist, auch nur Hörensagen ohne weiteren Wert.

    Fakt ist: Ein Hund ist kein Wolf und keiner von beiden ist ein Mensch. Wenn Ignorieren eine Umstimmigkeit beheben kann (und das kann es) ist es eine geeignete Methode, die in jedem Fall Anwendung finden darf und sollte. Und, um mal bei deiner Aussage zu bleiben: "Ab aufs Zimmer" und "4 Wochen Hausarrest" schlagen übrigens in die gleiche Kerbe, Frau Wolfsforscherin.

    Man sollte sich aber vorher überlegen, dass man dann mit einem seeehr mauligen Stinkstiefel die meiste Zeit des Tages verbringt...

    Ignorieren... nun, generell erstmal ignoriere ich den Hund nicht. Fehlverhalten wird korrigiert, unterbunden,richtiges Verhalten gelobt fertisch.

    Es sei denn, ich bin grad dabei, endgültig die Nerven zu verlieren und merke, dass die nächste Aktion meinerseits entschieden zu weit gehen würde. Dann ignoriere ich doch mal, hol tief Luft, denke nach und agiere dann.

    Was mir aber immer wieder auffällt: Hundehalter neigen manchmal dazu, den Hund dauerzubespaßen und dauerzufordern.

    Liegt der Hundewelpe iwo, kann man nicht umhin, ihn zu wuscheln, zu kraulen, ihn anzusprechen und ieine Reaktion von Hundi zu fordern.

    Und da beginnt m.E.n. der Teufelskreis, vom Menschen auf die Bahn gebracht.


    Und ich denke, M.R. hat genau das gemeint mit Ignorieren sie mal ihren Hund eine Woche lang.

    Birgit

    Vielleicht solltest Du doch nochmals überlegen.

    Auch und grad Richtung Sterilisation. Eingriff wäre dann nicht so weitreichend wie jetzt die Kastra.

    Steffi :hust: Ich glaub, wir wissen, wohin der Hase laufen wird....

    Zitat

    Die Hündin ist 8 Jahre alt, wenn man die operieren lässt, dann kommt alles raus, anders geht das in dem Alter nicht.
    Und möchte man wirklich eine große Bauch-OP mit den dazugehörigen Risiken, das Inkontinenzrisiko, etc. auf Verdacht?
    Ältere Hündinnen haben ein höheres Risiko an einer Pyometra zu erkranken als jüngere. Aber dann kann man immer noch eingreifen.
    Ich beobachte meine Hündinnen in den 6-8 Wochen nach der Hitze mit Argusaugen, damit mir keine geschlossene Pyometra entgeht, eine offene kann man nicht übersehen. Mir reicht das als "Sicherheit".

    LG
    das Schnauzermädel

    :gut: Genauso hat man sich das bei dem Tierschutz gedacht!

    Acid, google doch mal unter Bielefelder Studie und schau Dir mal den Artikel bezügl. Kastration in der neuen Sitz,Platz, Fuss an.

    Birgit

    Birgit