Beiträge von Benny2009

    Hallo zusammen,

    gestern hatten wir den (Marathon-)Termin mit der Hundetrainerin. Sie war über 3 Std. da und hat sich ein sehr umfassendes Bild über die Gesamtsituation gemacht. Sie hat auch sehr viel erklärt und obwohl sie - wie gesagt - über 3 Std. da war nur eine berechnet.

    Aber mal zum Ergebnis:

    Sie zeigt definitiv ein Unsicherheitsverhalten. Extreme Angst wäre es nicht, aber noch große Unsicherheit bei vielen Dingen. Weiterhin ist die Rollenverteilung noch nicht 100%ig geklärt (wer ist der Führer und wer nicht) und draußen ist noch alles andere interessanter als wir.

    Daraus ergeben sich unsere Baustellen:

    - Bellen an der Tür wenn's klingelt bzw. wenn Besuch kommt wird erstmal losgebellt
    - Bellen im Hausflur
    - Unsicherheit bei fremden Dingen/Menschen/Situationen

    Um nicht an allen Dingen gleichzeitig rumzudoktoren (da dies evtl. zu viel für uns und auch Stella wird) hat sie ein Konzept mit uns erarbeitet und uns zunächst ein paar Hausaufgaben aufgegeben: 1. festen Platz zuweisen, der auch ohne Diskussion auf Komando von ihr aufgesucht wird (Ziel: Wenn Besuch kommt bzw. es an der Tür kingelt, hat sie dort zu bleiben, bis wir das Komando freigeben). 2. Angewöhnen eines Haltis. Damit werden dann weitere Übungen später folgen. 3. Bei Spaziergängen draußen mehr loben, wenn sie an der Leine zieht und vor schießt, stehen bleiben und warten bis sie zu uns sieht (dann loben und weiter). 4. Wenn sie rumschnüffelt, wenn wir es aber gerade nicht wollen, den Platz an dem sie schnüffelt für uns beanspruchen (durch Fuß draufstellen) und das so lange, bis sie wieder auf uns achtet. Loben und weiter. Der nächste Termin ist kommenden Freitag.

    Es klingt eigentlich recht simpelt. Aber ehrlich gesagt tu ich mir mit den Übungen draußen sehr schwer. Ihre Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen hat bspw. heute morgen fast gar nicht geklappt. Aber wir bleiben am Ball und berichten weiter.

    Gruß
    Kai

    Also erstmal vielen Dank für eure tollen Anregungen. Das sind teilweise sogar Dinge, an die wir auch gedacht haben, aber bei denen wir noch kein so richtiges Umsetzungskonzept hatten(oder haben).

    milospeed:

    Es ist definitiv Unsicherheit, die sie zeigt. Und das mit dem Signal "komm runter", ist wirklich ne super Idee. Denke ich weiß auch schon, wie man das trainieren kann. Nur eine Frage habe ich noch dazu: Wenn ein Hund in einer Art Rausch ist (sei es bellen, fixieren, oder ähnliches) kann er dann überhaupt noch Befehle von mir wahrnehmen?

    @nindog:

    Nein, alle Nachbarn kennt sie nicht (wir übrigens auch nicht. Ist teilweise hier leider etwas anonym. Stadt halt). Aber auch bei Nachbar, die mit uns gut befreundet sind, bellt sie erstmal, wenn Sie diese im Hausflur trifft. Dies ist übrigens auch in der Wohnung so. Manchmal scheint es, als ob sie erstmal prophylaktisch bellt. Dann schnuppert sie erstmal und entscheidet "kenn ich den?" Wenn ja, ist gut, wenn nein, weiterbellen.

    Aber recht hast du, mit dem vorsorglich drauf hinweisen der Nachbarn. Nächste Woche habe ich Urlaub. Da lässt sich das mit den Nachbarn evtl. gut abstimmen und üben.

    Das Komando "schau" beherrscht sie übrigens. Jedoch ist sie beim Bellen nicht ansprechbar. Was mich wieder zu meiner Frage weiter oben bringt: Ist ein Hund überhaupt ansprechbar, wenn dieser in einer Art Rausch ist.

    Habe übrigens jetzt mal nen Termin mit ner Hundetrainerin für Samstag ausgemacht. Sie möchte sich das alles einmal ansehen und dann ein Konzept erarbeiten.
    Ich halte euch auf dem Laufenden (bin aber natürlich auch für weitere Anregungen von euch offen).

    LG Kai

    Zitat

    Habt Ihr es schon mal versucht, daß die Nachbarn Leckerlie von Euch bekommen und die Ihr geben?
    Vielleicht versteht Hundi dann, eh die sind ja gar nicht böse, sondern voll toll ?! :???:

    Bisher noch nicht. Denn das Problem ist auch, dass die meisten Nachbarn hier vor Hunden ziemlichen Respekt haben. Und wenn dann da noch so ein Kläffer kommt, ist's ganz vorbei :(

    Aber wir haben uns vorgenommen, wahllos Leute auf der Straße anzusprechen und diese zu bitten, Stella ein Leckerchen zu geben. Evtl. stumpft sie so gegen solche Reize ab!?

    Zitat

    Hallo

    Fing es an als sie läufig wurde?

    Läufig ist sie seit ca. 2 Wochen. Jetzt ist sie knapp 8 1/2 Monate. In der Tat hat die Bellerei seither eher zugenommen. Aber angefangen hat das alles bereits, als sie ca 5 bis 6 Monate alt war. Daher glaube ich nicht, dass es ausschließlich an der Läufigkeit liegt.

    Schlechte Erfahrungen hat sie unseres Wissens auch nicht gesammelt.

    Wir wissen, dass die Sennenhunde an sich eine bellfreudige Rasse sind. Das mag evtl. auch daran liegen, dass sie bei Angst zum Bellen neigt, aber ein gegensteuern muss meiner Meinung irgendwie möglich sein.

    LG
    Kai

    @ Bentley: Jain. Wenn sie erstmal am Bellen ist, bekommen wir sie leider nicht mehr ins Sitz. Wenn ich es rechtzeitig bemerke, dann binge ich Stella schon ins sitz und stopfe sie so lange mich leckerchen voll, wie sie ruhig ist (in der Hoffnung, dass sie merkt: Still sein = Leckerchen). Das versuchen wir allerdings auch erst 2 Tage. Daher kann ich eine Wirkung noch nicht wirklich erkennen.

    monty2010: Das haben wir auch getan. Haben teilweise ewig im Hausflur gesessen und darauf gewartet, dass ein Nachbar die Treppe runterkommt. Ebenfalls mit dem Haustürklingeln. Als Welpe war ihr das auch völlig egal. Doch von heute auf Morgen, wie als ob ein Schalter umgelegt wurde, hatte sie vor allen Dingen/Menschen schiss und bellt.

    Anfangs habe ich es auch mit schimpfen versucht. Doch gebracht hat es nichts. Im Gegenteil. Hatte eher das Gefühl, dass ich Sie noch weiter verunsichere und Ihr Gebelle dadurch noch stärker wird.

    Zur Zeit versuche ich es eher mit mich zwischen Sie und den Nachbarn zu stellen, doch erweist sich das auch eher als schwer (da sie sich um mich herumwinden will und es dann in so ne Art Leinenzerrerei endet, was sie nur wieder bestärkt in ihrer Unsicherheit) und nicht wirklich wirkungsvoll.

    Hallo zusammen,

    kennt ihr das auch? Ihr wohnt in einem Mehrfamilienhaus und habt somit einen gemeinsamen Hausflur. Ihr wollte gerade eine schöne Runde mit eurem Vierbeiner drehen (oder kommt gerade von einer solchen) und trefft einen eurer Nachbarn im Hausflur. Soweit so gut... zumindest bis euer Vierbeiner den (unerwünschten ?) Hausflurbesetzer entdenkt... denn dann geht das gekläffe los...

    So etwa kann man das Problem beschreiben, welches wir seit einiger Zeit mit unserer Hundedame haben.

    Es gibt noch ein paar weitere Baustellen, wie bellen wenn es an der Tür klingelt oder Besuch kommt oder sie von fremden Menschen auf der Straße angesprochen wird... das soll aber nicht Thema dieses Threads sein. Da sind wir im Übrigen aber auch dran.

    Hat hier evtl. jemand eine Idee, wie man den Bellen im Hausflur entgegenwirken kann?

    Hier noch ein paar Infos zu unserer Hundedame Stella:

    Sie ist eine 8 Monate alte Entlebucher Sennenhündin, ist gerade läufig, wir haben Sie als Welpen bekommen, haben mit ihr die Welpenschule und Junghundeschule besucht und starten demnächst den F1 Kurs. Zwar haben wir versucht ihr in der wichtigen Prägungsphase alles beizubringen bzw. sie mit allem Vertraut zu machen (waren mit Ihr am See, in der Stadt, haben Sie von vielen Leuten streicheln lassen, sind Straßenbahn gefahren und Aufzug, Sie hat Menschen im Rollstuhl kennengelernt und mit Gehhilfen, etc. Dies alles natürlich auch immer in positiven Umständen). Dennoch ist sie seit ca. 2 - 3 Monaten eine sehr ängstliche Hündin geworden. Gestern schreckte Sie bspw. vor einem still stehenden Postschubkarren davon.

    Ich hoffe ihr könnt uns mit ein paar Denkanstößen helfen.

    Liebe Grüße
    Kai

    Hallo zusammen,

    wir haben seit kurzem leider auch das Problem, dass unsere 7-Monate-alte Hundedame vereinzelte Menschen anbellt. Dabei scheint es sich um eine Mischung aus Angst und pöbeln zu handeln.

    Wir sind nun auch dazu übergegangen sie kurz und hinter uns zu nehmen. Gehen dabei einen Schritt schneller an der Person vorbei (achten dabei nicht näher auf unsere Hundedame) und kommentieren dies auch gar nicht. Bisher hilft diese Methode ganz gut.

    @ Steffi E.: Eines würde mich jedoch noch interessieren: Im folgenden hattest du geschrieben:

    Hat er geknurrt weil der andere einfach nur in eine Tasche gegriffen hat, oder sich kurz bewegt hat, oder auch gar nichts gemacht hat, dann hab ich ihm mit: ist ok, bestätigt und wenn er dann nicht aufgehört hat, dann hab ich es unterbunden.

    Meine Frage nun: Wie sah dieses "unterbinden" aus?

    Gruß
    Kai

    Hallo zusammen,

    wir sind frischgebackene Eltern unserer Entlebucherdame Stella. Wir möchten Ihr in unserer Wohnung einen festen Platz zuweisen, auf den wir Sie bei bedarf auf Komando hinschicken können. Doch leider sind wir bisher daran gescheitert. Hat hier vielleicht jmd. eine Idee, wie wir hier am Besten vorgehen können?

    Hier ein paar Eckdaten: Stella ist eine Entlebucher Sennenhündin, am 10.03.10 gebohren, wir haben Sie seit 2 1/2 Wochen und besuchen die Welpenschule (bisher 2 Mal).

    Warum möchten wir Ihr einen festen Platz zuweisen, den Sie auf Komando einnimmt: Wir halten es für sinnvoll. Da Stella ein Hütehund ist, merken wir schon jetzt ihren Dickkopf und Ihren "Wachtrieb". Bspw. wenn es klingelt steht Sie an der Tür. Machen wir diese auf, rennt Sie in den Flur und bellt, wenn jmd kommt. Kennt Sie die Person, ist es ein Freundengebell. Aber wir haben Angst, dass das irgenwann einmal kippt. Dafür der "Hundeplatz". Wenn jmd. klingt und Sie Meldung macht, dass wir Sie "abhollen", auf Ihren Platz schicken und übernehmen.

    Wir haben dafür in unserem Schlafzimmer Ihre Schlafdecke vorgesehen. Nachts verbringt Sie auch einige Zeit darauf. Doch bekommen wir Sie nicht auf Befehl darauf. Auch wenn wir Sie darauf haben, springt sie sofort wieder runter, sobald wir uns davon wegbewegen.

    Zur bisherigen Vorgehensweise:
    Bisher haben wir Leckerchen auf der Decke gefüttert, Streicheleinheiten auf der Decke gegeben. Wenn Sie von selbst auf die Decke gegangen ist, das Komande "Decke" gegeben (so soll das Komando auch künftig lauten), wenn Sie runtergegangen ist, haben wir Sie wieder draufgesetzt und wieder "Decke" gesagt.
    Das versuchen wir nun schon seit dem Sie da ist. Ich vermute, sie versteht sogar, was wir von ist wollen. Denn Nachts macht Sie sich folgenden Spaß:
    Sie geht auf die Decke. Ich ins Bett. Kaum lege ich die Füße hoch, geht sie runter und legt sich wo anders hin. Ich gehe wieder zu ihr, locke sie zur decke, lobe usw. Kaum lege ich mich wieder hin, ist Sie wieder runter. Vermute, Sie hat nun gelernt, dass Sie Streicheleinheiten bekommt, wenn sie weggeht, wenn ich mich hinlege :o(

    So, hoffe das war ausführlich genug und freue mich auf eure Tippss ;o)

    Gruß
    Kai