Ich nehme mal an, sie hat sich mit Hundeernährung beschäftigt und nicht mit allen Tierarten ![]()
Aber ich fand deinen Beitrag jetzt eher zum Schmunzeln. Weil ich selbst ganz gerne mal so pingelig bin und mich freue, wenn das auch Andere können ![]()
Ich nehme mal an, sie hat sich mit Hundeernährung beschäftigt und nicht mit allen Tierarten ![]()
Aber ich fand deinen Beitrag jetzt eher zum Schmunzeln. Weil ich selbst ganz gerne mal so pingelig bin und mich freue, wenn das auch Andere können ![]()
Das sind dann wohl einfach die unterschiedlichen Ansichten ![]()
Aber prinzipiell mag ich das Forum ja auch dafür, dass an einigen Stellen extrem nachgebohrt wird :) Schließlich sind es allzu oft wirklich unbedarfte HH, die irgendwo was gelesen oder aufgeschnappt haben und völlig unangebracht und unreflektiert einsetzen.
Ich habe aber hier irgendwann begonnen nicht nur auf die "Fakten" zu achten, sondern auch darauf, ob da prinzipiell jemand hintersteckt, der sich umfangreich informiert, der andere Ansichten durchaus reflektiert und auf der Grundlage dann die Entscheidung getroffen hat. So lange ich den Eindruck habe, demjenigen geht es wirklich um den Hund und dem Hund geht es gut, beiße ich mir dann schon Mal auf die Zunge, auch wenn ich´s anders machen würde.
Das heißt nicht, dass ich nicht umfangreich meine Meinung äußere
Aber leben und leben lassen, nicht...
Und trotzdem bin ich gespannt auf weitere Contra-Argumente. Ich hätte ja vor gut einem Monat selbst noch in die Richtung tendiert. Und jeder, der unbedarft daran geht, soll ruhig erst Mal die Gegenseite kennen lernen und dem Ganzen skeptisch gegenüberstehen, statt voreilig solche Dinge falsch einzusetzen.
In dem Punkt, bin ich ja ganz bei euch.
Chaotenhaufen (welch passender Name in dem Fall
)
Sehr geil geschrieben, ich hab laut gelacht ![]()
ZitatOder wieso die "arbeitsnahe" Linie?
Wieso die arbeitsnahe Linie, ist noch Mal ein Endlos-Thema. Ich war jetzt genug im OT ![]()
Interessiert es dich wirklich?
Ich schicke dir gerne ne PN dazu.
Wenn es dich nicht wirklich interessiert, kann ich´s aber auch verstehen ![]()
ZitatStundenlang in eine Box sperren, oder aus reiner Bequemlichkeit der HH ist für mich ganz klare Tierquälerei, und da bin ich ziemlich engstirnig.
Da stimme ich dir ohne Einschränkung zu ![]()
Für das Wohl des HH sollte die Box ohnehin nie benutzt werden, immer zum Wohl des Hundes.
TeddyKa, ich habe ja selbst geschrieben, muss er nicht. Aber wenn es ihm gut damit geht, warum nicht?
Und den Kommentar mit den Kindern finde ich jetzt schon wieder etwas unangebracht, weil ich generell finde, dass derartige Vergleiche hinken. Auch wenn mein Hund mein Baby ist. Und wer hier schon Mal von mir gelesen hat, weiß das.
Zudem arbeite ich seit ich 14 bin selbst mit Kindern. Früher 4x die Woche. Dann ein Jahr lang Vollzeit mit einem Asperger-Autisten und weiteren verhaltensauffälligen Kindern. Und jetzt schon lange Babysitten (gerne mal 10 Stunden täglich, auch mal 3, 4 Kinder). Also bitte, nicht voreilige Schlüsse ziehen, dass es mir an Geduld mangelt
Denn die habe ich nur bei einem Menschen oder Tier zu wenig: Bei mir selbst.
Ja, ich sitze ständig rum. Habe ich auch kein Problem mit. Aber zwei Mal am Tag etwa suche ich ganz gezielt ein paar Kleinigkeiten, die ich abarbeite, eben weil er das lernen muss. Ich kann doch nicht mit 20 Wochen oder wann auf ein Mal anfangen und gleich riesen Sprünge machen. Ich mache es jetzt schon und eben kleinschrittig.
Knautschgesicht, nicht bös gemeint, aber das ist ein sehr umfangreiches Thema beim Aussie... Ich versuch´s mal kurz:
Der Aussie ist nicht DER Hütehund wie der Border zum Beispiel (mal kurz angemerkt, dass ich mich mit dem wiederum nicht gut auskenne). Der Aussie ist Hof- und Arbeitshund, also vielen Vertretern liegen durchaus andere Aufgaben mehr als das Hüten selbst.
Die wirklichen Arbeitslinien gibt es hier fast gar nicht mehr. Bei meiner Züchersuche wurde mir immer wieder berichtet, in Deutschland gäbe es einen, vielleicht zwei, die noch durchgehen. Wenn, dann müsste man nach Holland.
Ich habe eine arbeitslastige Linie. Das heißt in dem Fall, dass er definitiv eine Aufgabe braucht. Deswegen habe ich mich für diese Rasse entschieden. Auch weil ich da noch sehr offen bin. Seine Züchterin selbst hütet nicht. Ebenso wie die wenigsten anderen. Bzw. höchstens mal auf Seminaren. Die meisten machen Agility, Rettungshundearbeit oder ähnliches.
Ich möchte mir das Hüten mit dem Zwerg angucken, wenn er so weit ist. Ich fände es traumhaft, weil ich es eine wunderschöne Arbeit finde. Ich würde dafür auch oft und weit fahren, weil ich das NRW-typische Angebot, was ich in unserer direkten Umgebung kenne, eher mit einem bitteren Beigeschmack "Schafe als Sportgeräte" finde.
Aber: Die Wahrscheinlichkeit ist recht groß, dass er seine Bestimmung woanders findet. Ich werde viel mit ihm probieren. Nasenarbeit lieben sie oft. Viele auch Dummy. Longieren... Oder eben die "Standards" wie Frisbee, Agility oder Flyball.
So viel zu "kurz"
Aber ich hab´s versucht...
Und es heißt nicht, dass sie nicht runterkommen. Es heißt nur, dass es ihnen schwerer fällt, wenn man es ihnen nicht "gezeigt" hat. Viele, die sich unbedarft einen Aussie holen, deuten die Unruhe eben falsch und lassen sich täuschen von der hohen Auslastung, die leider immer noch propagiert wird an einigen Stellen (die es natürlich irgendwann braucht, aber nicht als Baby). Und dann wird früh zu viel gemacht. Der Zwerg will immer mehr und ist andersrum ständig in "Hab-Acht-Stellung".
Und dann kommt es zu dem Bild, was viele vom Aussie haben (was ich mir alles anhören musste, bevor er einzog
) "Die kläffen doch nur." "Die sind aggressiv." "Die können doch keine zwei Minuten stillsitzen."
Natürlich muss es nicht so kommen, aber die aktuellen Entwicklungen gehen eben viel zu oft in die Richtung.
Und weil ich das alles gar nicht so schön beschreiben kann und so wie so viel zu sehr im OT bin.
Hier der beste Artikel zum Thema: http://hundetraining.dreipage.de/aussies_68745836.html
Der wird eigentlich immer und überall empfohlen, wenn man sich verantwortungsbewusst mit der Rasse auseinandersetzt.
Musst du natürlich nicht lesen, aber falls du Interesse hast, wollte ich ihn mal anbringen :)
ZitatWas ist an dem Welpen, nur weil er einer bestimmten Rasse angehört, anders? Der Welpenwahnsinn ist wohl bei jeder Rasse normal und was soll das Spielzeug im Kennel. Auch das Rumschmeißen von Spielzeug ist bei allen Rassen normal, also verwahre ich es und nehme es hervor wenn ich mit dem Welpen aktiv spiele, sehe da die Problematik nicht?
Ich kann halt nur von dieser Rasse reden. Andere Welpen kenne ich nicht so gut.
Nur sagen mir halt die Hundebesitzer, die mir begegnen unterwegs immer wieder "Ach, wenn die müde sind, setzen die sich hin." oder "Wenn der nicht mehr will, geht der zurück." Solche Dinge.
Ich sage nicht, dass es nur der Aussie ist, ich kann aber nur vom Aussie sprechen, deswegen verallgemeiner ich nicht.
Und der Aussie macht genau das, was da erzählt wird, eben nicht.
Ich habe mich über ein Jahr intensiv informiert, bevor der Zwerg eingezogen ist. Es ist nicht nur mein Welpe, der so ist. Es ist da einfach normal.
Und er hat in seinen zwei Wochen ja schon sehr viel gelernt und in wenigen Wochen, wird das denke ich, bei uns kein wirkliches Thema mehr sein.
Ich sehe es ja auch überhaupt nicht als Problem. Ich wollte genau diese Rasse, ich wollte genau diesen Hund und ich habe ganz genau das gekriegt, was ich wollte, nur noch viel besser.
Mit dem Spielzeug ist eine ganz andere Sache. Der eine sagt, das gibt es nur gezielt. Der andere stellt es zur Verfügung.
Ich wollte erst Variante 1. Variante 2 hat sich als sinnvoller erwiesen hier. Wenn der Zwerg was zu tun braucht (Frauchen steht ja nicht permanent zur Verfügung), nimmt er sich sein Spieli. Hat er das nicht, gerät er schneller in Stress. Sein Kauspielzeug hilft ihm sehr gut und er hat es super angenommen. Also wo ist da jetzt schon wieder die Problematik?
Und mir geht es auch nicht um das Rumschmeißen als solches. Sondern, dass er, wenn er ein Mal anfängt sich immer mehr steigert. Ich habe es die ersten beiden Tage ja laufen lassen. Er wird wilder und wilder... Was weniger mich stört, als eben ihn selbst, der dann total abdreht.
Aber ich merke ja, dass das mit dem Ruhe lernen hier scheinbar nicht bekannt ist, geglaubt werden will oder sonst was ![]()
Im Aussie-Thread ist es eben eins der Standards.
Dem Hund hilft es, wenn er Grenzen hat (das heißt eben zum Beispiel Kauspielzeug = Kauen im Kennel. Anderes Spielzeug kriegt er von mir gezielt und auch außerhalb, aber das ist zum Kauen, nicht zum Ein-Mann-bzw.-Hund-Party feiern, wann immer es ihm passt). Hat er sie nicht, kommt er über Stunden nicht zum Ende.
Und ob er nun lernt "Das Spielzeug wird nicht geschmissen, aber ich kann mich damit beschäftigen" oder ich permanent daneben stehe und "nein" sage, wenn´s zu viel wird. Da fragt man sich wirklich, wo da jetzt wieder das Problem ist.
Andere Hunde kauen auf ihrer Decke, er im Kennel. Der ja wohlgemerkt OFFEN ist und in den er gerne und freiwillig geht.
Das passiert übrigens, wenn er "Beute macht" ![]()
http://www.youtube.com/user/MissTani88#p/a/u/0/10MIsqWwP7k
Also vielleicht glaubt man mir ja, dass es Rückzugsort ist in den er gerne geht und den er als Schutz sieht und wo er sein Spielzeug durchaus gerne und gut gesichert bei sich hat.
ZitatUnd wenn ich höre, daß ein Hund nicht ohne Box runterkommt, fragt man sich denn da nicht, ob man diesem Hund gerecht wird? Es muß doch einen Grund geben, daß ein Hund hochdreht und nicht mehr runterkommt. Arbeitseifer?
Falls du jetzt mich meinst: Er kommt wie gesagt ohne Box runter. Sein normales Stresslevel baut er sehr gut selbst ab (mittlerweile). Habe ich ja im letzten Post noch Mal beschrieben, deswegen jetzt nicht noch Mal...
Arbeitseifer ist es jedenfalls nicht. Denn er wird für sein Alter definitiv ausreichend "ausgelastet", wenn man es so nennen will ![]()
Es ist eben nun ein Mal Fakt, dass Vertreter gewisser Rassen häufiger jemanden brauchen, der ihnen mal sagt, dass sie jetzt Pause haben, weil sie es von alleine nicht machen.
Ich weiß nicht, was der Zwerg draußen machen würde. Sicher würde er irgendwann schlafen. Aber er braucht dafür eben länger. Ich schilder dazu mal ein Beispiel von letzter Woche.
Ich war mit dem Knirps und meiner Mama spazieren. Meine Mama suchte die Strecke aus, ich kannte sie nicht. Die nächste Brücke über den Bach zurück war weiter weg als gedacht. Es wurde eine deutlich zu große Runde. Ich habe ihn zwischendurch getragen, wegen der Knochen usw. Aber er wurde immer aufgedrehter. An Tagen, wo es nix gibt, schläft er durch. Normale Runden, er kommt nach Hause und schläft. Und dann hatten wir diese große Runde mit vielen Eindrücken und der Hund dreht absolut hoch. Springt nur noch in die Leine, rennt im Kreis, jagt den Schwanz, beißt in Leine und Hosenbeine, was er sonst nicht macht. Zieht ohne Ende, bellt, jammert. Das volle Programm, Übersprung usw.
Was sagen die Leute, die mir entgegen kommen? "Ja, der ist noch jung, da spielen die noch wild"
Was sagt mein Papa zu Hause? "Ja, kein Wunder, dann hast du den wieder nicht richtig toben lassen" (mein Papa würde den auch schon Stunden lang durch die Felder jagen mit seinen paar Wochen)
Zu Hause hat er noch ca. eine halbe Stunde geheult, geweint etc. Hat wieder angefangen mich zu beknabbern usw.
In solchen Situationen würde ich ihn aber niemals in die Box packen. Bzw. wird es das auch nicht wieder geben, wenn ich es irgendwie vermeiden kann. Ich hab mich hingesetzt, ihm verboten mich "anzuspielen" und sonst ignoriert. Da kam er dann auch wieder runter. Nach einem normalen Spaziergang dauert das aber höchstens 5 Minuten.
ZitatUnd was genau ist denn hochdrehen?
Ich habe 9 große Hunde in verschiedenen Altersklassen, die auch toben und rennen wie die Irren, die Ohren dabei abgeschaltet. Ich nenne das Energieabbau oder reine Lebensfreude. Ist DAS Hochdrehen?
Nein, wie oben beschrieben, meine ich DAS nicht. Ich meine offensichtlichen Stress.
Rennen und toben soll er so viel er will. Er gehorcht auch nicht immer, natürlich nicht, er ist ein Baby.
Ich meine Ausnahmezustände mit Jammern, mit Übersprungshandlungen wie Pfoten annagen, Schwänzchen beißen etc. ohne Unterlass. Und bevor da jetzt was reininterpretiert wird: Mein Hund hat nicht sonst irgendwelche Schäden, weil er das macht. Das macht er eben in genau diesen Situationen, die ich aber immer besser einschätzen und verhindern kann. Und wenn man hier im Forum mal fragt, kennen das genug andere Aussie-Halter ganz genau so. Von anderen Rassen kann ich schlicht weniger sprechen.
ZitatUnd wenn ich aufs Klo gehe, mache ich entweder die Tür zu oder der eine oder andere Hund kommt eben mit
Darüber bin ich mir aber vorher klargeworden. Wenn ich vorher schon weiß, daß eine Rasse/Linie zum Begleiten neigt, wieso muß es dann so ein Hund sein, wenn ich das nicht möchte?
Mein Zwerg ist vom ersten Tag an nicht mit auf Klo gegangen. Nur sitzt er dann eben gestresst davor.
Und nein, das ist nicht so wie diese Rasse sein MUSS. Kein einziger Aussie-Halter hier im Forum wird 24 Stunden am Tag von seinem Hund begleitet. Ich wollte einen Hund, der überall hin mitgeht, ja. Das soll er auch. ABER er hält es schlichtweg nicht durch den ganzen Tag jeden Schritt zu verfolgen. Dann schnappt der irgendwann über. Genau daher kommen die vielen negativ Beispiele dieser Rasse, weil eben das oft nicht beachtet wird: Dass sie das erst lernen müssen.
Da drehst du jetzt grad schlichtweg die Worte um. Ein Hund, der alles mitmacht, ist nicht gleichzeitig ein Hund, der jeden Schritt verfolgen muss. Das hält egal welcher Hund nicht durch oder steigert sich in eine Aufgabe rein, die nicht seine ist und ihm nicht gut tut (wie viele, viele Beispiele zeigen).
Bootsfrau:
Ist ja kein Problem, ich schreibe auch gerne etwas wirr ![]()
Ich meine es ja auch nicht "böse". Ich versteh nur nicht ganz, warum manchmal nicht andere Methoden akzeptiert werden können, wenn da beteuert wird, dass es dem Hund damit gut geht und es eben Ausmaße hat, die vertretbar sind. Es muss ja nicht alles immer und überall gleich gehandhabt werden. Deswegen finde ich es aber nicht besser oder schlechter?
Die ersten paar Tage hat er hier schon gelernt, von alleine zur Ruhe zu kommen. Zwei Tage lang hat er gut 3 bis 4 Stunden gebraucht, bis er sich auch nur hingelegt hat.
Ich hätte ihm das mit der Box leichter machen können. Aber er war die ersten Tage hier unsicher (obwohl ich ihn oft bei seiner Züchterin besucht hab und er dort sehr sicher und taff war, kam wohl durch die Umstellung). Deswegen war er sehr auf Körperkontakt angewiesen und ich hätte niemals riskiert seine Unsicherheit zu verstärken, indem ich ihn von mir weg schicke.
Die ersten Tage habe ich mich aber auch dazu gesetzt und ihm alle Zeit der Welt gegeben.
Andersrum ist diese ständige Aufmerksamkeit (obwohl ich ihn oft ignoriert habe und z.B. am Laptop gearbeitet habe, aber ich war irgendwie immer "greifbar", da nicht offensichtlich anders beschäftigt) ihm total zu Kopf gestiegen. Er ist erst Mal so hochgedreht, dass ich total zerkratzt war und er unglaublich gestresst. Ich habe dann aber eben sehr schnell die Notbremse gezogen und verstärkt mit dem Alltag weiter gemacht (nach dem 2. Tag).
Ab da hatte er es schnell verstanden und es ging schnell, dass er eben auch mal zur Ruhe fand. Die Beißhemmung klappte super und er war eben nicht mehr so gestresst. Andersrum kannte ich jetzt aber auch sehr gut meinen Hund, wie er ist, wenn er gestresst ist. Seit dem sehe ich es sehr schnell, wenn er kippt.
Und das kommt halt eigentlich nicht mehr vor. Außer eben: Ich verlasse den Raum (natürlich bewusst, mit Zimmertüre schließen, ohne schließen, zu Übungszwecken, aber eben auch, weil es noch andere Dinge zu tun gibt, als den Hund).
Das habe ich nach einer Woche ca. bewusst begonnen. Und in dem Zusammenhang habe ich gesehen, dass er dabei sehr schnell wieder kippt. Er steht absolut unter Spannung. Er glaubt, mir folgen zu müssen. Mit Befehl kann ich ihn wie gesagt auf dem Platz halten, aber er ist wahnsinnig gestresst. Deswegen benutze ich in diesen Momenten die Box.
Für´s Boxtraining heißt es zusammengefasst: Sie steht immer hier, wird dauernd von ihm angenommen, selten schicke ich ihn dort rein. Immer offen.
Außer eben alle paar Tage mal, wo ich merke, er hat einen Tag, wo er sich selbst nicht raus nehmen kann aus irgendwelchen Gründen und sich nicht hinschicken lässt. Dann mache ich das Türchen zu. Und er legt sich ohne Umschweife hin und schläft.
Denn das sind Momente, in denen er schon total über den Punkt ist, weil er selbst das Ende nicht gefunden hat. Dann ist er dankbar, dass er jetzt nicht mehr folgen "muss" und schläft tief und fest ein.
Nach wenigen Minuten mache ich wieder auf, aber er hat die Kurve dann gekriegt und der Druck ist raus.
Nicht mehr und nicht weniger. Ich sehe absolut nicht, wo da die Tragödie ist, die teilweise draus gemacht wird.
Meinem Hund jedenfalls hilt diese Box. Auch wenn ich vorher skeptisch war.
Noch zu deinen Fragen:
Nein, er ist natürlich noch nicht alleine. Außer eben diese alltäglichen 1-2 Minuten-Gänge innerhalb der Wohnung, die ich gleichzeitig zum Allein-Bleiben-Üben nutze.
Auch hier im Forum liest man im Zusammenhang mit dem Aussie sehr oft von den Boxen. Seine Züchterin und viele andere Züchterinnen (und ich habe viele Kontakte aufgenommen) arbeiten alle mit Boxen und empfehlen sie auch weiter.
Meine Züchterin sagte mir zudem, als ich von dem Aussie einer Freundin erzählte, ich sollte nicht davon ausgehen, dass das Ruhe-Thema so schnell sitzt wie bei deren Aussie. Weil meiner eben aus einer recht arbeitsnahen Linie stammt.
Und ihre Hunde sind alle sehr ausgeglichen und leben nicht in Boxen
Sie ist definitiv sehr kompetent und anerkannt, also sie weiß schon, wovon sie redet.
Nur wegen dieser immer wieder gehörten Hinweise, habe ich mir eben die Box geliehen.
Und unabhängig von Rasse und Linie und sonst was habe ich mir ja letztendlich mein eigenes Bild gemacht. Nicht "Hund rein" und gut. Sondern sehr individuell und nach Beobachtung.
Und sie hat sich - trotz Skepsis - als sehr nützlich erwiesen. Vermutlich hätte man es auch ohne hingekriegt, klar. Irgendwie geht´s immer. Aber ich weiß, dass ich dem Zwerg schon Stress damit ersparen konnte und bin happy drüber.
So, also ich will hier keinen zum Boxen-Fan machen. Mir geht es, wie so oft hier, nur um etwas mehr Toleranz ![]()
Auch wenn es mir natürlich klar ist, dass es hier ja um eine Pro-Contra-Diskussion geht.
Nur diesen "Tierquäler-Beigeschmack" mag ich eben nicht, wenn der Einzelfall nicht betrachtet wird.
Ich verstehe nur nicht, warum die Box generell ein Problem sein soll? Wenn der Hund sie doch annimmt und sich sofort hinlegt und schläft, erleichtert, dass er aus seiner "Aufgabe" entlassen ist.
Klar, kann ich ihn mit Worten auf seinem Platz halten, ja. Er will hören und das macht er auch. Aber ich sehe doch, dass er unter Strom ist. Ständig sprungbereit und abwartend, wann er wieder "im Einsatz" ist.
Wenn es dem Hund gut tut, ist es doch, nur weil es eine andere Methode ist, nicht schlecht?
Noch Mal: So lange nicht weggesperrt wird, sondern gezielt und minutenweise in Ausnahmesituationen (heißt für mich bei weitem nicht täglich) eingesetzt wird.
Meine Box ist geliehen. Als Rückzugsort werde ich ihm irgendwann eine eigene zulegen, wenn er sie weiter so gerne nutzt. Als "Erziehungsmittel" (wobei es mir hier wie gesagt nicht um Erziehung, sondern das Wohl, die Entspannung des Hundes geht) war sie demnach für wenige Wochen bis Monate geplant. Kein Verwahrungsort ein Hundelebenlang.
Und hier, damit es nicht ganz so ernst ist
mal mein Zwerg jetzt im Moment, wie er verkrampft lauernd in Habacht-Stellung ist:
Also zum Einen: Nein, mein Hund hat keinen Schaden, weil er mir hinterherrennt. Er kann durchaus entspannen, wie man sieht. Auch ohne Box.
Aber zum Anderen: Warum soll ich ihm das nicht auch ermöglichen, wenn ich weiß, er ist grad total müde und nimmt sich die Ruhe schlichtweg alleine nicht, wenn ich hier mit Kramerei beschäftigt bin und in der Wohnung auf und ab laufe.
Es ist noch eine Frage von Tagen bis Wochen, bis er immer mehr alleine bleiben kann. Und demnach nicht mehr hinterher rennen wird. Aber bis dahin muss ich ihn doch nicht belasten. Und genau das ist es dann für ihn. Er ist ein Baby und soll sich die Ruhe nehmen, die er braucht - was er alleine eben nicht kann (und ja, da komme ich dann eben wieder zum Aussie - und sicher auch ein paar anderen Hunden/ Rassen).
Bootsfrau, ich schreib bezüglich deines Posts sofort. Hab grad nen Anruf.
ZitatPass mit deinen Wünschen auf. Etwas was Anfangs noch nützlich und Süß erscheint, kann schnell zum Hobby für den Hund werden.
Genau das war auch mein Gedanke ![]()
Klar, die ersten Monate bestimmt der Hund noch mehr mit. Aber irgendwann möchte dann doch ich bestimmen, wann´s raus geht und nicht er
Wenn, dann würde ich mir was anderes überlegen, was sich leichter ausschleichen lässt. Aber müsst ihr natürlich selbst wissen :)
Ich merke meinem Zwerg das an, wenn er raus muss. Ja, er winselt auch mal, wenn er nicht muss. Ja, er wird auch mal unruhig, wenn er nicht muss. Ja, er geht auch mal zur Türe, wenn er nicht muss. Aber irgendwie merke ich es schon. Er ist dann einfach anders...
Wenn euer Knirps sich wirklich nicht meldet, würde ich einfach das Verhalten bestätigen, wenn er es macht. Alles andere wäre mir persönlich, wie gesagt, zu langfristig und nervig auf Dauer.