Keine Ahnung, ob Cala ein "Seelenhund", "Herzenshund" oder etwas vergleichbares ist.
ICH brauche solche Nomenklatur für mich und meinen Hund nicht. Ich muss unsere Beziehung nicht kategorisieren und (für mich) banalisieren, indem ich sie in ein beliebiges Wort presse.
All diese Ausdrücke mögen eine besondere, tiefe, innige Beziehung zu einem anderen artfremden Lebewesen ausdrücken - meiner Beziehung zu Cala würde in meinen Augen keiner dieser Begriffe gerecht werden, eben weil es irgendwie auch so einengt, seine Beziehungsintensität mit Schlagwörtern zu messen.
Kein Text könnte dem gerecht werden, was Cala für mich ist, aber ich versuche es mal zu beschreiben:
Mein Hund ist mein ein und alles. Wenn ich sie anschaue, weiß ich wie es ihr geht, was sie gerade vorhat.
Sie kennt mich ebenso, vermutlich aber sogar viel viel besser. Sie kann mich einschätzen, sie weiß mich zu nehmen, sie kennt meine Schwächen. Sie manipuliert mich oft, aber das ist ok. Ich manipuliere schließlich viele Bereiche ihres Lebens ebenso.
In den letzten 5 Jahren sind wir zusammengewachsen, untrennbar, kein Blatt passt zwischen uns.
Ich würde versagen, sollte ich beschreiben was es für ein Glück ist, mit Cala sein zu dürfen - was es für ein Glück ist, wenn sie sich nachts an mein Bein presst, wenn ihre Augen leuchten, weil sie dabei ist etwas neu zu erlernen, wenn sie für mich unerreichbare Gerüche inhaliert, wenn sie einfach neben mir schläft.
Ich würde auch versagen, sollte ich die Angst beschreiben, die in mir hochkriecht wenn ich daran denke, sie jemals gehen lassen zu müssen.
Ob Cala nun also ein "Seelenhund", "Herzenshund" oder ähnliches ist: Unwichtig.
Wichtig ist, dass unsere Beziehung einzigartig ist. Dass es nie wieder eine vergleichbare Beziehung zu einem Hund geben wird, aber vermutlich trotzdem noch andere.