Beiträge von lilactime

    Mir gefallen die portugiesischen Wasserhunde sehr, da ich aber noch nie alleine einen Hund aufgezogen/erzogen habe wurde ich etwas zurueckhaltend, da diese wohl sehr stur sein sollen?

    Natürlich kommt es da sehr auf das Individuum an, aber im Prinzip kann ich das bestätigen: Portugiesen sind stur.
    Eine Zuchthündin, die ich kenne, sogar in so epischem Ausmaß, dass man es wirklich nur noch mit Humor nehmen kann.
    Sie ist ein toller Hund, keine Frage, aber "Sturheit" ist wirklich eines ihrer hervorstechendsten Charaktermerkmale.
    Die anderen Wasserhunde hier (haben ein Nest im Ort mit 5 PWDs) sind schon kooperativer - aber auch nicht unbedingt das, was man unter einem komplett leichtführigen Hund versteht.

    Vom Temperament her lieber ruhiger und nicht ein "Klaeffer" der staendig und immer und alles anbellt.

    Ruhig sind Porties definitiv nicht - immer auf den Hinterbeinen unterwegs, wuselig, neugierig....ich würde sie als sehr temperamentvoll beschreiben.
    Bellfreudigkeit kommt durchaus auch vor.

    Ein ausgesprochener Jagdtrieb auch lieber nicht.

    Alle Portugiesen, die ich kenne, haben einen mehr oder weniger stark ausgeprägten Jagdtrieb, auch wenn das züchterisch nicht erwünscht ist.

    Der leichte Ruck an der leine ist keine Erziehung sondern ein Mittel zum Zweck die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken, wenn man es mit herkömmlichen Mitteln (Ansprechen, Pfeiffen, was auch immer) nicht bekommt

    Es gibt deutlich elegantere Wege, die Aufmerksamkeit des Hundes auf sich zu lenken - wenn es auch vielleicht Zeit und "Arbeit" benötigt, um diese Wege zum einen aufzubauen und zum anderen zu festigen.
    Man sollte halt nur bereit sein, entsprechende Möglichkeiten (zB eine gut sitzende Umorientierung auf Ansprache oder Pfiff) in Betracht zu ziehen. Ich wüßte nicht, warum das weniger effektiv sein sollte, als ein Leinenruck.
    Ein Ruck ist schnell getan - für mich persönlich käme er nicht infrage, solange es doch weniger körperlich manipulative Möglichkeiten gibt, seinen Hund auf sich aufmerksam zu machen.

    Das komplette geriatrische Profil ist nun auch da: Alles in bester Ordnung! :smile:

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    Ich muss mich erstmal ordnen...heute habe ich in einer Stunde mehr Input zum Thema CNM bekommen als in all den Monaten vorher.

    Zuerst telefonierte ich (endlich!) mit einer Neurologin der Münchner Uniklinik.
    Sie hörte sich Calas Symptomatik an und ließ sich die Diagnose und etwas von der Diagnostik durchsagen.
    Sie meinte, einer Zweitmeinung stehe nichts im Wege - zumal der Verlauf der Erkrankung auch ungewöhnlich klinge (!).
    Ich schicke nun sämtliche Unterlagen und ein neues Gangbild-Video nach München - außerdem habe ich veranlasst, dass Calas Muskelproben dorthin geschickt werden, wo eine erneute Untersuchung derselben stattfinden wird.

    Ebenfalls telefonierte ich mit dem Professor, der Calas Muskelbiopsie untersucht hat. Es war ein langes Telefonat.
    Er ermutigte mich, die Zweitmeinung einzuholen, obwohl er (nach meiner Nachfrage) auch meinte, dass aus seiner Sicht die Diagnose recht sicher sei.
    Endlich hatte ich mal den Eindruck, jemanden "gefunden" zu haben, der sich mit dem Thema wirklich beschäftigt hat und sich dementsprechend auskennt.
    Auf Einzelheiten möchte ich hier lieber nicht eingehen, wer möchte, darf mir aber gerne eine PN schreiben. :smile:

    Was ich nun aber sicher weiß, ist:

    - Fälle, in denen die Myopathie erst nach einigen Jahren ausbricht, sind keine Seltenheit
    - der Gentest, der bei Cala auf CNM gemacht wurde (und der ja negativ war) ist nicht besonders aussagekräftig...dafür gibt es zu viele verschiedene Formen der Labrador Myopathie

    Die Zweitmeinung aus München wird nun mein letzter Versuch sein, etwas in dieser Richtung zu unternehmen.
    Ich hätte einfach keine Ruhe gefunden, wenn ich nun nicht doch noch nach diesem Strohhalm gegriffen hätte.
    Mir wurde gleich gesagt: Da die Krankheit sich verschlechtert, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie doch behandelbar ist, recht gering - selbst wenn es nun KEINE Labrador Myopathie sein sollte.

    Naja, das ist auf jeden Fall der neueste Stand der Dinge.

    Da es hier gestern TK Seelachs gab, kann ich dir das ganz aktuell beantworten^^
    Finis Kot riecht danach nicht fischig. Meine Nase ist zwar ziemlich zu, aber auch früher ist mir das nie aufgefallen.

    Danke für die Antwort!

    Hm...woran könnte es dann liegen? Schlechtere Verwertbarkeit?

    Das:

    Das hängt mit der Qualität des Fisches zusammen. ;)
    Je traniger der Fisch, desto fischiger der Output.

    ....glaube ich eigentlich nicht.
    Ist ja kein Zuchtlachs.

    Wenn du weißt, dass es gerade eh nichts bringt, würde ich in dem Moment auf Leinenführigkeit verzichten.
    Es gibt die (wie ich finde sehr gute) Möglichkeit, eine Unterscheidung zwischen Geschirr (es darf ausnahmsweise gezogen werden) und HB (Leinenführigkeit!) einzuführen.
    So kann man am HB konsequent an der Führigkeit arbeiten und am Geschirr, eventuell mit einem Hörzeichen versehen, mal ein Auge zudrücken.

    Zurück zum kochen - denn dafür ist dieser Thread da!

    Ich finde, Links und Infos zu aktuellen Erkenntnissen und Trends der Hundeernährung gehören hier unbedingt rein!

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    Hier wird es noch geben:

    Putenbrust und Light-Mozzarella

    Hirse

    Pastinake, Petersilienwurzel, Gurke, 1/2 geriebener Apfel

    Gänsefett, Kokosflocken, Salz, Knochenmehl, Arganöl, (Vitamine)

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    Komische Frage:

    Frisst mein Hund Seelachs, riecht der Kot EXTREM nach Fisch. Bei keinem anderen Nahrungsmittel konnte ich das bis jetzt beobachten - und wir haben schon so einiges durch...
    Kennt ihr das? :???:

    Zwei gute, eine mittelmäßige Nachricht:

    - Calas Organwerte sind trotz Schmerzmittelgabe top! (Leukos waren leicht erhöht, sie hat aber kein Fieber, ich denke deshalb, dass es an ihrem leicht geröteten Ohr liegen könnte)
    Ich bin verdammt erleichtert, dass sich organisch keine neue Baustelle aufgetan hat. Auf das gesamte geriatrische Profil warte ich noch.

    - Unsere Physiotherapeutin war gestern das erste Mal seit längerer Zeit wieder da und war begeistert über Calas Bemuskelungszustand. Naja, so begeistert, wie man da halt sein kann: Aus ihrer Sicht hat Cala nicht mehr abgebaut, eventuell an der Hinterhand sogar wieder ein klein bißchen zugelegt. :smile:

    - Anfang der Woche habe ich mit der Uniklinik München telefoniert und um einen Rückruf bezüglich der CNM gebeten. Zwischendurch habe ich dort nochmal erinnert, aber bis jetzt hat sich die zuständige Neurologin nicht gemeldet. :/

    Nein, du kannst beides clickern. Manchmal hilft es auch immer wieder zu clickern, solange bis der Hund es schafft sich abzuwenden. Dafür wird dann auch nochmal geclickt und dann kommt die Belohnung.

    Ok, da nutzt sich also nichts ab... :gut:
    Ich hatte die Bedenken, dass, wenn man zu oft "ins Leere" clickt, sich die Bedeutung des Clickers verwaschen könnte. Aber man clickt ja nicht ins Leere, der Hund registriert den Click ja...

    lilactime Ich finde ihr seit auf einem guten Weg

    Danke! Das denke ich im Moment auch! :smile:

    Die Frage ist halt, inwiefern ein "Schmerzpatient", der nicht/noch nicht vollständig austherapiert ist bzw. generell im Falle einer chronischen Erkrankung, das Recht hat zu sagen "Du, ich mag dich nicht, bleib weg". Verstehst du was ich meine?

    Ja, das ist ein berechtigter Einwand!
    Dieses Recht möchte ich Cala zugestehen! Ich weiß, dass es nie wieder problemlos sein wird mit anderen Hunden. Das ist auch gar nicht mein Ziel. Ich möchte nur Stress nehmen, jedenfalls so viel wie möglich.


    Wenn ihr schon bei der Umorientierung und Alternativverhalten seid, dann würde ich wirklich nur noch dann in den Blick zum anderen Hund reinclicken, wenn Du merkst, dass sie sich nicht von allein lösen kann.

    Das war bis jetzt noch nicht nötig, das Abwenden funktioniert tadellos.
    Sobald ich aber merken sollte, dass die Umorientierung zu schwierig ist, werde ich mal reinclicken.


    Behavior can not be unlearned-this was demonstrated with the subject of extinction and the problems that arise when used. And the literature is very clear. It does not get unlearned nor forgotten. Paired with the right stimulus at the right intensity in the right enviroment it can very well come back.

    Das Prinzip der Extinktion ist mir bekannt. Erlerntes wird "überschrieben" durch ausbleibende Konsequenzen, oder?
    Das Verhalten köchelt aber unter der Oberfläche weiter und kann - im Rahmen verschiedener Faktoren, die zusammenkommen müssten - wieder "ausbrechen"?

    Gut, da ich nunmal ein Verhalten habe (Fremdhunde=Scheiße=Terz machen) kann ich nur versuchen, so gut es geht zu überschreiben.

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    Wir haben gute Fortschritte gemacht!
    Ich habe den Eindruck, Cala geht inzwischen schon um einiges entspannter in Fremdhundbegegnungen.
    Wir hatten 3-4 Situationen, die perfekt liefen. Click an der richtigen Stelle, saubere Umorientierung, weg vom Feind im Fuß. Diese wenigen Situationen scheinen einen starken Eindruck auf Cala gemacht zu haben.

    Noch bin ich zwar etwas konfus bei meiner Selbstorganisation (Clicken, Alternativverhalten, Ausschau nach anderem Hund, Cala versuchen zu lesen) - aber das wird immer besser! :gut: