Beiträge von lilactime

    Freut mich, dass es Cala so gut geht.

    Klasse, dass es grade so gut geht - wahrscheinlich bist du so gut drauf, dass Cala gleich viel besser läuft


    Cala ist ein Empathiewunder, die bemerkt meine Euphorie bestimmt! ;)

    Weiterhin geht es ihr wirklich super - zweimal allerdings sind wir in den letzten Tagen an ihre Grenzen gestoßen (denn die sind nunmal leider doch da).
    Die absolute Obergrenze liegt bei etwa 13 Minuten, wenn Cala dauertrabt und zudem auf unwegsamem Gelände unterwegs ist.
    Man merkt, dass sie auf Aspahlt länger laufen kann, als auf unebenen Wiesen. Wiesen strengen sie an.

    Sonst gibt es aber nichts zu meckern. Sie ist einfach gut drauf!!! :smile:


    Hab nun auch beide Videos gesehen und muss sagen, nach dem ersten hätte ich nie gedacht, dass Cala ein kranker Hund ist.Sie trabt voller Motivation und schaut auch interessiert durch die Welt.

    Ja, so ist es auch - 10 Minuten lang könnte man denken, alles sei in bester Ordnung. Dann sind die 10 Minuten um und man denkt, sie sei mindestens 16 Jahre alt.


    Das zweite Video ist auch noch besser, als ich es mir persönlich vorgestellt hätte, aber natürlich eine klare Verschlechterung zum ersten Video.

    Mich erinnert Cala in diesem Video an Eliot, an Tagen, an denen ihn die Arthrose stärker plagt. Er fängt sich dann, wenn er sich eingelaufen hat.

    Das Video zeigt leider auch noch nicht ihre schlechtesten Zustände. Aber von denen sind wir zum Glück gerade weit entfernt. :smile:


    Sie wirkt da so desinteressiert.

    Ja, und das macht mir fast noch mehr Sorgen als das schlechte Laufen.
    Ich denke mir immer, dass etwas wirklich massiv nicht in Ordnung sein muss, wenn Cala das Interesse an ihrer Umwelt verliert.

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    Der Kong ist festes Ritual - auf den besteht Cala täglich.

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    Der Osterhase in bevorzugter Form...

    Cala, 6,5 Jahre alt, 24 Kilo - läuft seit etwa einem Jahr aus Krankheitsgründen nur noch zwischen 30 und 40 Minuten täglich.
    Finde sie dafür noch recht gut bemuskelt. Was sagt ihr (soweit man das erkennen kann)?

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    Ja, es gibt auf und ab, schwankt auch teilweise innerhalb kurzer Zeit.

    Da würde ich für mich noch mal schauen, ob es eine Alternative gibt.
    Die Wahl des Medikamentes ist echt wahnsinnig entscheidend.


    Ok, dass ist gut zu wissen!
    Ich habe zum Beispiel den Eindruck, dass sie spät abends, etwa zwei Stunden nach Einnahme des Mittels, am besten läuft.
    Am schlechtesten ist es, wie schon gesagt, zur Mittagszeit.

    Wenn München sich meldet, werde ich die Schmerzmittelthematik besprechen, danke für den Tipp! :smile:


    Aktuell kann ich die Videos leider nicht aufrufen. Probiere es nachher mal nochmal.

    Das wäre toll - manchmal sieht man ja selber den Wald vor lauter Bäumen nicht.
    Meinungen zu dem Video würden mich sehr interessieren!


    Dieser Hoffnungsschimmer ist klasse und ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass Cala vielleicht wirklich etwas ganz anderes fehlt und ihr ihr helfen könnt.

    Ich kämpfe immer noch mit der Tendenz, alle Zweifel zu verwerfen und mir einzureden, dass es sicher behandelbar ist und wir noch viele Jahre haben werden.
    Es ist so verlockend, sich da einfach mitreißen zu lassen!

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    Pünktlich zu den Osterfeiertagen geht es Cala hervorragend!
    Wir laufen deutlich mehr Strecke und sie ist einfach gut drauf! :smile:

    Frohe Ostern euch! :smile:

    Danke für eure Einschätzung!


    Außerdem scharrt sie nicht, markiert aber trotzdem.

    Stimmt, jetzt wo du es sagst...
    Normalerweise scharrt sie sehr nachdrücklich nach jedem Markieren, vielleicht fehlt in dem Fall einfach die Kraft...


    Nur Cala wirkt eher...wie ein deutlich älterer Hund?

    Ja, das ist es. Sie wirkt wie 12...und sie wirkt wirklich müde.

    Seltsam ist wirklich: Das Video entstand gestern mittag, vier Stunden später (beim nächsten Gassigang) war es ein komplett anderes Bild!
    Da liefen wir in derselben Zeit die dreifache Strecke und sie zeigte sich aktiv, scharrte voller Kraft, war wach und einfach gut drauf.
    Ob vielleicht die Wirkung des Schmerzmittels irgendwelche Einbrüche im Tagesverlauf hat? Kann das sein?
    Wobei ich da immer eher Erschöpfung sehe, weniger Schmerz.

    Ganz laienhaft frage ich mich auch immer: Wenn doch die Ausdauermuskulatur angeblich zerstört wird, WARUM dann diese Schwankungen?
    Dann dürfte es doch zwischendurch auch nicht wieder besser werden??


    Auch an der Rutenhaltung merkt man das es Ihr nicht so gut zu gehen scheint.

    Jepp, das ist ein eindeutiges Signal.
    Geht es ihr gut, schwingt die Rute so auf Rückenhöhe, bzw auch darüber, wenn sie sich mal wieder über irgendetwas aufregt. ;)


    Wobei ich finde das sie zum Ende des Videos auch etwas schwammig in der Bewegung wird.

    Sie kann zum Ende hin auch einfach nicht mehr. Ich merke das genau. Sie schleppt sich dann dahin und wenn sie doch mal trabt, wirkt es angestrengt und ohne diesen besagten "Schub" - ich weiß nicht, wie ich es anders nennen soll.

    So habe ich gedacht und mich an einen Strohhalm geklammert, als Quebec damals in der Klinik lag, die Ärzte mir einen kleinen Hoffnungsschimmer ließen. Bei meinem Jungen hatte es nicht sein sollen.

    Das tut mir sehr leid.
    Unter diesen Umständen verstehe ich deine Bedenken noch mehr.


    Darum hoffe ich für dich, für euch, wünsche von Herzen, daß der Strohhalm zum Balken wird, zum Haus mit Garten und es nur noch Sonnenschein gibt.

    Der Konsens mit mir selbst ist nun, dass ich einfach erstmal zur Miete einziehe.
    Jederzeit kündbar. Mit Option auf Sonnenschein, wenn es denn so sein soll. :smile:
    Ein schönes Bild...

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    Hier nun ein (schlechtes) Video von einem relativ schlechten Gassigang in voller Länge.
    Mir fällt auf, dass einfach der "Schub" fehlt. Cala schleicht phasenweise dahin und wirkt kraftlos. Hat sie eine kleine Aufgabe, ist sie sofort voll dabei, aber generell würde ich den Gang eher als schlecht bis mittelmäßig einordnen.
    Das Video ist von heute mittag - pünktlich zu ihrem seltsamen Mittagstief.
    Leider hat die Qualität beim Hochladen gelitten.

    Man muss dazu einfach noch wissen, dass Cala so gut wie immer trabt, wenn es ihr gut geht.

    https://drive.google.com/file/d/0B1Fnd6…zU2RGlmRm8/view

    Hast du auch ein Video, wo man sieht, wie es ihr schlecht geht, zB wenn der Spaziergang zu lange dauert und sie nicht mehr weiter kann? Eventuell kann er daran auch was erkennen, welche Muskelgruppen zuerst schwächeln, oder ob irgendwelche Taktfehler oder Koordinationsprobleme auftreten?

    Ich versuche ja immer mehr oder weniger geschickt zu vermeiden, dass es überhaupt soweit kommt, dass es ihr merklich schlecht geht.
    Aber ein Video davon zu machen wäre sicherlich sinnvoll, das stimmt!
    Werde die Kamera nun öfter mitführen - nur immer, wenn ich ein Gangbildvideo mache, hat Cala "nen guten Tag". ;)

    Das Video zeigt sie in mittelmäßiger Kondition. So, wie darauf zu sehen, ist es im Moment meistens.
    Es geht also sogar noch besser - aber auch eindeutig schlechter.


    Ich hätts mir vieeel schlimmer vorgestellt, als auf dem Video zu sehen.Beim Traben fällt mir gar nicht grossartig auf, dass was nicht stimmt.
    Im Schritt läuft sie vielleicht etwas staksiger, bei 4:30 rum dachte ich kurz, dass es für sie anstrengender wird, aber so im grossen und ganzen hab ich im Alltag schon viele Hunde gesehen, die so liefen.
    Sie scharrt bis zum Schluss recht kraftvoll und ich finde, dass sie nach wie vor ganz gut bemuskelt ist, für den wenigen Auslauf, den sie noch hat.


    Ich kann mir das Video gerade nicht nochmal angucken, aber wenn ich mich recht erinnere, fiel mir schon auf, dass es mit der Zeit anstrengender für sie wird.
    Das stimmt definitiv!
    Sie startet meist voller Elan in den Gassigang - und erschöpft mit der Zeit. Ich plane die Runden so, dass wir rechtzeitig wieder beim Auto sind.


    Haha...ja, das Scharren. :D Calas Passion seit einigen Monaten. Sie wirkt da immer sehr nachdrücklich bei! Manchmal wird auch unterstützend geknurrt. :D

    Ich finde inzwischen aber auch, dass die Bemuskelung gar nicht mal sooo schlecht ist. Und vor allem baut sie nicht ab. Das wundert mich.
    Hier mal ein Bild "in voller Pracht", entstanden vor etwa 2 Jahren, noch vor Ausbruch der Erkrankung. So sah sie ursprünglich aus.

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    ...und nun etwa so:

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    Ok, sind nicht so gut vergleichbar, die Bilder.
    Aber einen ungefähren Eindruck bekommt man. :smile:


    Aber du kennst sie besser, du weisst, wie sie früher lief, darum soll das keinesfalls so klingen, dass ich deine Empfindungen als Einbildung sehe!!!

    Nein nein, so hab ich das auch nicht verstanden!


    Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schrecklich es ist, dem eigenen Hund beim krankwerden zuzusehen..

    Es gab Wochen, da wurde es von Tag zu Tag schlimmer. Bis zu dem Punkt, an dem sie 50 Meter lief und wir sie wieder nach Hause tragen mussten.
    Ich fragte mich in der Zeit auch oft, wie und warum ich eigentlich in so einen Albtraum geraten bin...

    Gerade diese "Schübe" sind aber wohl untypisch für Labrador Myopathie - vor allem, wenn sich der Zustand anschließend wieder verbessert!
    Das lässt hoffen!


    Kathi, wenn es zu treffen sollte, was der Prof. zu denken scheint, es wär das pure Glück.

    Ja! Das wäre es! Das unverdünnte Glück!


    Ich wünsche es euch von ganzem Herzen, aber bitte, bitte, freue dich nicht zu früh.

    Ich weiß es ja, Gaby! Ich will mich auch gar nicht so hochschaukeln - aber ich kann im Moment nicht anders!
    Monatelang war es klar: Mein Hund wird an einer grausamen Muskelerkrankung sterben bzw. ich muss ihn rechtzeitig gehen lassen.
    Und nun ist da diese unglaubliche Möglichkeit...es ist zwar noch nur ein Strohhalm, an dem man sich festklammert...aber man will diesen verdammten Strohhalm dann auch nicht so schnell wieder loslassen. Man will sich einrichten an diesem Strohhalm...ein Haus drumherum bauen mit Garten am besten und nie wieder wegziehen.
    Ist das verständlich oder sehr wirr? :D


    Gehe an die Hoffnung vorsichtig ran.

    Das ist ein guter Ratschlag und ich versuche, ihn umzusetzen!
    Ich verstehe deine Bedenken! Ich habe sie ja auch, irgendwo im Hinterkopf.

    Vorweg: Ich danke euch für euren Zuspruch und eure gedrückten Daumen!
    Inzwischen hab ich es geschafft, wieder ein bißchen runterzukommen - was nichts daran ändert, dass da ein Hoffnungsfunke ist, wo vorher halt unverrückbar Labrador Myopathie war.

    Gleichzeitig wünsche ich dir, dass du, sollte es nicht so positiv im Ergebnis sein, wie es grade klingt, trotzdem gut damit umgehen kannst.


    Ja, das ist wichtig, ich weiß...meine Euphorie kann ich im Moment allerdings kaum zügeln.
    Die Vorstellung, dass das Blatt sich wendet und ich vielleicht - ganz vielleicht - doch noch Jahre mit meiner Cala verbringen könnte....das is einfach zu überwältigend.

    Aber trotzdem: Es ist nichts sicher! Es ist nicht gesagt, dass eine Grunderkrankung - falls vorhanden - auch behandelbar wäre. Es ist auch nicht gesagt, dass es nicht trotz allem eine Form der Labrador Myopahie ist.


    Wann erwartest du denn neue Erkenntnisse aus München?

    Vermutlich erst in einigen Wochen.
    Aufgrund einer nicht angekommenen Mail wird die Muskelprobe erst jetzt verschickt. Diese muss dann noch ausgewertet werden, außerdem müssen die Untersuchungsunterlagen aus Hannover durchgeschaut werden usw.

    Mir ist nicht so ganz klar, wie ich die Wartezeit überbrücken soll ohne durchzudrehen...aber wird schon werden! :D


    und mag mir garnicht vorstellen wie durcheinander Du jetzt sein musst.

    Das kannst du laut sagen. Ich bin völlig von der Rolle.
    Das muss einem erstmal langsam in den Kopf sickern, dass es - nach Monaten des schrittweisen Abfindens - nun doch alles anders sein könnte.


    Solltet ihr für Untersuchungen nach München müssen und eine Unterkunft brauchen, räume ich gerne mein Wohnzimmer für euch.

    Das ist ganz lieb, ich weiß das wirklich zu schätzen! :bussi: Danke!

    Ehrlich gesagt hoffe ich aber, dass wir NICHT nach München zitiert werden.
    Ich weiß nicht, wie Cala so eine Reise plus Diagnostik mit Übernachtung verkraften würde. Wir haben eine fragile Routine hier geschaffen - zwar fahren wir täglich an unterschiedliche Orte für die Gassirunden, aber diese Orte kennt Cala halt.
    Sobald wir den Ort wechseln (neulich waren wir mit Cala bei meiner Oma), ist sie hinterher völlig platt.

    Ich weiß nicht ob das geht, aber vielleicht könnte München ja eine Klinik hier in der Nähe für die Diagnostik (falls etwas nötig sein sollte) beauftragen?
    Kennt sich da jemand mit aus?

    Weiterhin hoffe ich sehr, dass Cala nicht aus irgendwelchen Gründen erneut in Narkose gelegt werden muss.
    Die letzte Narkose war traumatisch für uns, sie wachte stundenlang nicht wieder auf - vielleicht erinnert sich ja jemand, es war zur Entnahme der Muskelproben.
    Die folgende Nacht war der Horror, wir ließen noch einen Nottierarzt kommen.
    Außerdem baute sie extrem ab in den darauf folgenden Tagen und es war wirklich Arbeit, sie wieder "hinzubekommen" so gut es ging.

    ------------------------------

    Ich zeige euch jetzt nochmal das Video, welches ich dem Prof. geschickt habe.
    Er meinte, er habe Labradore in der Rettungshundestaffel gesehen, die schlechter (!) liefen als Cala - und die waren vermeintlich gesund.
    Wie schon gesagt, das Video überraschte ihn völlig!

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    UPDATE:

    Bin mal wieder total aufgewühlt.
    Habe dem Neuropathologen, der die Diagnose Labrador Myopathie gestellt hat, eine Mail geschickt mit den Untersuchungsunterlagen aus Hannover und einem Video von Calas Gangbild.
    Eben habe ich mich erneut lange mit ihm unterhalten - er hat sich währenddessen das Gangbildvideo angeschaut und ich habe ihm Calas Krankheitsverlauf geschildert.

    Dabei heraus kam, dass einige gewichtige Umstände GEGEN die Diagnose Labrador Myopathie sprechen:

    - der progressive Krankheitsverlauf ist untypisch für einen Hund, bei dem die Erkrankung erst so spät auftrat
    - der schlimme Einbruch im letzten Jahr, nach dem Cala sich wieder berappelte und erneut deutlich länger laufen konnte, spricht GEGEN Labrador Myopathie
    - das Gangbild ist absolut untypisch! Er meinte, er habe es sich viel schlimmer vorgestellt - Cala sei zu gut bemuskelt für die Erkrankung und laufe auch zu gut!

    Er schaut sich nun die Unterlagen aus Hannover nochmals genau unter dem Aspekt an, was alles getestet wurde.
    Es gibt viele Erkrankungen, die eine Myopathie nach sich ziehen (zB Erkrankungen der Schilddrüse, orthopädische Probleme, Tumorerkrankungen...) - diese Myopathien sind dann aber REVERSIBEL! (sobald die Grunderkrankung erkannt und behandelt wurde)

    Die Uni München erhält nun noch Calas Muskelprobe - der "Fall" wird komplett neu aufgerollt.

    Oh mann...ich glaube, ich muss nicht beschreiben, wie ich mich gerade fühle!
    Vielleicht besteht also eine berechtigte Hoffnung, dass Calas Erkrankung behandelbar ist!!!

    Ich will mich nirgends reinsteigern...aber auch das fällt schwer.

    Weiß gar nicht, was ich noch schreiben soll...bin auch total hibbelig...

    Erstmal: Ich finde es wirklich unheimlich beruhigend und klasse, dass ihr es geschafft habt, mein Gewissen etwas runterzufahren. Das ungute Gefühl ist zwar noch da, wenn ich ans "danach" denke, trotzdem habe ich nun den EIndruck, da etwas Rückendeckung zu haben (so blöd das auch klingt)! :smile:


    Ich glaube, dass viele sich solche Gedanken machen, aber die wenigsten würden sich trauen, darüber öffentlich zu schreiben. Wer will sich schon am Ende anhören müssen, dass er seinen Hund schon "ersetzt" hat, solange er noch unter den Lebenden weilte.


    Ich habe lange gezögert, bevor ich den entsprechenden Text abgeschickt habe. Eben weil ich auch diese Bedenken hatte: Was sagst du, wenn der Vorwurf kommt, du würdest deinen lebenden Hund übergehen und schon fröhlich den nächsten planen?

    In der letzten Zeit habe ich mit mehreren Leuten aus meinem Umfeld über dieses Thema gesprochen - bis auf eine Person konnten alle meine Beweggründe verstehen und niemand machte mir Vorwürfe.

    Das kann nämlich auch ein Teil des Abschieds sein (was nicht heißt, dass der sehr nah sein muss): vorausschauen auf das, was kommt.


    Ja, ich denke auch, dass Abschied ein Prozess ist, der nicht erst mit dem tatsächlichen Verlust beginnt.
    Ich habe den Eindruck, dass ich diesbezüglich schon viel gefasster geworden bin. Vor einigen Monaten, kurz nach der Diagnose, hat es mich echt umgehauen.
    Dadurch, dass ich nun Zeit hatte, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen, hat es langsam etwas (!) von seinem Schrecken verloren.
    Das soll nicht heißen, dass es für mich keine Katastrophe sein wird, wenn Cala geht. Es wird definitiv katastrophal sein!
    Aber ich hatte halt wertvolle Zeit, mich etwas vorzubereiten, etwas gefasster zu werden - soweit das denn geht.

    Besser is es so, wie das Du es verdrängst.


    Ich kann weder verdrängen, dass Cala irgendwann gehen muss, noch, dass ich danach weiterhin mit Hund(en) leben will.
    Ein bißchen nimmt die Beschäftigung mit dem "Was ist danach?" auch der Krankheits-Gegenwart den Schrecken. Weil ich weiß, dass am Ende kein ewiges bodenloses Loch kommen muss, sondern, nach der Zeit der Trauer, ein neuer Hund, ein neuer Lebensabschnitt.

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    Cala ist mental weiterhin außerordentlich gut drauf. Gerade liegt sie neben mir und zerrupft akribisch einen Karton, den sie sich geklaut hat.
    Ich freue mich immer über so Lebenszeichen von ihr. Neulich stahl sie (zum ersten Mal überhaupt) eine Scheibe Brot vom Tisch und ich freute mich total darüber.

    Gestern begegneten wir auf dem Weg in die Flusswiesen einer größeren Hundegruppe, die von einer hier ansäßigen Hundesitterin geführt wurde.
    Cala musste im Auto bleiben, während ich mich mit ihr unterhielt - und das war wieder einer der Momente, die einfach schmerzten: Ein Hund buddelte, der andere kläffte, der dritte sprang mich an, zwei jagten sich - und mein Mädchen sitzt bewegungslos im Auto und sieht sich die Szene durch die Scheibe an.
    Aber es ist nicht zu ändern - ich ließ Cala danach, als die Gruppe abgezogen war, die Spielwiese abschnüffeln...vielleicht ist ihr das sogar wichtiger als Hundegetümmel.