Beiträge von lilactime

    die psychologische Gewandtheit der Autorin, der es hier gelingt, einen so traumatisierten und schmerzerfüllten Menschen wie Jude realistisch und nuanciert zu beschreiben, voller Feingefühl und doch zugleich schonungslos.

    Allein dafür lohnt es sich meiner Ansicht nach schon, diesen Roman zu lesen, denn selten gelingt einer Autorin solch ein Drahtseilakt so elegant. Und was sie schreibt, tut weh und bohrt sich ins Herz - eben weil es so unverstellt und echt ist.

    DAS fand ich gerade nicht.

    Jude ist das personifizierte Superlativ des seelischen Leidens. Alles ist sehr viel, sehr intensiv, sehr schmerzhaft - und irgendwann dann auch sehr anstrengend.

    Das Elend türmt sich auf hunderten Seiten ohne je zu kippeln, Jude bleibt während all dem ein sehr höflicher (das permanente, stereotype "Es tut mir leid") und sehr ausdauernder Leidender.

    Das fand ich nicht authentisch, das war für mich ein Exempel im systematischen Vollstopfen eines imaginären Missbrauchsopfers mit viel zu viel Bombast.

    Jude wäre ohne all das, und mit einer weniger messiasmäßigen Leidensfähigkeit ausgestattet, wesentlich wahrer geworden.

    Hier soll es auch nochmal schneien und frieren - gestern stand ich mit Hund in einem tiptop Hagel-Schnee-Unwetter.

    Gegen Ende März soll es dann freundlich werden.

    Ich zieh an einem Südwest-Fenster vor, das klappt ganz gut!

    Ab morgen werde ich etappenweise die Tomaten säen, 40 Sorten, 50 Pflanzen behalte ich, der Überschuss ist bereits reserviert.

    Im Garten selbst ist noch einiges zu tun, ich schiebe es bisher erfolgreich vor mir her. Meine Oma steht schon wieder in den Startlöchern und hat mit mitgeteilt (als ich mit ihr zum Impfen fuhr), dass sie sich bereits wieder auf die Tomaten im Garten freut...die sie klaut. Das gibt sie auch offen zu, nennt es aber nicht "klauen" sondern "probieren", wie in "gestern habe ich mal deine Tomaten probiert".

    Dieses Jahr will ich ein paar Opferpflanzen aufstellen, an denen Oma vorbei muss auf dem Weg in den Garten.

    Vielleicht stoppt sie das kurzfristig.

    Wir freuen uns jedenfalls alle sehr (aus unterschiedlichen Gründen) auf die kommende Saison.

    Momentan nervt mich irgendwie jede Art der Lektüre. "Glantz und Gloria" von Henning Ahrens habe ich abgebrochen, was für zielloser, pseudopsychedelischer Mist.

    Joseph Roths Erzählungen nerven mich (zu abgehoben), eine Novelle von Tolstoi muss pausieren (alter russischer Hut: Ich kann mir die gefühlt drölfzig Versionen eines einzigen Namens nicht merken) und jetzt lese ich mäkelnd Christian Krachts "Imperium", da ich irgendwas lesen muss.

    Habe mich ungut so konditioniert, dass ich erst eine Weile lesen muss um einschlafen zu können. Nicht lesen = nicht einschlafen

    Da würde ich auch mit Wühlmausgitter arbeiten. Durch die Ritzen im Holzboden wird immer ein wenig Erde rausrieseln und der Boden unter den Paletten wird schön locker werden,

    Durch die Folie?

    Nicht falsch verstehen, ich wollte das Konzept nicht madig machen - hatte nur Verständnisprobleme.

    In meinen Hochbeeten habe ich auch Gitter, die liegen nur direkt auf dem Erdboden auf. Das Hochbeet hat also jeweils die Verbindung zum Boden.

    Wenn durch die Lücken in den Europaletten die Sache nach unten durchlässig bleibt, ohne Folie am Boden, wird mir die Sache schon klarer.

    Heute hab ich im Dehner die Folie für innen gekauft, Wühlmausgitter gab's leider nicht, da müss ma nochmal in den Baumarkt. Füllung wird auf jedenfall Astwerk von unsren Büschen sein, dann evtl etwas Gras drauf (wenn bis dahin genug gewachsen ist). Erde werden wir mangels Komposter kaufen müssen.

    Sieht es nur so aus, oder haben die Beete gar keine Bodenverbindung?