Beiträge von lilactime

    Ich finde es ehrlich gesagt total heftig dass die Halterin da einfach dazwischen gegriffen hat und so schwer verletzt wurde. Dass die Halterin bei ihren eigenen Hunden nicht einschätzen konnte, wie schlimm der Kampf wirklich ist, und die Hunde ihr Eingreifen nicht nur ignoriert sondern sie auch noch verletzt haben.

    Das halte ich für nicht ungewöhnlich in so einer Situation, quasi im Affekt.

    Solch eine Verletzung kann auch einfach ein (klingt halt blöd) Kollateralschaden in einer Extremsituation sein.

    Habe das einmal als Kind mitbekommen, als meine Großtante ihren Rüden von einem anderen trennen wollte, zwischen Kampf, Eingreifen und schwerer Handverletzung lagen nur Sekunden.

    Es war später nichtmal mehr bestimmbar, welcher Hund da eigentlich die Hand zerfetzt hat, das ging unfassbar schnell.

    Ich kenn mich mit Beerensträuchern nicht so aus, aber es gibt ja noch einige weitere Erreger, die sowas verursachen können.

    Wenn ich mir nicht sicher bin, guck ich mir immer erstmal die typischen, gängigen Schadbilder an - da ist dann die Wahrscheinlichkeit am höchsten, den Übeltäter zu finden...einfach aufgrund der Häufigkeit

    Sagt mal, können Himbeeren auch die gleiche Faulkrankheit wie Tomaten?

    Die Blätter sehen genau so aus u die Himbeeren schmecken seltsam..

    Der gleiche Erreger (Phytophthora infestans, die Braunfäule an Tomaten) kann es nicht sein, aber die Gattung Phytophthora ist riesengroß und es gibt Arten, die auch Beerensträucher befallen können

    Ich weiß noch, wie ich hier vor ein paar Monaten rumtönte, dass eine Zucchinipflanze mehr als genug sei, da sie Unmengen produziere etc

    Tja, meine werte Zucchini hat dieses Jahr exakt zwei Früchte produziert, trotz Kompost und Liebe und dem Abfummeln der trockenen Blütenansätze und überhaupt.

    Erst kam der Falsche Mehltau (der mir auch meine geliebte Zitronengurke killte), dann der Echte Mehltau. Damit war die Pflanze anscheinend ausgelastet.

    Die beiden Mehltau - Arten werden ja irgendwie in Gutwetterpilz und Schlechtwetterpilz eingeteilt, einer mag Nässe, einer trockene Wärme.

    Fehlt nur noch der Opportunistische Mehltau für wechselhaftes Wetter, der dann die Befallslücke füllt - wer will schon ganz ohne Mehltau sein.

    Schön wäre der Prokrastinierende Mehltau, der sein Erscheinen immer weiter vor sich herschiebt ("ach, die Pflanze da kann ich auch im August, September, Oktober noch plattmachen") und dann ist plötzlich Winter und er stirbt und die Gurken und ich haben ganz umsonst auf ihn gewartet...

    Dachte ich gerade so drüber nach, angesichts der gebeutelten Zucchinipflanze, die heute wegkommt.

    Neuer Stoff ist angekommen :

    William Faulkner - Schall und Wahn

    Marlen Haushofer - Die Mansarde

    Matt Ruff - Lovecraft Country

    Karl Ove Knausgard - Sterben

    Virginie Despentes - Das Leben des Vernon Subutex

    Ulrike Sandig - Monster wie wir

    ML Rijneveld - Was man sät

    Joseph Roth - Die Rebellion

    Helmut Lange - Das Haus in der Dorotheenstraße

    Hanya Yanagihara - Das Volk der Bäume


    Aktuell lese ich "Liebesleben" von Zeruya Shalev - finde ich bisher sehr gut, sehr ungewohnt

    Allerdings bin ich zutiefst irritiert von Hellmuth Karaseks Zitat auf der Rückseite:

    "Ein hocherotisches Buch"

    Das kann er unmöglich ernst gemeint haben. Da muss eine Metaebene vorhanden sein in dieser Aussage.

    Oder das Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen und lautete in etwa "wenn man dieses Buch tatsächlich gelesen hat, wird man zu vielen Schlüssen kommen können, nur zu dem einen nicht, dass es ein hocherotisches Buch sei."

    Anders kann ich es mir nicht erklären.

    Die Protagonistin (übrigens durchaus sehr unsympathisch) stolpert aus ihrer Ehe, ihrem Studium, ihrer Familie hinaus in ein recht abstoßendes und verzweifelt wirkendes Verhältnis zu einem wesentlich älteren Mann.

    Die expliziteren Szenen vermeiden Erotik ganz hervorragend zugunsten der Darstellung eines toxischen, wirren Abhängigkeitsverhältnisses.

    Hellmuth, was war da los...

    lilactime Das sieht super aus, wie viele Tomatenpflanzen hast du denn? Auf welcher Fläche und wie (überdacht, Glashaus, Folienhaus, Freiland)?

    Ich will auch mal in die Situation kommen, Tomatensauce zu kochen (also: theoretisch die Option zu haben, weil so viele Tomaten da sind). Wir sind da soooo weit entfernt von ... :D

    Dieses Jahr habe ich 44 Pflanzen, 23 stehen im 18qm Folienhaus, 13 im überdachten Freiland und der Rest in Pflanzsäcken/Hochbeet/Beet

    Um die 50 Pflanzen ist jedes Jahr mein Richtwert, je nach Saison habe ich im Schnitt 2-3 Kilo pro Pflanze

    Ich bin richtig neidisch!

    Bei uns kann ich heuer wohl eher froh sein wenn ich zwei, drei Gläschen Sugo einkochen kann :( :

    Ich habe auch immer ein etwas blödes Gefühl, wenn ich in diesem Jahr meine Tomatenbilder teile, weil es für die meisten so ein Reinfall war.

    Den Reinfall hatte ich dafür aber letztes Jahr, erst Dürrflecken, dann nahtlos Phytophthora.

    Ich freue mich total, weil von der Anzucht bis zur Ernte ja einfach auch viel Herzblut und Mühe drinsteckt. Wenn es jetzt halbwegs weiterläuft, rechne ich mit etwa 150kg Gesamtmenge, damit bringe ich uns dann locker übers Jahr bis in die nächste Saison.

    Hier ist jetzt die Tomatenschwemme am Laufen, gestern und heute insgesamt 15 Kilo runtergeholt. 50 Kilo hat die Saison bereits gebracht, ich koche aktuell zweimal die Woche ein.

    Jetzt fängt es auch (wie irgendwie immer im September) an, dass diese geballte Masse mich latent überfordert..

    Vorhin geerntet :

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    Rekord geknackt: 1,085kg - Tomate

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