Beiträge von lilactime

    Hat hier jemand Erfahrung mit Chilis?

    Hab letztens zwei schöne Jungpflanzen gekauft, die stehen draußen. Wann muss ich die nachts reinholen? Frost sollte es wohl keinen mehr geben, aber mehr oder weniger deutlich unter 10° ist es irgendwie doch häufiger als mir lieb ist...

    Bei niedrig einstellig würde ich sie nachts reinstellen. Solange es nicht friert, bringt die das nicht um, aber kann sein, dass sie trotzdem anfangen für ne Weile zu stagnieren im Wachstum.

    Sobald die Nächte ab ~8 Grad sind, würd ich sie dann auch nachts draußen ihrem Schicksal überlassen

    Zucchini und Kürbis würde ich komplett raus lassen. Du hast 1qm Fläche, der ist schnell voll.

    Bei Paprika und Peperoni würde ich mindestens 30x30cm Luft lassen. Kohlrabi und Brokkoli können im Laub je nach Sorte richtig richtig ausladend werden, die würde ich auch rauslassen.

    Da kommt es aber vermutlich auch sehr auf die eigenen Ansprüche an, was man für zufriedenstellend hält und was nicht.

    Ich habe dieses Jahr auch kaum Aufwand um die Anzucht gemacht und es sind richtig prima Pflanzen geworden. Ich weiß aber auch, was ich quasi aus Nachlässigkeit besser gemacht habe als sonst.

    Dass meine Pflanzen später allerdings gut gepflegt werden und den entsprechenden Ertrag für unsere Tomatenselbstversorgung bringen, ist mir persönlich schon wichtig.

    Im Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt habe ich drei Jahre lang in den Erhaltergruppen für Tomaten mitgemacht, da bekommt man einen guten Gesamteindruck über Anbausituationen deutschlandweit. Dass es bspw im Rheinland eine ganz andere Situation ist mit dem Freiland als an den Küsten, ist ja selbsterklärend.

    Es kommt einfach drauf an, welche Ambitionen man hat und wie experimentierfreudig man ist - die letzten Jahre zeigten Sommer, die zumindest Tomaten total entgegenkommen.

    Komplett ungeschützter Anbau wäre mir nichts, dafür steckt mir da bei mir zuviel Herzblut drin...

    Es gibt wohl auch Gegenden, in denen der Infektionsdruck durch Phytophthora einfach weniger hoch ist.

    Normalerweise habe ich meine Pflanzen an zwei Standorten, ein paar Kilometer auseinander. Schon da ist Standort 1 wesentlich weniger anfällig als Standort 2, Jahr für Jahr.

    (Wie) schützt ihr eure Tomaten im Freiland vor regen? Oder können die freilandsorten den gut ab?

    Ich habe zwei Dächer von Beckmann zu dem Zweck.


    Hinsichtlich Kraut- und Braunfäule kann keine Tomate Regen gut ab, eine Immunität gibt es nicht.

    Auch robuste Sorten fürs Freiland kriegen ein Problem, wenn der Juli sehr nass ist und die Temperaturen für Pilzbefall "günstig" sind.

    Der Unterschied ist, dass viele dieser Sorten so starkwüchsig sind, dass sie trotz Befall einfach weitermachen oder eben erst später daran kaputt gehen.

    Also resistenter sind.

    Im Freiland ohne Dach kann in trockenen Sommern richtig gut klappen, wenn du Pech hast, kann dir bei viel Regen aber schon Ende Juli die Braunfäule den Bestand gekapert haben.

    Habe heute angefangen, die Tomaten rauszupflanzen. Mache dieses Jahr nur 15 Stück, alle im überdachten Freiland.

    Ein Fortschritt - eigentlich wollte ich ein Jahr komplett aussetzen.

    Dann hatte sich aber Salat aus dem letzten Jahr selbst ausgesät bzw ist im Frühjahr aufgegangen und das hat mich irgendwie getriggert und jetzt kommt halt doch wieder einiges an Gemüsegeraffel zusammen :ka:

    Ich bezog mich auf die starke Beeinflussung durch Schnitte.

    Alsp, klar kannst du durch Schnitte den Trieb kanalisieren, aber über den an sich entscheidet erstmal die Gare. Darum ging es mir.

    Ich schneide Brote in knapper Gare eigentlich nie ein, sondern lasse mit Schluss nach oben wild aufreißen. Da ist nichts kompakt oder speckig.

    Die Gare entscheide ich nach Teigart/Endergebnis oder eben Rezept, nicht spontan.

    Auch egal nu...