Beiträge von Trace

    Mein Zwergpudel würde glaube ich recht gut zu den Anforderungen passen. Sie ist 33/34cm hoch und wiegt 4kg. Tricksen liebt sie, lernt unheimlich schnell Neues, ohne dass wir es groß wiederholen müssten.
    Aber bisher hat ihr auch so ziemlich alles andere Spaß gemacht, was wir versucht haben, selbst "schnöde" Fußarbeit findet sie super, solange ich mich genug darüber freue. :D Dummy, Nasenarbeit oder auch Begleitung beim Joggen, Walken, Fahrrad fahren, Longboard, ... ist alles beliebt.
    Sie ist nicht klein zu kriegen, schläft nach einem 10km Spaziergang zwei Stunden und steht dann wieder vor mir: "Was machen wir jetzt?" Wenn wir dann nichts machen, auch gut. Wenn wir noch was machen, auch gut! Regentage, an denen sie vllt mal 30min zum Lösen rausgeht, sind genauso in Ordnung wie ein Tag voller Unternehmungen. Man muss aber dazu sagen, dass sie dabei dann zum Hochdrehen neigt, weil sie schlecht zur Ruhe kommt. Ist aber auch einfach Kimi und mittlerweile viel besser geworden, muss nicht bei jedem Zwergpudel so sein.
    Fell finde ich persönlich gar nicht pflegeaufwändig, sie wird alle zehn Wochen etwa auf 5mm geschoren und ab und an gebürstet, fertig. Das Einzige, was bei uns dazu kommt, ist das Abwaschen nach einem Spaziergang im Herbst/Winter. Pudelfell sammelt den Dreck dermaßen gut auf und hält ihn so schön fest, dass da kaum was hilft außer kurz abduschen. Nehme ich aber gern in Kauf, weil ich dafür eben keine Hundehaare finde.
    Ich kann sie mit ins Restaurant nehmen, Bahn habe ich zwar noch nicht ausprobiert, bin mir aber sicher, dass das auch kein Thema wäre. Pudel sind halt am liebsten immer mit dabei, wo genau das dann ist, ist Nebensache.

    Kimi habe ich ja erst mit 17 Monaten bekommen, durch private Abgabe. Von ihrem Züchter würde ich keinen Hund nehmen. Mit ihrer Gesundheit ist es daher halt auch so eine Sache... Patellaluxation hat sie, seit sie 18 Monate alt ist, die Augen tränen sehr viel, selbst die TÄ konnte die Kanäle nicht auswaschen, weil nicht durchzukommen war. Aber ich denke, mit einem seriösen Züchter hat man da bessere Chancen, einen wirklich gesunden Hund zu haben.

    Mit Kimi und Flo ist es ähnlich, auch wenn es ja keine dauerhafte Kombi bleiben wird, bedingt durch meinen Umzug.

    Bei Hundebegegnungen, in denen Kimi sich nicht durchsetzen kann (also zwar fletscht z.B., aber nicht mehr macht und der andere Hund nicht weicht), geht Flo mal eben hin und klärt das schnell. Interessanterweise nehmen auch echt alle Hunde Flo ernst, obwohl sie so winzig ist. :hust: Die zwei achten in größeren Gruppen schon sehr aufeinander, so rettet Flo z.B. Kimi, Kimi ist aber andersrum auch ganz schnell zur Stelle, auch wenn sie dann nicht viel ausrichtet.

    Bei Begegnungen mit fremden Menschen, die die Hunde streicheln wollen, kann ich immer Kimi vorschicken und Flo muss dann keinen Kontakt haben, die hasst es nämlich, während Kimi sich nen Ast freut, dass sie gestreichelt wird. Auch bei Kindern ist das sehr wirkungsvoll, wenn sie ein "Opfer" haben, lassen sie den anderen Hund meist in Ruhe.

    Sooo gestern waren wir bei einmal 12min und nochmal 7min, wobei sie diesmal nach den 12min vor der Tür stand und gewartet hat und nicht mehr im Körbchen lag. Aber sie war ruhig und wirkte auch überhaupt nicht angespannt.

    Heute waren es schon mal so 9min, alles ruhig, Hund schläft. :bindafür: Werde gleich nochmal 10 bis 15min versuchen..

    Gerade einmal 7min und einmal 9min allein gewesen und sie hat entspannt im Körbchen gelegen. :applaus: Ich werde jetzt versuchen, das hier schon so weit aufzubauen, auch wenn sie dann nur allein im Zimmer ist und mitbekommt, dass jemand im Haus ist. Nach dem Umzug wird es in der neuen Wohnung ähnlich sein, von daher hoffe ich mal, dass sie das jetzt schon verinnerlicht. :hust:

    Die Sache ist ja halt auch, dass ein Hund zwangsläufig mal in Situationen kommt, die er Scheiße findet, aber über sich ergehen lassen muss, weil es nun mal nicht anders geht. Warum sollte nicht auch ein Welpe mal die Erfahrung gemacht haben, dass dem so ist. Da von Gewaltexzessen zu sprechen, ist doch wirklich übertrieben.

    Ich würde vor allem darauf achten, dass ich ein entsprechend gelassenes Pferd habe. Auf dem Hof, wo du schreibst, dürften die Pferde ja alle an Hunde gewöhnt sein, da könntest du ja fragen, welches Pferd besonders gelassen reagiert. Und die Hunde vllt in ruhigen Momenten, also beim Putzen, in ausreichendem Abstand neben dem Pferd auf eine Decke legen und sich das alles anschauen lassen.

    Ansonsten finde ich deinen Plan ganz gut, habe ich mit Kimi genauso gemacht und werde es auch beim nächsten Hund wieder so machen. =)

    Kimi bekommt drei Mahlzeiten täglich (morgens Fleisch, mittags Gemüse, abends Fleisch) und da das gekocht ist, habe ich nicht so Lust, mir irgendwelche Tricks auszudenken, mit denen ich ihr das als Leckerli füttern könnte. Sie hat durch ihre Erkrankung (Bauchspeicheldrüseninsuffizienz) an manchen Tagen dauerhaft Hunger (gestörtes Sättigungsgefühl), da bekommt sie auch mal eine etwas größere Portion TroFu, einfach, damit sie noch was futtern konnte. Das gibt es dann aber nicht einfach so, entweder sie sucht sich die Stücke, ich trickse mit ihr, bringe ihr was Neues bei, oder oder oder... und wenn ich nur das TroFu auf dem Boden verteil und sie sich alles zusammen sucht.

    Ansonsten bekommt sie dieses TroFu (ist ein spezielles für solche Kandidaten wie sie) auch als Leckerli und nimmt das ganz gut. Wenn ich irgendwas neu beibringe o.Ä., dann gibt es auch hochwertigere Belohnungen. Ihren ultimativen Jackpot - Käse - kann ich ihr aufgrund des Fettgehaltes nicht mehr als Leckerli geben und wenn wirklich nur ein Mini-, Ministückchen.

    Also je nach Aufgabe gibt es auch hochwertige Leckerli oder eben das TroFu. Wirklich erarbeiten muss sie sich aber nichts, ihren normalen Bedarf bekommt sie so.