Ich habe es eben auch fertig gelesen. Irgendwie weiß ich noch gar nicht, was ich sagen soll und das ist meistens ein gutes Zeichen.
Es macht einen schon nachdenklich, rückblickend hat mir die Sprache eigentlich sehr gefallen. Nur ab und an waren die Sätze schon sehr verschachtelt, aber ansonsten mag ich sowas mitunter schon gern. Ich hätte mir irgendwie doch ein Happy End für alle gewünscht, aber so macht es natürlich wesentlich nachdenklicher. Dass Esther wohl aus England wieder zurück kam, fand ich sehr bemerkenswert. Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, auch irgendwie nachvollziehbar. Dass man nicht mehr über Perle erfährt, ist schade, aber auch da sind ja eigentlich genug Informationen, aus denen sich der Leser seine eigene Geschichte machen kann.
Mich hat es im Nachhinein auch etwas gewundert/geärgert, dass Amazon in die Beschreibung so einen Spoiler reinhaut, aber andererseits wusste man so von Anfang an über die Zweideutigkeit der Handlungen von Arthur Dimmesdale Bescheid. So fand ich persönlich das eigentlich noch interessanter, weil man es eben schon wusste. Hätte man das wirklich erst im Verlauf der Geschichte erfahren, hätte ich persönlich oft zurückgeblättert, so von wegen "da war doch was..." Mir hat es also viel Blättern erspart, das sofort zu wissen.
Alles in allem wirklich lesenswert und empfehlenswert, sofern man sich mit der Sprache anfreunden kann. Auch wie andere hier schon sagten, ein bisschen über diese Zeit zu erfahren und das von jemandem, der es aus einer anderen, für uns aber ebenso lang zurückliegenden Zeit erzählt, war spannend.