Beiträge von cazcarra

    Hallo Thomas,

    du schreibst:

    Zitat

    nur mit dem Unterschied, dass ich ihn jetzt zurückpfeifen (knurren) kann.

    Bitte, kannst du mir sagen wie das funktioniert, wenn dein Hund so 10 m vor dir ganz normal rumschnuppert, plötzlich ein Hase vor ihm aufspringt und er sich auf den Weg macht?

    Das ist eine ganz ernst gemeinte Frage, weil ich es mir einfach nicht vorstellen kann.

    Danke im voraus!

    LG
    cazcarra

    Zitat

    es ist nur der allerallererste Anfang

    Und das ist genau der Zeitpunkt, an dem man am meisten am schnellsten kaputt machen kann...

    Was glaubst du, WARUM es hinterher - z.B. beim Aufbau von Tricks etc. - nicht mehr nötig ist, mehr als ein "Na" oder so von sich zu geben? Weil der Hund weiß, was kommt, wenn er nicht funzt. Zu Deutsch: Er verhält sich nicht aus Klugheit so, sondern aus Erfahrung, in diesem Fall aus Angst.

    DIESE Form der "Bindung" brauch ich wirklich nicht.

    cazcarra

    Das hast du super zusammengefasst, Lucy_Lou! Danke.

    Wollte vorhin eigentlich noch hinzufügen:
    GERADE bei Problemhunden ist es gefährlich, solch eine Methode zum Einsatz zu bringen!
    Bei Welpen - für mich genauso ein absolutes No-go.

    Es besteht kein einziger Grund, weshalb ich Erziehung und/oder Verhaltensmodifikation nicht auf positive Weise angehen sollte - mit welchem Hund auch immer.

    cazcarra

    Beim Spiel werden die sog. Glückshormone (Dopamin, Serotonin etc.) freigesetzt. Das sind körpereigene Schmerzkiller.

    Allerdings - so meine Erfahrung bei Gizmo - wenn der Schmerz ZU groß ist, verliert sich auch die Lust am Spiel.

    Ich könnte mir bei Tom vorstellen, dass das Einknicken wie gesagt gar nicht so sehr aufgrund von Schmerzen als aufgrund von nicht weitergeleiteten Muskelbefehlen auftritt. Reine Mutmaßung.

    LG
    cazcarra

    Pingi schrieb:

    Zitat

    aber wenn man die vielen Personen sieht , die mit ihren Hunden völlig überfordert sind und die durch Ziehen und Zerren an der Leine , kräftigem Leinenruck mit einer Kette auf Zug oder Stachler versuchen ihren Hund irgendwie unter Kontrolle zu halten und zu den absonderlichsten Hilfsmitteln , die ja zahlreich auf dem Markt vertreten sind gegen übermäßiges Bellen etc ., greifen .....
    und dazu die vielen Hunde , die nie frei laufen dürfen , weil ihr Besitzer sie nicht kontrollieren kann .....

    und genau bei diesen angeblichen " Problemhunden " kann man die besten Erfolge erzielen ,

    Das sieht für mich eher so aus, dass diese Personen, wenn sie es denn mit der Methode Meideverhalten machen, den bequemeren Weg wählen. Ansonsten müssten sich die HH Gedanken über Ursachen für etwaige Problemverhalten machen und hier ansetzen. Das kann kompliziert sein, wird dem Hund aber deutlich gerechter.

    Die "besten Erfolge" sind leider - je nach vorliegendem Problem und Individiuum - oftmals sehr vorübergehender Natur. Natürlich kann ich mit dieser Methode ein Problemverhalten "eliminieren". Irgendwann kommt es jedoch in ganz vielen Fällen dazu, dass sich ein anderes Problem entwickelt. Das wird dann leider nur nicht mit dem Auslöser in Verbindung gebracht, sondern ist halt "neu".

    cazcarra

    Pingi schrieb:
    dazu muss man normalerweise einmal dem Hund zeigen , dass man es ernst meint und einmal nach der Warnung den Hund kurz " erschrecken " ( Phase Rot ).....

    Zitat

    diese Erschrecken macht man z. B. mit einem Tuch oder Schal , den man vor dem Hund durch die Luft wedelt , sich mit der Leine auf die eigene Jacke schlägt ( Geräusch ) oder mit der Leine oder etwas Anderem auf den Boden schlägt , also den Hund selbst wird nicht berührt nur erschreckt durch diese Aktionen ......
    dadurch wird er aufmerksam , guckt her und wird sofort eingeladen herzukommen oder mit sanfter Stimme das Kommando gegeben und ausgiebig gelobt .....

    und man beginnt mit dem Üben , wenn der Hund an der Leine ist , am besten eine 2,5 bis 3 m Leine und erst das klappt wird ohne Leine trainiert .....

    Ob ich den Hund nun beim Erschrecken berühre oder nicht, ist doch gar nicht ausschlaggebend. Abgesehen davon: Beginne ich mit einer 2,5 oder 3m m Leine, ist er sehr nah bei mir, dem HH, zu dem er unabdingbares Vertrauen haben sollte.

    Natürlich kann ein Hund lernen, dass er NUR bei sog. Fehlverhalten Phase Rot bekommt, so dass er über die Phase Gelb mit seiner Eigeninitiative nicht mehr hinauskommt.

    Aber ist das denn überhaupt notwendig? Ist das Sinn der Sache? Schreckreize können wunderbar nach hinten losgehen - es braucht nur mal ein Hund dabei zu sein, der eben kein normal gutes Nervenkostüm hat, weshalb auch immer. Die Gefahr ist einfach viel zu groß.

    Zu lesen und zu sehen bekommt man selbstverständlich immer nur von den Hunden, bei denen es nicht zu Komplikationen gekommen ist....

    cazcarra

    bbina schrieb:

    Zitat

    Das sind die Schlagworte, die man in Clickerbüchern liest. In meinem Regal stehen auch mehrere davon und ich kann zwar auch daran einiges Gute finden, aber es stinkt mir doch, wenn ich mal kein Leckerchen dabei hab und mein Hund meint, er müsse nicht oder nur mit größter Verzögerung tun, was ich von ihm will. (Ich arbeite übrigens ganz oft umsonst, denn ich bin selbständig )

    Willkommen im Club :D Das Los der Selbstständigen :D

    Zum Rest: Sorry, ich hab mich mal wieder nicht ausführlich genug geäußert. Mein Fehler. Ich gebe Leckerchen im Trainingsaufbau (wenn Leckerchen für den jeweiligen Hund das Größte darstellt), funzt das Kommando oder der Trick wirklich richtig gut, werden die Leckerchen ausgeschlichen. Es gibt später dann zwar hin und wieder noch eins, aber eben völlig unregelmäßig und in großen Abständen. Wenn man mit dem Ausschleichen geduldig vorgeht, ist das nicht wirklich ein Problem.

    Das geschilderte Problem taucht doch nur auf, wenn ich glaube, ich MUSS für immer und ewig mit Leckerchen arbeiten. Das ist absolut nicht der Weg, den ich beschreite.

    LG
    cazcarra