@ Cafedelmar
Den "Hund", den du meinst - das ist Oskar. Bei ihm handelt es sich definitiv und verbürgt um einen Tschechoslowakischen Wolfshund. Wobei auch ich solche "Rassen" nicht als normale Hunde bezeichnen möchte. Jedenfalls ist es richtig, dass CvR diesem Kerlchen wieder Vertrauen in die Menschheit vermittelt hat. Er wird allerdings immer ein gewisses Gefahrenpotential mit sich tragen - vor allem für Kleinhunde.
Das Ehepaar war mit Oskar gut 3 Jahre bei CvR im Training und so hatte ich die Freude, ihn während meiner Ausbildung ebenfalls kennenzulernen. Zu einem Zeitpunkt, zu dem er im Prinzip noch so verunsichert war, dass er auf so ziemlich alles losging, was sich bewegt hat, wenn er denn nicht darauf vorbereit war.
Das Ehepaar hat sich übrigens letztendlich von Oskar getrennt. Dieser lebt nun seit August diesen Jahres - da verständlicherweise nicht ohne Weiteres vermittelbar - im neuen Tierheim (Häuser der Hoffnung) von CvR.
Bei meinem letzten Besuch im Oktober waren wir zu 9. in seinem Freilauf und haben viel Spaß mit ihm gehabt. Das wäre vor einem Jahr in dieser Form noch nicht möglich gewesen.
@ flygoodspeed
Ich werde einen Teufel tun, einen Hund im Distanztraining zu überfordern. Wenn ich es sauber aufbaue und nicht den 2. Schritt vor dem 1. mache, wird er sich später auf jeder gewünschten Entfernung zum Beispiel ins Sitz begeben. Was machst du denn, wenn dein Hund ab einer gewissen Entfernung sich denn doch mal nicht hinsetzen wollte? Hinfliegen?
Ein "nein" bei der Distanzarbeit ist doch eh unsinnig. Der saubere Aufbau (also bitte mit Geduld) und dass die Arbeit dem Hund Freude bereitet, sind der ganze Schlüssel. UND dass ich mir vor dem Kommando überlege, ob er in dieser speziellen Situation überhaupt schon in der Lage ist, es auszuführen. Also auch die Generalisierung muss ordentlich vonstatten gehen.
Dass du letztlich nur auf Leute triffst, die bei al direkt ins Training gegangen sind oder gehen, wage ich leicht zu bezweifeln, gerade im Chiemgau und in Bayern überhaupt gibt es reichlich HT, die ihre Ausbildung bei al gemacht oder zumindest begonnen haben. Und ich wiederhole es gern nochmal - wer als HH glaubt, nach abgeschlossenem Training sei sein Hund für alle Zeit und jede Gelegenheit programmiert, der hat nicht gerafft, dass er es mit einem Lebewesen zu tun hat. Und von der Sorte HH gibt es leider mehr als genug.
Exakt diese Art Halter habe ich gerade erneut im Training. Die haben glücklicherweise jedoch selbst gemerkt, dass sie ihre Arbeit wieder haben schleifen lassen. Hundi kann alles - wie eben gelernt. Nur die HH haben es "wieder vergessen". Also schule ich jetzt die HH nach und hoffe, diesmal schleifen sich nicht wieder die alten Verhaltensweisen ein, die den Hund seinerzeit letztlich in die erlernte Hilflosigkeit getrieben haben.
@ staffy
Wird sind uns durchaus einig, dass es viele Trainer gibt, die eine hervorragende Arbeit leisten und auf Starkzwang etc. verzichten. Unter ihnen sind auch ein paar, die selbst ausbilden und das begrüße ich von Herzen.
Andererseits ist aber auch nicht zu leugnen, dass das Gros der Trainer heute noch an alten, längst überholten Theorien hängt und dementsprechend die Hunde im Training teils geradezu misshandelt und diese Art des Umgangs somit auch den HH als einzig selig machend vermittelt.
Doch, doch - funktionieren tut das ganz sicher. Ich habe aber lieber Hunde an meiner Seite, die a) Vertrauen zu mir und b) Spaß haben und Kommandos nicht als Befehl, sondern als zum "Spiel des Lebens" gehörig empfinden - und schon allein aus diesem Grund gerne das tun, was ich gerade verlange.
Welche "Marke" da drauf klebt, wie sich die Methode nennt, wer sie vermarktet (Klappern gehört zum Handwerk, das ist nun mal so) ist mir persönlich eigentlich wurscht. Ich habe mich seinerzeit nun mal für al entschieden, da die Ausbildungsgrundlage eine umfassende ist und aus anderen Gründen mehr.
Letztlich arbeite ich heute allein und für mich, bin unabhängig und kann tun und lassen, was ich will. Meine Entscheidung ist es eben, den für viele anscheinend komplizierteren Weg zu gehen. Wobei ich es nicht so empfinde, sondern im Gegenteil, als eine sehr entspannte Art des Arbeitens mit dem Hund. Nur mit dem Halter ist es meist ein wenig aufwendiger. ![]()
cazcarra