Danke, Cafedelmar, da bin ich ja beruhigt. Hätt mich doch sehr gewundert, wenn ich irgendwie den Eindruck vermittelt hätte.... Das ist das Letzte was mir liegt.
Natürlich gibt es unter den (angehenden) Al-Trainern Leute, die gerade im Hinblick auf Humanpsychologie und Pädagogik noch viel zu lernen haben. Ich war ja schon einen Tacken älter bei Beginn meiner Ausbildung und ich denke schon, dass sich die gesamte Lebenserfahrung und auch die beruflichen Erfahrungen, die sich im Lauf der Jährchen ansammeln, in gewisser Weise darauf auswirken, wie ein HT mit ganz unterschiedlichen Menschen klarkommt und Lerninhalte vermittelt.
Der Witz ist, dass CvR eindeutig die Schüler zu eigenem Denken anregen will. Ob sie dabei immer und überall den richtigen Ton trifft, sei mal dahingestellt. Grundsätzlich liegt es jedoch an jedem selbst, damit umzugehen. Draußen triffst du auch nicht nur auf nette, alles mitmachende HH, sondern wirst oft auch heftig kritisiert, bevor sie den Sinn des Ganzen verstanden haben
. Somit stellt sich an sich schon in der Ausbildung hier die erste Hürde... "Wie gehe ich mit jemandem um, (gewünschtes einsetzen) a) vor dem ich Angst habe, b) der nicht zuhört, c) den ich nicht so sympathisch finde, d) vor dem ich in Ehrfurcht erstarre, e) der mich mit seinen immer wieder gleichen Fragen zur Weißglut bringt usw. usf.
@ naijra
Zitat
Jeder Hund, der ein Nein kennt, jeder, der schon mal durch eine Leine begrenzt wurde hat nicht nur positive Bestärkung erlebt. Und sogar während einer reinen Clickersession erlebt der Hund nicht nur positive Bestärkung. Jede entgangene positive Bestärkung (weil der Hund nicht das gewünschte Verhalten gezeigt hat) ist gleichzeitig lerntheoretisch eine negative Strafe. Da nützt alles "nur-positiv-beteuern" nichts. Ich finde es bedenklich, wenn sich Trainer der negativen Einwirkungen und Einflüssen nicht mal bewusst sind. Denn dadurch können sie natürlich auch nicht bewusst und sinnvoll damit umgehen.
Ich habe nie das Gegenteil behauptet und mir sind die Lerntheorien durchaus bekannt und bewusst. Darum ging es hier aber nicht wirklich. Vielleicht liest du den Fred doch nochmal durch.
cazcarra