Beiträge von cazcarra

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    Ich bin ein Fan davon Hunde instinktgerecht auszulasten und würde niemals dafür plädieren einen Mali nur in die Ecke zu legen. Aber ich würde das Hochfahren nicht noch fördern, weil ich den Sinn darin nicht sehe. Wenn der Besitzer "Pech hat", dann fördert er nämlich genau damit, dass der Hund sich im Alltag auch weniger unter Kontrolle hat. Hier das richtige Maß zu finden, ist oft schwer, weil die Hunde es nicht kennen und die Besitzer auch nicht.

    Da sind wir doch endlich mal einer Meinung (*imkalenderankreuz* :D )

    cazcarra

    An sich steht oben schon so ziemlich alles.

    Allerdings stellt sich die Frage: Was lernt Hund, wenn Mensch ein Kommando 3, 5 oder 10 Mal hintereinander gibt?
    Nur, dass er es beim ersten Mal nicht befolgen muss.

    Rufe ich meinen Jungspund ab und er kommt nicht spätestens beim 2. Mal, dann hol ich den Hund kommentarlos ab. Auf zum nächsten Mal... Üben, üben, üben und nicht vergessen: In der Pubertät haben sie gerne mal Tomaten in den Ohren... Verlernt haben sie dadurch ganz bestimmt nichts.

    Ein Platz bzw. Bleib wie von dir beschrieben ist für einen Jungspund eine etwas zu heftige Herausforderung, wenn deine Aufmerksamkeit dann nicht mehr bei ihm ist.

    Immer mit der Ruhe
    cazcarra

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    Ich glaube, dass ist einer der Hauptpunkte, den bordy hier anspricht. Dem Hund dieses Rambazamba zugestehen, ihn nicht ruhig halten aus Angst, eine höhere Trieblage ist nicht kontrollierbar.

    Hmm... wenn dem so wäre, hätte ich das völlig missverstanden.

    Ich verstehe den Fred so, dass das Problem an der "modernen" Hundeerziehung an sich festgemacht wird.
    Aber vielleicht ist mein Hirn ja auch schon hinüber für heute.

    cazcarra

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    Nö, das sehe ich anders. Es kann nicht sein, das ich mir einen Gebrauchshund ins Haus hole und dann drauf vertraue, das ein Trainer das schon richten wird. Das sollte ich selber können. Sonst lass ich die Hände von so einem Hund. Wenn es nicht klappt, ok....dann sollte man einen Trainer um Rat bitten, aber von vornherein so zu denken, finde ich nicht ok.

    Liekedeeler, denkst du nicht, dass ich mir das so wünschen würde?

    Als HT bekomme ich aber eben die "Fehlentscheidungen" der Leute präsentiert und muss damit arbeiten. Punkt. Und das tue ich, denn für die, die zu mir kommen, ist es ein Lebewesen, dass sie lieben und nicht einfach weggeben möchten (auch wenn das vorkommt, weil ich explizit dazu rate, was glücklicherweise selten vorkommt).

    Dann ist sozusagen der Zug raus und der HT muss retten, was zu retten ist. Mehr oder weniger, kurz und knapp.

    cazcarra

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    In diesem Falle meine ich mit "Moderner" Erziehung (deswegen auch die Anführungsstriche) das hier im Forum so oft präferierte absolute Ruhe halten - wo es als generell extrem schlecht angesehen wird, wenn er Verhalten zeigt das ich zum Arbeiten in bestimmten Bereichen absolut brauche .

    Was kennst du für HT? Was hat "Ruhe halten" mit moderner Hundeerziehung zu tun?

    Was Niani schreibt - Arbeiten mit Hund mit positiver Bestärkung und ohne Hauruck und Trallala - mag als "moderne Hundeerziehung" bezeichnet werden - ich nenne sie artgerecht.

    Und der Hund, der Ruhe braucht, bekommt die Möglichkeit dazu, sie zu finden. Und der Hund, der auch mal Rambazamba braucht, um ausgeglichen sein zu können, bekommt das.

    WIE das aufgebaut und gearbeitet wird, ist dann eben das Thema.

    cazcarra

    Interessanter, länglicher Beitrag, der mich zum Schmunzeln bringt.

    Was hat die sog. "moderne Hundeerziehung" damit zu tun, wenn es mit dem (triebstarken) Gebrauchshund (in Familienhänden) nicht klappt?

    Nix.

    Es hat einzig mit dem Trainer zu tun, der dem Hund und seiner Umgebung entsprechend individuell nach einer passenden Auslastung, Beschäftigung, Aufgabe zu suchen hat.

    Ich hatte bzw. habe diverse (triebstarke) Gebrauchshunde (in Familienhand) im Training, die in keinster Weise unausgelastet, unzufrieden, junkie oder sonstwie für den HH und seinen Alltag "unangenehm" drauf sind. Und dennoch muss ich dafür nicht mit Mali, DSH oder Boxer Schutzdienst, mit dem Windi Hasenrennen oder mit dem Border Schäfchenhüten spielen...

    Leider ist es doch so - und da sind wir wieder beim Grundübel - dass sich jeder HT nennen kann. Ganz gleich, ob er nach altem Muster von anno Dunnemals arbeitet oder behauptet, "nach neuen Erkenntnissen" zu trainieren. Unter diesen vielen, vielen (oftmals) selbsternannten HT ist das Problem zu suchen. Im nicht vorhandenen Wissen, im nicht vorhandenen Einfühlungsvermögen in Bezug auf Hund und Mensch.

    cazcarra

    Wo ham se dich denn losgelassen? :???:

    Unsicherheit - ja.

    Und dann kugelt man sich notfalls mit dem Hund im Scnauzgriff auffem Boden, damit er auch ganz bestimmt das Vertrauen verliert.

    Dümmer gehts nimmer. Sorry.

    Abgesehen davon, dass ein HUNDLICHER Schnauzgriff niemals auf solche Weise ausgeführt wird, vom Timing her exakt kommt und extrem kurz und klar ist, neigt der Mensch von Haus aus zu Übertreibungen. Sie oben dein erster Absatz.

    Mich schüttelts, wenn ich solch gequirrlten Mist lese.

    cazcarra

    Nicht zu vergessen, dass der Hund momentan in der schönsten Spooky-Periode steckt (plötzliche Angst vor was auch immer).

    Dein Hund ist mitten in der Entwicklung.

    Ohne Arbeit deinerseits geht nichts. Die "schnelle und bequeme" Lösung für Frauchen wird weder den Hund noch letztlich dich glücklich machen.

    Und wenn einer Trainerin bei einem DSH in dem Alter für dieses "Problem" lediglich Disks einfallen, dann hat sie ihren "Beruf" verfehlt.

    cazcarra