ich bräuchte mal ein, zwei Ratschläge von euch. Es geht um unseren Nepi, ein im Großen und Ganzen sehr liebes und unkompliziertes Hündchen. Eigentlich kein Wuff wo man allgemein sagen würde "Angsthund".. nur anders kann man es eigentlich nicht betiteln.. ![]()
Er knurrt niemand an, er beißt nicht, verfällt nicht in unkontrollierbare Panikattacken- nein wenn ihm was merkwürdig vorkommt, er eine Situation nicht einschätzen kann, sich die Rahmenbedingungen ändern, verkriecht er sich in sich selbst. Öhrchen angeklappt, Rute die sonst immer oben ist, sinkt nach unten..
Früher war sie dann eingeklappt, komplett, er war gar nicht mehr ansprechbar, ist wenn möglich in ein Versteck geflüchtet- da reichte ein lächerlicher Strauch oder auch ein Erdloch. Inzwischen vertraut er mir soweit, das nicht mehr blankes "Ich bin nicht mehr da" herrscht, sondern er weitestgehend auf mich reagiert, mir folgt, zwar zögerlich aber immerhin. Ich darf ihn auch inzwischen in Arm nehmen, er kommt richtig kuscheln, also ist definitv eine Besserung da.
Wenn man ihn so allgemein kennenlernt, dekt man gar nicht das er ein unsicherer, ängstlicher Hund ist, der ich nenns mal so Probleme hat Menschen wirklich zu vertrauen, eine Beziehung aufzubauen.
Er geht auf Menschen zu- quiek, quiek, die ganze Körperhaltung und Mimik und Gestik ist in dem Moment ein Gemisch aus: Tu mir nichts, du bist Chef, ich unterwerfe mich aber streichel mich, ich bin ein armer Hund. Sehr interessante Mischung, sehr charmant. Wie weit der Kontakt geht bestimmt dabei aber er.
Wir haben ihn jetzt 2 Jahre und ich mag diesen kleinen Kapser unheimlich gern. Ich find es aber wahnsinnig schwierig ihn aus dieser Starre raus zu holen. Hat da jemand Tipps oder Ideen?
Ein Beispiel vielleicht von gestern, wo es mir wieder sehr bewusst geworden ist, ich mich ihm gegenüber unfähig gefühlt habe. :/ Wir auf einem THS Turnier. Er ist zwar generell kein super Temperamentsbündel aber auf dem heimischen Hundeplatz, bzw. wenn ich mit ihm auf unserer Pferdekoppel übe, wo er sich wohl fühlt, alles vertraut ist, sind die Ohren meist vorn, er ist munter und meist auch aufgeweckt dabei- außer es regnet, das mag er nicht.
Gestern, Öhrchen angeklappt auf den fremden Platz. Ich ihn vorher extra schon 15 Minuten eher aus dem Auto geholt, ihn alles angucken lassen, mit ihm versucht Leckerlisuchen oder Dummyspiele zu spielen- da taut er sonst gut auf, nichts, nur halbherzig ging er auf meine Motivationsversuche ein, war auch in den Prüfungen sehr zurückhaltend, obwohl er versuchte mir trotzdem es soweit als möglich in seiner Unsicherheit recht zu machen.
Es war jetzt nicht unser erster Wettkampf, doch ich hatte in letzter zeit so das Gefühl einen besseren Zugang zu ihm gefunden zu haben, hatte gehofft, diesmal wirds "besser", er fröhlicher, kann das ganze mehr geniessen.. denk so immer das ich ihn zu etwas "nötige" was er den Moment nicht will, nur mir zuliebe tut, doch an und für sich hat er Spass dran, hatte auch gestern seine guten Momente und es ist ja auch im Alltag so das es solche Momente gibt, die er merkwürdig findet, die man nicht immer vermeiden kann.. hoffe es ist jetzt nicht zu wirr..
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