Donnerstag morgens um 7.30.. Der Wecker klingelte, ich krabbelte motivert aus meinem Bett, heute war der Tag des Ökogespanns!
Hunde geweckt, angezogen und auf ging es zu unserer Trainingsstrecke. Weiss gar nicht mehr mit wem Pueppy und Esi den Moment fuhren.. Ich glaube Pia hatte Baju und Dusty und Pueppy..?? ich glaube Desch?? Die dann irgendwann Esi den Schuh geklaut hat?
ich war mit meinen Ökomodellen beschäftigt und dabei genug aufgeregt. hihi.. Geplant war eigentlich Nepo und Syd im Lead, da sie sich beim Joggen so gut akzeptiert hatten und Josy im Wheel. Nepo guckte aber ständig nach hinten zu Josy und mir, traute sich nicht Syd gegenüber meine Kommandos durchzusetzen, Josy versuchte dies aber wiederrum- sprich ich hatte immer wieder ein Knäul aus Hunden und Leinen.
Nach ca einem Kilometer, hab ich dann einfach umgespannt, Josy zu Syd nach vorn, Nepo ins Wheel- mit leichtem Herzklopfen. Immerhin Josy nicht unbedingt mit allen Hunden verträglich, Syd ihr im Prinzip völlig fremd und nun mithilfe einer kurzen Neckline an ihn gekoppelt- ob das funktioneren würde?? Oder ob ich Pueppy einen Syd mit Loch beichten musste? Was mir Mut machte, war die Tatsache, das sie in dem Geknuddel was wir vorher paarmal hatten auch schon mit Syd unfreiwillig verknotet gewesen war und dies ganz gleichmütig hingenommen hatte.
Also neben Syd gestellt, Neckline eingehakt, kurz sie aus dem Augenwinkel beobachtet während ich die Zugleine befestigte und Nepo einspannte. Es passierte: Nichts! Josy stand völlig entspannt da, Syd auch, Nepo war verwirrt. Ich mich zum Rad begeben und das Startkommando gegeben. Alles setzte sich in Bewegung, Josy hielt erstmal soviel Abstand zu Syd wie es die Neckline erlaubte, doch nach kurzer Zeit arbeiteten die zwei zusammen als ob es das normalste der Welt wäre und bald liefen sie auch Fell an Fell. Nepo fand die Idee als Wheeldog besser als vorne neben einem fremden Hund zu laufen und so konnten wir unsere Runde endlich ohne Knoten geniessen.
In dem ganzen Gewusel hab ich wieder die Abzweigung verpasst und bin mit meinem Gespann immer weiter geradeaus gefahren und dachte mir "irgendwann gehts schon wieder links rum" denn das ich in die Richtung musste wusste ich. Erst gings so mit ca 20-30% Gefälle ewig lang nach unten, Hinterradbremse blockierte mir, sodass ich immer abwechselnd mit Vorderbremse arbeiten musste. Anschliessend ging es wieder ganzes Stück geradeaus, plötzlich standen wir vor einem fast senkrecht nach untern verlaufenden Weg- den wollte ich dann doch nicht mehr fahren, ich hatte so Zweifel ob ich da heil unten ankommen würde... 
Also doch mein Gespann gedreht, retour die Geschichte. Die 20-30% Gefälle hatten wir nun also als Steigung, Hunde haben ordentlich gezogen , doch trotz Mittreten im kleinsten Gang drehte mein Hinterrad durch. "Halt", Wuffs warteten brav, guckten mich fragend an- sogar Syd, obwohl ich ihm ja völlig fremd war. Stieg dann ab, Lenker festgehalten und gab das Gokommando- betend das jetzt die Ökos nicht auf Tempoideen kommen würden. Doch ganz brav liefen sie im Schritt den Berg hoch, dabei leichten Zug auf dem Rad, sodass ich eine Chance hatte Rad festzuhalten und mitzulaufen. Gefühlte 30 Minuten später, hatten wir den Gipfel erreicht, nach kurz Luft holen- Hunde warteten brav- bestieg ich mein Mountainbike und auf gings, nun nach einer rechts Abzweigung suchen. Irgendwann hatten wir dann auch die Abzweigung gefunden die wir vorher verpasst hatten und bogen auf die bekannte Strecke ab.
Anstatt durch den Wald zurück zu fahren wählte ich den Weg am Waldrand- herrliche Weitsicht, da wir uns ganz oben auf einem Berg befanden und ein toll laufendes Ökogespann- kann das Leben schöner sein?? :wolke7: , nochmal einen recht steilen Berg herunter, ehe wir wieder beim Auto eintrafen. Esi wollte mich schon suchen gehen...
Strecke kann ich so genau gar nicht sagen, hab in der Aufregung vorab vergessen Streckenaufzeichnung anzuschalten. Nach dem Umdrehen hab ich aktiviert (falls ich mich komplett verfahr) und ab dann warens 3,4 Kilometer. Ich glaub Rückweg war bissl länger als Hinweg, also ingesamt solltens ca 7km gewesen sein.
Hab dann alle meine Hunde versorgt, Rad wieder im Auto verstaut und dann hat auch schon Freki zum Joggen auf mich gewartet. Er hüpfte vorher wieder fröhlich auf und nieder- Freki halt. grins.. Vom Frühjahr wusste ich ja schon wenn einem beim Starten der eigene Rücken lieb ist, Leine langsam aus der Hand geben. Danach ist so ein zugstarker Hund- gerade wenns zum Start bergauf geht- eine echte Freude. Bergab oder wenn eine Katze des Weges kommt, gehts dafür etwas auf die Gelenke. Im Anschluss durfte ich erstmal kurz die Knie wieder ausschütteln und einrenken. Strecke waren wieder 4,3 Kilometer, Geschwindigkeit im Durchschnitt 10,2km/h. So ein bisschen Freki könnten meine beim Joggen auch ab und an sein..
Nachmittags war ich dann noch meinen Bruder in Dresden besuchen, während es morgens echt noch kühl war in den Bergen, wars in Dresden richtig warm und sonnig. Wir hatten uns mit den Hunden joggen gehen vorgenommen- weil ja so vormittags war ich ja noch nicht
- haben dann erstmal gemütlich Kaffeestunde abgehalten, bevor wir loszogen. Bissl kreuz und quer spaziert, bis wir beim Grossen Garten ankamen. Dort Leinen in Zuggeschirre eingehakt und losgetrabt. War jetzt kein Drama das es so warm war, da die Wuffs morgens schon gelaufen waren, war die Wahrscheinlichkeit das sie sich Nachmittags verausgaben eher gering und ausserdem stellen die zwei bei über 20 Grad Zugarbeit fast immer zuverlässig ein.
So wars denn auch.. Gemütlich trabten wir durch den Park, freilaufenden "Tut-nix" grossflächig ausweichend, Hunde in maximal leicht gespannter Zugleine vorweg. Mein Bruder fand die Momente wo Nepo doch mal etwas mehr zog (Eichhorn) sehr schön und wollte mehr, ich hab ihn auf kühlere Tage vertröstet oder ihm Freki nahe gelegt.
Nachdem wir gut 4 Kilometer mit maximal 19km/h kreuz und quer gelaufen waren, mit kurzem Stop am Wasser für die Wuffs, gingen wir mit den Hunden noch etwas spazieren und kamen irgendwann wieder in seiner Wohnung an. Kurz geduscht, hübsch gemacht und auf zu seinem Lieblingsitaliener! Hunde durften natürlich mit, mit frisch gebürstetem Fell, ohne Schleifchen, die lassen sich bei kurzhaarigen Hunden so schlecht platzieren.
Irgendwann kurz nach Mitternacht war ich dann zurück und fiel mit den Hunden todmüde ins Bett. Um 7.30 Uhr bimmelte unerbittlich der Wecker..