Ich bin in der Frage Asphalt/ Pflaster oder nicht eher pragmatisch- es lässt sich nicht komplett vermeiden also versuchen wir soweit es geht auf weicheren Wegen zu laufen, geraten aber über Pflasterwege nicht in Panik. Meine Wuffs kommen pfotentechnisch sehr gut mit hartem Untergrund klar, das ist wirklich zum Grossteil Gewohnheit. Sogar Nepo der recht weiche Ballen hat, hat mit z.B. unser 7km Industriegebietrunde keine Schwierigkeiten. Nach und nach Strecken auf hartem Boden gesteigert und sich dran gewöhnen lassen, natürlich. Was ich vermeide und auch beide Hunde nicht mögen, ist galoppieren auf hartem Untergrund.
Laufen auf hartem und ebenen Untergrund schont tatsächlich die Sehnen und Bänder. Der Fuss/ Huf/ die Pfote fußen eben auf -keine Seitwärtsbewegungen auszugleichen- und kann auch leicht ohne sich aus weichem, ggf. kippligen Untergrund "befreien" zu müssen, wieder abfußen. Ich greif mal wieder in die Pferdekiste, da kenn ich mich bezüglich Biomechanik besser aus. ;-)
Pferde die z.b. die tiefe Beugesehne kaputt hatten (dafür verantwortlich den Huf anzuwinkeln/ nach oben zu heben) sollen in der Regenerationsphase ausschliesslich Asphalt, maximal harten ebenen Waldboden laufen um eben die Sehne langsam wieder an ihre Belastung heran zu führen. Natürlich galoppiert man darauf nicht, doch Schritt und Trab soll und darf sein.
Ach ja und wenn ich es bei mir so beobachte- ich laufe ja auch mal Asphalt, schweb ja nicht hinter meinen Wuffs her
- die Stossbelastung auf die Gelenke ist höher ja, doch mit sauberem Abrollen und einer gewissen Muskulaturspannung ist das kaum merkbar, weil man sein Gewicht abfedert. Schwierig wirds wenn man mit ermüdeter Muskulatur läuft und deswegen weniger/ unsauberer abfedert, dann merk ich schon wie es in den Gelenken rumpelt. Doch in dem Fall wäre auch Wald schlecht, weil da die Gefahr des Umknickens erhöht ist.