Ich hatte zwei Böckchen die wirklich ein Herz und eine Seele waren- Willi und Silver. Haben mir meine Jungböckchen erzogen und wollten dann lieber wieder alleine sein. Die waren so süß zusammen. 
Silver ist mir dann auch vor zwei Jahren, ganz kurz vor Weihnachten verstorben. Nachts noch Klinik - alles drum und dran. Er hat die Nacht nicht überlebt. Willi hat so extrem getrauert, sich an den toten Kumpel gekuschelt und sich den ganzen Tag nicht bewegt. Das hat mir auch so weh getan. Hatte ich so extrem nie gedacht.
Auch Degus trauern zb. sehr um tote Kumpane. Als meine ältesten im Frühjahr kurz hintereinander lange krank waren und theoretisch in der Gruppe ihren Rang nicht mehr hätten verteidigen können, wurde sich von den Gesunden ganz rührend gekümmert, getröstet und gewärmt. Und für den letzten Gang habe ich die ganze Gruppe mitgenommen, sodass sie sich auf dem Rückweg vom Tierarzt verabschieden konnten. Das haben sie auch tatsächlich getan. In Büchern liest man immer so ungefähr "das ist denen egal" , "kranke Tiere immer einzeln" - meine Erfahrungen gehen in genau die entgegengesetzte Richtung. Meeris und auch Degus sind unheimlich soziale Tiere und ohne die gewohnten Kumpels dauert eine Genesung extra lang. Und ihnen abzusprechen um Tote zu trauern, ist wie zu behaupten Hunde bellen nicht. ;-)
Bei uns ist momentan der Flur das Heim der Böckchen. Draußen war mir dann doch schon zu kalt. Und die finden es toll. Eigentlich ist es eine recht scheue Truppe aber weil sie nun so "mittendrin" im wahrsten Sinne des Wortes sind, tauen die vier richtig auf. :-) Haben halt ihre Boxen mit rein bekommen, wo Streu drin ist und rundrum sind Handtücher samt ihren Häusern- es ist nicht optimal aber Platz haben sie genug und Handtücher ausschütteln, fegen und neue platzieren, ist im Rahmen des täglichen saubermachens kein Drama.
Ihre Wohnung ist momentan noch durch die Pflegedegudamen belegt. Die eigentlich bissl höher ziehen sollten im Käfig aber die Herren waren sich noch nicht so grün.
Naja so sind auch alle zufrieden. Neue Vergesellschaftung der Herren ist in Arbeit. Nur das jeder Besucher unweigerlich in einem Meerizuhause steht. 