Bei Payka hab ich von Anfang an anbinden als etwas total tolles, aber auch selbstverständliches verknüpft. Anbinden hieß Aufmerksamkeit, Leckerlis, Futter.. und Ruhephasen. Die ersten Tage in Minieinheiten, mit Strick nur um den Anbindebalken gelegt und nach und nach ausgebaut.
Allerdings hab ich nie diskutiert ob abhauen geht. Ich verwende zb. keine Panikhaken, weil ich nicht will das Hotti abhauen kann. War der Strick um Balken gelegt und sie wollte los, hat er zwar nach gegeben, doch ich hab mirs Ende sofort geschnappt, Pony umgedreht und wieder hingestellt. Als das drinnen gut geklappt hat, auch draußen mal ganz kurz an Baum, an Pfahl- sie war da aber auch echt unkompliziert. Ist vom Gemüt doch einfach cooler als so Warmblut. :-)
Cognac war ja nun schon älter damals. Ca 10 Jahre. Zum einen haben wir geübt, dass auf Druck vom Halfter im Genick nicht gegen gedrückt wird sondern nachgegeben, bzw zumindest nicht von seiner Seite gegen gedrückt. Leckerlis können da helfen und nein nicht Pferd in Panik bringen, sondern einfach mal Strick annehmen und etwas Druck aufbauen.
In der Übungsphase hab ich Strick auch nur durch Gitter locker gelegt. Später so etwas durch paar Stangen geschlangelt- das gibt nicht so schnell nach, aber immer noch flexibler als fest gebunden. Auch hier schon immer- jeden Fluchtversuch unterbunden. Strick geschnappt und umgedreht, wieder hingestellt. Da bewährt sich kein Panikhaken.
Ein 1, 80 Hotzi was fröhlich hocherhobenen Kopfes durch die Stallgasse trabt, am Halfter einfangen- Murks.
Stufe drei war dann eben anbinden. Das ging im großen und ganzen auch super. Der Herr hatte verstanden worums grundsätzlich geht. Aber es wäre nicht Cognac, wenn nicht ab und an trotzdem noch in Frage gestellt werden müsste was gestern noch selbstverständlich war. Grins. Damals fand er lange irgendwo rum stehen doof. Langweilig. Das heißt wenn er sich dann noch in Strick hängte, dann mit voller Absicht und wirklich Kalkül. Hat vorher immer schon mal so leicht Druck aufgebaut um zu testen wo und wie er vielleicht... und wenn er meinte jetzt, hat er sich losgerissen. Was wir da teilweise an Halftern gelassen haben. ![]()
Ganz ehrlich- da war bei mir auch der Spaß vorbei. Sprich es stand ne ordentlich lange Gerte in greifbarer Nähe und hab ich oder mein Freund gesehen, das er testet, taten wir als ob wir mal weg gehen müssten- Sattel holen oder so gell?
Cognac wähnte sich unbeobachtet und versuchte sein Glück- zack gabs was aufn Po, mit scharfem "lass es". Teilweise stand er dann zwar vor Verblüffung erstmal halb in den Gitterstäben aber das Spiel haben wir nur paarmal gespielt und Ruhe war.
Draussen sind wir ähnlich wie bei Payka jetzt vorgegangen. Immer nur kleine Phasen anfangs und am besten so im letzten Drittel eines 30km Trainingsrittes- da war er froh stehen zu dürfen.
Heute kann man ihn überall hinstellen. Er entspannt sich sofort und bewegt sich höchstens Richtung Grasbüschel sofern vorhanden. Falls er sich doch mal erschreckt und ins Halfter geht, gibt er sofort nach wenn er Druck spürt.
Rick ich habe noch ne absolut coole Bilderstory vom Pony von Montag- gleiche Wanderung wie eben. Moment, ich lade...