Ich befürchte fast, egal ob gemeinnütziger Verein hin oder her, egal welche Intentionen grundsätzlich dahinter stehen, ab einer gewissen Menge von Geld, Macht und Einfluss geht es nur noch darum diese zu mehren. Dass in diesem speziellen Fall gerade die zerstört werden, die ja grundsätzlich im Interesse der Natur arbeiten ist wohl die Ironie an der Sache. Schade. Ich hoffe in meiner Naivität ja immer , dass Menschen besser sind. Dass man dem nächsten helfen möchte, dass auch das Wohl und Glück der anderen wichtig sind. Aber dass ist wohl wirklich sehr naiv.
Beiträge von nepolino
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Ok, nach der zynischen Phase kommt dann wohl die stinkige Phase.
LG, Chris
Ja anscheinend.
Ich bin ja eigentlich ein sehr gutgläubiger, eher etwas naiver Mensch aber so die Kombination der aktuellen Ereignisse..Agrarprämien in Richtung "naturverträglich" ändern -wer hat davon was? Mmhh...
Landwirte zum aufgeben "zwingen" indem man ihnen den Schutz der Tiere sehr, sehr schwer macht und im Rissfall ihnen noch Geld abknöpft..
Wer hat genug Geld um die frei werdenden Ländereien aufzukaufen? Wer bewirtschaftet sie "naturverträglich" (indem zb einfach paar Koniks drauf gestellt werden) ? Wer kassiert dann die Prämien für die naturverträgliche Bewirtschaftung? Tja... Ich bin eigentlich nicht verschwörungstheoretisch angehaucht aber irgendwie..

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Mich machts dass auch richtig stinkig. Vor allem, wenn man bedenkt, wass auf jeder Infoveranstaltung zum Thema Wolf erzählt wird.. "ordentliche Zäune und ggf Hunde und alles kein Problem und wenn der Tierhalter dass nicht tut, ist er selbst schuld bzw er lässt seine Tiere aus Bequemlichkeit abschlachten" und dass mit der Idee kombiniert, dass Agrarprämien bei erfolgten Rissen als "Strafe" zurück gezahlt werden sollen- ich habe mich heute noch nicht darüber beruhigt.

Und dass schlimmste ist, dass die Grudargumentationen hinter den Aussagen für "Laien" erstmal sehr schlüssig sind. Die bösen sind also die Landwirte /Tierhalter.
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Bestimmt.
Das wäre ja die Idee schlechthin. Köderweiden um die eigentlichen Weiden und wenn sie drauf sind kommen die 3Meter Tore aus dem Erdboden gefahren.
Solange Wolf artig ist können alle Wildtiere normal die Landschaft nutzen, will er verbotenes tun, wird er eingesackt und vors Wolfdudugericht gestellt. 
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Das Gerücht geistert schon eine Weile rum, dass man plant, dass Bauern keine Entschädigungen mehr bekommen - bzw so wie jetzt schon, nur noch wenn x Auflagen erfüllt sind- sondern sogar Prämien gestrichen bekommen sollen, wenn sie Risse zu verzeichnen haben und der zugerufene Berater feststellt, dass der Zaun an einer Stelle 10cm zu niedrig war, 100Volt zu wenig auf dem Zaun, die Schafe/Rinder/Pferde nicht gesichert - weil sie vor Panik durch den Zaun gegangen sind usw... und ja sobald sie draußen gerissen werden, gilt dass Tier als nicht gesichert. Das wäre der absolute Gipfel der Dreistigkeit.
Keine Hochsicherheitstrakte wollen und mitfinanzieren und im Rissfall den schwarzen Peter zum Landwirt schieben und ihm noch Geld abknöpfen. Hätteimmerhin zwei Effekte..- was man beim Biber nasse Enteignung nennt passiert hier, indem die Landwirte frustriert aufgeben, die Flächen übernimmt Nabu, Bund und co und machen daraus Naturschutzprojekte...
- die hartnäckigen Landwirte melden Risse nicht mehr, auch nicht mehr dem Bauernverband, so bleiben die Risszahlen schön unten und es gibt offizell keine Probleme mit dem Wolf.
Super Strategie. Wahrscheinlich wurde darüber immer in den Gesprächskreisen bei Kaffee und belegten Semmeln sinniert, anstatt darüber, wie man den Landwirten effektiv helfen kann. Billiger (40Millionen ist ja mal ne Hausnummer..), man legt sich nicht mit Kuschlern und Balkonbiologen an und die Lobbyarbeit der Naturschutzverbände rechnet sich auch gleich. Vielleicht vergessen die betroffenen dabei ein wenig, dass es dann kein heimisches Rinderfilet mehr gibt aber gut Argentinien produziert ja auch genug.

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Bei uns wächst auch noch nichts. Es war jetzt wochenlang maximal 10 Grad plus, da würde ich mich als Knospe auch nicht raus trauen.
Aber ich pflanz jetzt Wochenende die Tomaten schonmal raus, drinnen mickern die nur noch rum, es soll jetzt warm werden. Hoffentlich. Aber ob sie nun drinnen sterben oder draußen, egal. Ins Hochbeet wollt ich keine Schnecklblumen israel. Ich hatte eher an die Beetler gedacht.
Wenn ich nur eine klettern seh, dann kommt oben Natowelle dran. 
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Saatband 15 m Blühende Schneckenbarriere | von Gärtner Pötschke
Steht leider nicht bei, was genau beteiligt ist.
Aber vielleicht erkennt ein geschultes Auge auf dem Bild ein paar Blumen?Ich denke auch, ich teste die Sache mit den Hängegurken mal. Sie wollen ja nur ihre Ranken ausstrecken können. Wasser wird vielleicht mein größtes Problem in Ampel aber da muss ich mal gucken ob ich unten so Tonähnliches rein tue. Zum speichern.
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Ich habe aber zb nicht soviel Garten.
Ich pflanz ja schon Erdbeeren in Hängetöpfe zb um Anbaufläche zu vergrößern. Hatte auch schon überlegt, ob dass mit Gurken auch ginge? Im Hängetopf? Hab Wochenende 12m Pergola günstig geschnappelt, da ist Platz zum hängen.
Hat dass mit den schneckenabwehrenden Pflanzen schon wer probiert? Hilft dass? 
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Ich habe beim Gartenkatalog gesehen, dass es Saatteppiche gibt, aus denen dann schneckenabwehrende Blumen sprießen sollen. Die Idee fand ich eigentlich total schön, was buntes und Schneckls gehen eben Gras anstatt Salat kauen. Bei mir kommt eh alles irgendwie in Kübel /Hochbeete, da müssten Schnecken schon gut klettern können.
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Bitte einmal Ironie und Zynismus googln.

@Terry ich weiß was du unterschwellig zu hören meinst. Dass ist aber nicht per se eine Ablehnung gegen die Wölfe an sich, sondern eine um sich greifende Fassungslosigkeit angesichts der Unfähigkeit der Behörden. Man kommt sich wirklich vor, wie ein Freiluftversuchskaninchen. Natürlich bin ich grundsätzlich zuerst dafür verantwortlich, meine Tiere zu schützen und im Wald nicht aufgefressen zu werden.
Diese absolute Kuscheltaktik gegenüber den Wölfen macht es mir aber verdammt schwer. Dass Rudel, was bei uns seit Oktober bald wöchentlich in Nutztierherden oder Wildgehege geht, dabei auch Hof- und Dorflagen nicht scheut, das Rudel hat mich abends im dunklen auch schon beobachtet. Da wird einem verdammt anders, denn scheu sind die nicht und klatschen wird die wohl nur zu einem müden Lächeln bringen. Und wenn einem wie Nocte schon mehrere Tiere gerissen wurden, dann kann ich auch eine steigende Verbitterung völlig verstehen. Klar ist es für ein Lösungen suchen nicht sehr hilfreich, doch welche Lösungen sollen denn noch gesucht werden?Landwirte haben verdammt lange Arbeitstage, dass letzte was sie haben ist Zeit und Geduld um ein Problem in der zigmillionsten Arbeitskreisrunde bei Gebäck und Tee auch noch aus dem allerletzten Winkel zu beleuchten. Ich mein wir haben hier doch inzwischen genug Praxiserfahrung gesammelt um festzustellen, dass
- Zäune schon Richtung Fort Nox gehen müssen, um wirklich annähernd wolfssicher zu sein
- möchte man solch Zäune, die Weidetierhaltung und Wolf ermöglichen wirklich?
- Dann bitte mit leben, dass Rehe und Wildschweine nicht mehr frei die Landschaft passieren können und Kröten, Echsen usw ab und an gegrillt werden
- Baurecht anpassen
- Zusatzkosten für diese Zäune den Landwirten erstatten - ohne 12seitige Formulare, die Grundbucheinträge und notarielle Beglaubigungen fordern.
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Ansonsten klipp und klar sagen, dass man es nicht als Problem der Politik und Naturschutzverbände sieht und mit dem Echo der Bauern leben. Aber dass fällt den Schnakern in ihren Schreibtischstuben schwer, einfach klipp und klar zu sagen, was Sache ist - etwas, dass pragmatisch veranlagten Menschen, die es gewohnt sind, dass Arbeit erledigt werden muss, potentiell auf die Palme treibt.