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Sie sahen sehr zufrieden aus.. Hatten auch Heu gemummelt aber sich hauptsächlich wohl damit beschäftigt aus dem Kraut das beste frische fressbare raus zu suchen.
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Rouven bereitet sich mit Gymnastik auf den Tag vor.
Danach galt es alles aus den Packtaschen raus, neu einpacken. Wir versuchten noch mehr "schwere" Sachen in die seitlichen Taschen zu tun als eh schon. Dabei den Morgentee geschlürft und Milchbrötchen gemummelt zur Nervenberuhigung. Ich hasse packen. Alles nochmal abgewogen und dann die Pferde geholt.
Bei Payka hab ich den Sattel auch nochmal etwas verändert, um den Schwerpunkt noch einen Ticken tiefer zu bekommen.
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Den beiden war das alles ziemlich langweilig, also taten sie, was sie immer tun- sich necken und anzickeln. Es fängt an mit ein bisschen zärtlichem Geknabber hier und da und endet in zwei "wütenden" Schnappschildkröten, von denen keine auch nur einen Deut nachgibt. Wenn ich die Sache beende, wozu ein kurzes "Schluss jetzt" reicht, ist für 2-3 Minuten Ruhe, in denen sie völlig unschuldig gucken aber wenn die zwei Pappnasen glauben ich guck nicht hin, geht's wieder los. Verrücktes Volk.
Letztendlich haben wir drei Stunden lang Stück für Stück angeknotet, Testlauf über Testlauf über den Hof, ggf neu/anders verzurrt, bis wir sicher waren, dass es diesmal halten sollte.
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Der Tag begann also da, wo wir gestern aufgehört hatten- am Oder Havel Kanal.Die Strecke, die wir gestern "gespart" hatten, kam heute natürlich oben drauf und so wurden aus netten 28km für den zweiten Tag 37. Die Schleife zum Nachtquartier konnten wir einsparen.
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Die erste Pause des Tages gab es an der Rosenbecker Schleuse. Wir genossen alle die Sonnenstrahlen, einen kleinen zweiten Frühstückssnack, etwas zu trinken und die Ruhe an diesem Tag.
Ja da hast du wohl Recht. Viele kennen vermutlich nur noch fertige "Angebote". All inklusive Gesellschaft oder so.. dass zieht sich ja durch viele Bereiche. Da wird am Stammtisch gewettert, dass dies und jenes müsste und nach der Politik gerufen aber selber im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv werden? Nö. Die Idee kommt auch selten wem. Fragt man vorsichtig, warum nichtmal alle anpacken um zb die Dreckecke des Dorfes sauber zu machen, dannwirst erst groß angeguckt und wenn nicht sofort empört mit "geht uns ja nichts an" abgeschmettert wird, dann werden erstmal Arbeitskreise gebildet um zu überlegen wie und ob.. sowas treibt mich ja in Wahnsinn. In der Zeit ist es auch schon fünfmal erledigt. Und um den Bogen zum Thema zu finden - in der Zeit wo der Arbeitskreis tagt, grübel ich schon ob ich mir demnächst an einem Wochendausflug mal den Rügendamm aus Fußgängersicht genauer betrachte.
Chris übrigens hab ich ja mal geguckt - Entfernung zu dir per Fuß ca 300km. Zehn Tage kann ich da sein. Aber - wie erkläre ich meinem Pony, dass es am Urlaubsort keinen großen Pool gibt?
Sunti frag sie doch mal, ob ihr nichtmal mit den Pferden eine Tageswanderung unternehmen könnt. Nicht reiten, sondern einfach ein großer Spaziergang mit Picknick und Pause. Dass ist total schön.
Chaos Ayumi du glaubst gar nicht, wieviele Menschen sich mit ihrem Pferd nicht ins Gelände trauen. Darunter auch einige nette Leute- ich hatte eigentlich nie Mangel an Fremdpferden, mit denen man draußen Spaß haben konnte. Und wenn beide Seiten sich vertrauen, ist es manchmal auch drin, das Fremdpferd ne Weile zu entführen. Huibuhs Frauchen war aufgeregter als ich und auch ziemlich besorgt um ihren Schatz aber sie war auch jeden Tag, den er gemeistert hat, wahnsinnig stolz auf ihn.
Die Swiffer...
1. Suppen in allen Variationen, aufgießbar mit Heißwasser waren unser Hauptproviant. Nichts mit Fingern essen.
2. Ne Mütze ist bei nachts unter zehn Grad und draußen schlafen schon ganz gut. Hält die Hirnzellen warm.
3. Nein hats nicht aber selber laufen auch nicht.
4. Auch Pullerpausen müssen gut geplant werden. Die Buschbeschaffenheit muss stimmen, die Pferde müssen was zu grasen haben, die Hunde einen weichen Platz zum liegen derweil.. Greenhorn.
5. Dankeschön.
Kenjada du könntest dem Hund ja ne Isomatte mitnehmen. Oder ein Bett für den Pelzträger im Hotel buchen. Hab meine selbstaufblasenden Matten auch nur für die Hunde mitgenommen.
Sunti man muss ja nicht reiten. Man kann auch einfach Pferde mit Gepäck bepacken und zb einen kleinen Wochenendtrip gemeinsam wandern. Payka durfte mit 2,5 schon das kleine Picknicktäschchen tragen und war darüber immer sehr stolz. Den Rest hatte der Senior übernommen. Auch sowas schweißt sehr zusammen.
Generell sind Träume was schönes, ich bin ja da immer so veranlagt, dass ich versuche sie irgends umzusetzen. Nicht irgendwann vielleicht, sondern möglichst bald und sofort.. ja Geduld ist da nicht meine Stärke. Wenn der Trip ans Mittelmeer nicht machbar ist, ja dann eben an die Ostsee. Wenn keine Hotels drin sind, eben Schlafsack und Hängematte.. usw..
Ich lebe jetzt, nicht morgen.. und wo ein Wille da ein Weg. Bei dieser Reise war es so, dass ich sie letztes Jahr wirklich kenzeln musste, da Pony lange krank war aber dieses Jahr hab ichs gegen alle "passt eigentlich grad nicht" durchgezogen. Es war ja ein Versprechen an Josy und die Dame ist nunmal schon fast zwölf. Ob sie in einem Jahr noch bei mir ist? Ob sie dann noch 30-40km am Tag laufen kann? Ob Pferde dann beide gesund sind? Josy gings dieses Jahr dank Herzmedis gut, Troxocil vor der Tour um dem Rücken zu helfen und auf gings.
Wir haben so viele Menschen getroffen, in allen Altersklassen, die uns sehr oft wehmütig erzählten, dass sie doch dies und dass auch so gerne mal würden.. Ich befürchte, bei den meisten wirds beim träumen bleiben. Dabei waren es meist sehr bescheidene Träume. Dass finde ich so traurig und schade.. Schwierig in Worte zu fassen. Aber vielleicht haben wir beim ein oder anderen auch den Stein des Anstosses gegeben, wer weiß.
Dabei habe ich noch gar nicht alle Pannen des ersten Tages erwähnt.
Es gab da noch so Kleinigkeiten wie einen Hufschuh der nach dem Abladen repariert hätte werden müssen aber der Imbus dafür war Zuhause.. also erstmal Schuhe eingepackt..
In der Pause vermissten wir unser Besteck- es war noch Zuhause im Abtropfgestell..
Irgendwann im Wald fehlte eine Trinkflasche. Befestigung aufgegangen. Zuletzt gesichtet eine halbe Stunde vorher etwa- eine halbe Stunde, die wir größtenteils getrabt waren. Wir haben sie aber wieder gefunden- und später doch aufgeben müssen.
Irgendwann beim Lampe rauskramen hat sich die Mütze meiner Freundin im Wald versteckt und ist seitdem verschollen. Ich hoff dem Fuchs steht sie gut.
Es war eine typische Generalprobe.. was schief gehen konnte ging auch schief. Murphys Gesetz oder auch "wenn du denkst es kann nicht schlimmer kommen, dann kommt es garantiert schlimmer". Ich bin dass ja gewöhnt und betrachte solch Tage nur noch mit gewissem Staunen und frage mich, wer da grade wieder einen sehr merkwürdigen schwarzen Humor hat und sich grad köstlich amüsiert.
Zucchini erinner mich nur nicht an die Turnaktionen ala aufsteigen. Wir haben uns jedes auf und absteigen gründlich überlegt und schon anhand der Karten tw geplant. Für zwei Kilometer traben können sind wir nie rauf gekrabbelt. Im Schritt brauchts dafür ne knappe halbe Stunde, im Trab zwar nur 15 Minuten aber eh Kappen aufgesetzt, Erhöhung gefunden, Hunde und Pferde sortiert - ne das wars nicht wert. Das einzig gute- runter fallen war faktisch unmöglich. Wenn man denn erstmal oben war.. übers fahren hatte ich auch nach gedacht aber Huibuh hat noch Angst vor der Kutsche samt Payka und mit Wegen muss man dann ja noch mehr planen. Wenn Josy nicht mehr so lange Strecken laufen kann, dann aber definitiv so, jepp.
Herzlich willkommen dann noch an die restlichen Mitreisenden. Ich hoff ihr werdet nicht enttäuscht. Derjenige mit dem schwarzen Humor hat uns danach weitestgehend in Ruhe gelassen aber die Landschaften sind sicher auch ein paar Blicke wert.
Ich geb mir Mühe. Hab Mittwoch wieder Nachtdienst, spätestens da gibt's dann Tag zwei. Zuhause ist mein Internet in aller Regel zu langsam und eh ich alles so fertig hab, schlaf ich auch meist schon im stehen ein. Es sind auf jeden Fall etliche Tage. Da kommt noch ein bisschen Unterhaltung.
Du kannst aber dann auf jeden Fall unsere Verzweiflung über das Packtaschendrama sicher gut verstehen.
Letztendlich hielt der Sattel nach dem neu verschnüren etwas besser aber wirklich gut war anders.. da meine Freundin, das ausbalancieren des Sattels von oben nicht schaffte, bin ich aufs Pony gestiegen, sie hab ich auf Huibuh gesetzt, den an Strick, Hundeleine rechts und los gings. Gut, dass ich so oft ausreite. Also so mit Handpferd und Hunde. Normalerweise hat nur mein Handpferd keinen Reiter drauf aber sie war eh schon tapfer auf den großen Mann zu steigen, dann noch allein lenken und bremsen, dass wäre doch zuviel verlangt gewesen.
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Und der Liepnitzsee direkt, kurz vor Utzdorf. Wie man sieht, ist der See richtig türkisblau, dass kommt bei klarem Sommerwetter am besten zur Geltung. Deswegen auch einer meiner Lieblingsseen, deswegen musste die Tour auch da starten. Payka musste ihn doch sehen.
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Ein kleiner Waldsee inmitten einer hügeligen Landschaft. Von Utzdorf nach Prenden geht's ständig auf und ab. Herrliche Wege, viel Zeit aufholen war allerdings nicht.
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Der Bauersee bei Prenden. . Grad mal die Hälfte der Strecke geschafft und schon am dunkel werden. Aber trotzdem wunderschön. Hier gabs nochmal Wasser für alle, ein bisschen grasen für die Pferde und weiter ging es..
Danach hab ich leider keine Bilder mehr. Die Wege waren recht eng, Reitpferd, Handpferd und Hunde waren sehr gut drauf und zudem stimmten Karte und Wirklichkeit nicht so ganz überein und es wurde dann auch rasch dunkel. Ich hatte alle Hände voll zu tun alles zu managen. Eigentlich wollten wir längst am Ziel sein..
Meine Freundin war etwas verzweifelt. Im Dunkeln auf einem ihr fremden Pferd, in fremder Umgebung, im Wald, weit weg von Dusche und Wellnesshotel. Ich hab alle Künste der Motivation und Ablenkung aufgefahren, die ich aufbieten konnte neben meinen diversen anderen Jobs.
Die Rettung kam irgendwo zwischen Marienwerder und Eichhorst, kurz vor Überquerung des Oder-Havelkanals. Und war einer der Momente, die ich an solch Touren liebe. Ein Auto hielt neben uns an und fragte wo wir denn noch so im dustern hin wollen. Wir kurz umrissen, was und wohin... und der gute Mann meinte, dass er uns ungern noch 10km durch den Wald reiten lassen möchte, er könne uns ein Platz bei sich im Ort anbieten, Pferdekoppel hat er am Haus. Äh.. jaaa!
Freundin froh, Feierabend für die Pferde- okay, alles kehrtmarsch, zurück ins Dorf und abgesattelt. Wir haben dann sogar noch ein Zimmer fertig gemacht bekommen und Abendessen und die Rabauken durften auch mit ins Haus.
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Sie können doch ganz friedlich sein. Waren sie auch wirklich. Keine Gastgeber versucht zu fressen. Die Pferde waren auch zufrieden auf ihrer Koppel, so gingen wir nach dem Gutenachtkuss bald schlafen. Morgen früh galt es, alles auspacken, neu packen, Sattel überprüfen. Aber erstmal den ersten Tag sacken lassen und etwas Erholung für alle.
So ihr Lieben, ich fang mal einfach an mit unserer Ostseereise dieses Jahr.
Ostsee- klingt nicht so spektakulär oder? Von Berlin aus in drei Stunden zu erreichen, kein hoher Wellengang, meist kaltes Wasser und durchwachsenes Wetter. Was ist jetzt also berichtenswert?
Wir haben etwas länger gebraucht als drei Stunden - und ne wir standen nicht im Stau.
Wir sind gewandert...
Und über die schönen Landschaften und Erlebnisse unterwegs möchte ich ein bisschen erzählen.
Wer ist eigentlich denn nun wir?
Einmal ich.. schon etwas weitwandererprobt. Der Initator dieser Idee.
Dann meine Hunde Josy und Rouven.
Josy elfeinhalb etwa, verrücktes Schäfermix, weitwandererprobt, akzeptiert eigene Grenzen schlecht aber naja in dem Alter sind Knochen und Herz nicht mehr ganz fit. Ihr hab ich versprochen, dass wir nochmal zur Ostsee wandern.. Ob sie es schaffen wird?
Rouven ist unser Küken. Ein Sonnenschein, irgendwie mit einem Flummi gekreuzt, wandererprobt aber noch nie so lange Touren. Futtertechnisch schwierig und manchmal einfach ein Unglücksmagnet. Wenn er einen Waschbären trifft, ist garantiert danach die Pfote durchbissen- und entzündet . Wenn man sich nen fiesen Virus einfangen kann, findet er ihn garantiert usw.. ob wir ihn heil ans Ziel bringen?
Wer noch? Ach ja.. Payka.. Das war der zweite Teil vom Versprechen an Josy- wir wandern mit ihrem heißgeliebten Pony zur Ostsee. Payka ist jetzt sieben, seit einem Jahr regelmäßig unterm Sattel und seit sie zwei ist bei uns Zuhause. Wir sind schon viel zusammen gewandert, auch mal über ein langes Wochenende und sie ist einfach eine absolut coole Socke. Super entspannt, kann überall schlafen und das wichtigste - sie liebt es den ganzen Tag unterwegs zu sein und neue Dinge zu entdecken. Perfekt als Wanderpony. Auch ein Sonnenschein, ich glaube ich hab sie noch nie schlecht gelaunt erlebt. Nur wenn es mal nicht ganz nach ihrem kleinen Kopf geht, kann kurz eine Gewitterwolke vorbei ziehen aber das geht fix vorbei. Sie ist eine absolute Wasserratte. Kein See, keine Pfütze ist vor ihr sicher- was sie wohl zur Ostsee sagt? Wenn wir denn ankommen?
Tja wenn die Hunde gemeinsam wandern.. dann auch das Pony oder? So musste ihr bester Kumpel mit. Huibuh liebevoll genannt. Ein neunzehjähriges Warmblut, mein Pflegi. Ein Herz von Pferd. Immer sehr bemüht es einem recht zu machen, super kuschlig aber nicht mit dem besten Nervenkostüm gesegnet. Bis vor einem Jahr im Gelände sehr unerfahren, anbinden draußen absolut unmöglich, kleine Nervenzusammenbrüche nie ausgeschlossen.. fremd übernachten einmal vorher geprobt, dass ging gut. Fremde Wege sind eher unheimlich. Der Rest wird sich geben dachte ich mir. Wo kann er mehr lernen als auf solch Tour? Und ich setzte auf die Faktoren Müdigkeit und Paykas Gelassenheit, die hoffentlich abfärbt. Also auch sein Köfferchen gepackt.
Mmhh.. tja alle nun zu zweit, nur ich soll den Flohhaufen allein "ertragen"? Wir sind ja oft so gemeinsam unterwegs aber eigentlich dacht ich, wäre ich beruhigter, wenn jemand Huibuh bewacht, wenn man mal hintern Busch hüpft, wenn man beim Supermarkt einkaufen geht, wenn mir jemand mein Notfallspray reicht, wenn mein Asthma mich ärgern sollte oder oder.. also hab ich meine Freundin und Reitbeteiligung mit Engelzungen von den Vorzügen einer solchen Reise erzählt. Ganz viel Zeit mit dem Pony.. tolle Landschaften.. frische Luft.. schmerzende Füße.. schmerzender Po..
Von ihrer anfänglichen Forderung, abends im Wellnesshotel einzukehren konnte ich sie abbringen, mit dem Einwand, dass die Ponys lieber Weide statt Whirpool hätten- und dem Versprechen, dass wir wenn möglich Zimmer nehmen. Und sonst in Moskitonetzhängematten schlafen- wegen Spinnen. Spinnenphobiker. Und ich natürlich Spinnenbeseitiger bin. Und das Versprechen, dass wir jeden Abend eine Dusche haben, hat sie dann überzeugt - es war glatt.. naja also fast..nur ein bisschen gelogen. Ich wusste in der Tat nicht, ob jede Nachtstation eine Dusche hat, ich habs nur gehofft.
Die Planung war nur grob. Die Routen hatte ich nach den möglichen Quartieren geplant und bis auf die ersten drei Tage nichts fest gemacht. Ich wollte flexibel sein, erstmal sehen, wie sich Pferde und Hunde und mein Wanderreitneuling so machen.
Fangen wir an? Genug gesabbelt oder?
Tag eins.. Von Wandlitz bis Sarnow war der Plan..
Die Route sollte am Lipnitzsee vorbei, über Utzdorf nach Prenden gehen. Von da Richtung Sophienstädt, weiter nach Marienwerder, über den Oder Havel Kanal und kurz vor Eichhorst links in Wald und immer parallel zur Straße durch den Wald, bis wir bei Sarnow dann ein kleines Stück der Landstraße zum Ziel folgen. Knapp 29km waren die Planung. Machbar mit viel Wald, da kann man ja etwas traben zwischendurch. Ach ja ich bin Optimist. Nur nochmal vorweg. Und ich liebe Improvisation.
Nach Wandlitz sind wir mit Transporter gekommen. Pferde waren Zuhause fix verladen, Packtaschen hatten wir Samstag und Sonntag gepackt und an die Sättel gehangen, sodass wir auf dem Parkplatz "nur" ausladen und aufsatteln mussten. Nur ist gut.. jedes Pferd hatte gut 20kg Gepäck, Payka anfangs sogar mehr, den Sattel dann noch aufs Pferd bekommen, gestaltete sich schwierig. Aber alles gewuppt. Halbe Stunde, wir startklar.
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Die Hunde beim ausladen. Wann geht's endlich los? Wo sind wir? Wen können wir etwas anpöbeln? (Hatte ich erwähnt, dass beide nicht immer die nettesten Hunde sind? Super um Freundschaften zu schließen.. )
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Alles startklar und motiviert. Fröhlich marschierten wir von dannen, die ersten Kilometer wollten wir auf jeden Fall laufen, da dort eh nur Schritt möglich sein würde. Ich kannte den Teil des Weges schon.
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Einen weiteren Kilometer und weitere anderthalb Stunden später.. erstmal kurze Pause.. sammeln..
Was war passiert?
Gepäck hatten wir ja wie erwähnt, alles extra am Vortag verschnürt, um Zeit auf dem Parkplatz zu sparen. Wir hatten natürlich vorher vielfach und auch mit dem fertig verschnürten Gepäck Proberunden gedreht- es hat immer gehalten. Dass ist bei Payka nicht so ganz einfach, da das Pony eine wunderschöne kleine Knutschkugel mit null Sattellage ist. Für Nichtreiter- versucht auf einem Fässchen einen Sattel samt 25kg Gepäck zu verschnüren, der in allen Lebenslagen halten muss. Eine Herausforderung.
Irgendwie muss beim einladen ins Auto irgendwo, irgendwie, irgendwas verrutscht sein, was das fragile Gleichgewicht des Packkunststücks völlig durcheinander gebracht hat. Das erste mal verrutschte der Sattel nach ca 200m.. einfach wieder hochschieben war nicht. Zu schwer und man verwurschtelt auch zu sehr das Fell dabei- Scheuergefahr. Also Gurt lose und die 25kg lässig neu drauf packen. An einer Hauptstraße, mit zwei Hunden die nicht jedem grün sind und einem Großpferd, was beim ausladen einen kleinen Nervenzusammenbruch bekommen hat.. ausgesetzt, er im Niemandsland.
Ok lächelnd und grenzenlos optimistisch alles gemanaget (sagte ich, dass ich froh war, über eine menschliche Begleitung und zwei Hände mehr?) und Sattel neu aufgelegt.
Bis zum Punkt des sammelns, Luft holens und Nervennahrung zu sich nehmen, hatten wir das Spiel weitere dreimal wiederholt, alle Befestigungsstrippen überprüft, ggf neu verzurrt usw- es war der Wurm drin. Schlussendlich alles nochmal abgetüdelt und gewogen, neu verzurrt und 2km weiter als beim Start und dreieinhalb Stunden später, dachten wir, jetzt sollte es klappen.
Huibuh hatte sich mit seinem Schicksal abgefunden und war die Ruhe selbst. Während wir leicht entnervt packten, schnürten und fluchten, stand er seelenruhig dösend am Baum.. ich war so stolz auf ihn. So friedlich hatte er noch nie am Baum gestanden. Normalerweise musste man ihn dabei immer im Auge haben, um im Zweifel zu verhindern, dass er sich entweder versucht umzubringen oder samt Baum zu flüchten. Ein wenig war mir dieser Wandel komisch und ich hatte ihn trotzdem im Auge aber.. nichts.. wenigstens etwas lief gut an diesem ersten Tag.
Sonne und Berge- wie schön. Ich war/ bin das ganze Wochenende arbeiten. Bei so tollem Wetter...
Facebooklink bekomme ich tatsächlich nicht auf aber klingt spannend. Aber ob Josy nächstes Jahr noch Trekking mit Steigungen schafft? Abwarten.. Vielleicht überrascht sie mich ja, wie auf der Ostseetour. Dank Troxocil hüpfte die Grand Dame nach 30/33/35..Kilometern noch fröhlich kläffend ums Pferd während der Rest nur noch das Ziel herbei sehnte.
Dass denk ich auch, 18,5km gelaufen ist doch super. Sogar fünfmal aufgerafft. Jeder fängt mal mit kleinen Runden an und lieber ne kleine als gar keine Runde.
Kompressionssocken trag ich hauptsächlich, weil die auch wenn nass und schlammig, null rutschen und scheuern. Bevorzugt auch beim wandern. Laufen kann ich wohl echt abschreiben. Schnief. Jeder neue Start geht einmal gut und nach dem zweiten Lauf fängts an mit stark verschleimt und Nase läuft und wenn ich Glück hab reicht paar Tage doppelte Spraydosis, meist muss ich Schub aber mit Cortisontabletten runter regeln. Eine Woche laufen, eine Woche Tabletten, eine Woche Lungenfunktion wieder herstellen und dann könnte ich theoretisch neuen Anlauf starten.
Was habt ihr vor? Nicht in Rätseln sprechen bitte.
50km an einem Tag durch die Alpen? Dann würde ich ein Datum um Mittersommer wählen. Oder mit Übernachtung? Bilder sehen auf jeden Fall vielversprechend aus.