Beiträge von nepolino

    Da habt ihrs auf den Punkt gebracht und deswegen gibt es in Brandenburg immer wieder illegal erschossene Wölfe, bzw wird es schon immer gegeben haben. Im Normalfall wird man dafür sorgen, dass das Corpus Delicti nicht gefunden wird. Was bleibt einem auch anderes übrig? Ich heiße es nicht gut aber ich kann es sehr, sehr gut verstehen.

    Wenn du richtig allergisch reagierst, dann hilft ein Antihistaminika - Cetrezin oder Fenistil- nicht mehr viel. Die richtigen Allergikersets gibts nur auf Rezept, da ist Cortison zum trinken, Fenistil zum trinken und eben dieser Injektor bei. Da musst du aber bekannt auf etwas allergisch reagieren um es zu bekommen aber ehrlich - das Paket jedesmal mit schleppen? :ops: Bei mir liegts nur im Bad Zuhause und da bin ich selten, eigentlich doof aber jedesmal mit Rucksack spazieren gehen ist ja auch nicht praktikabel.

    Tag 15, verzaubert von Lappland

    Kurz vor sechs wurde ich wach und so fütterte ich die Hunde, packte alles soweit zusammen und kurz vor sieben waren wir schon auf dem Weg zum Berg. Auch wenn die Sonne zu dieser Jahreszeit nicht untergeht, ist das Morgen- und Abendlicht doch anders. :herzen1: Dieser Morgen war auch endlich nicht so windig und dadurch auch der Himmel blau. Mit weißen Wölkchen. :herzen1: Pallasjärvi ist also nicht per se sturmumtost. Man muss also nicht unbedingt aufpassen, dass man nicht auf dem Gipfel umgeweht wird. Beruhigend zu wissen. :hust: Aber egal wie, einmalig schön ist es trotzdem. Ob mit oder ohne Sturm.

    Ich genoss es trotzdem, ohne Gegenwind hinauf zu steigen. Das Geröll sorgte trotzdem wieder für rasselnden und pfeifenden Atem und die Hunde, die leichtfüßig empor trabten taten meinem Ego nicht wirklich viel besser. :pfeif: Die Aussichten waren wieder atemberaubend. Ich begann zu verstehen, warum man auf Berge kraxelt. Es ist so ein Frieden da oben, diese Weite, diese Aussichten... Schwer zu beschreiben aber wenn es auch die Fellnasen ergreift, dann kann es ja nicht nur etwas für gefühlsduselige Menschen sein. =)

    An diesem Morgen gab es nur einen Gipfel zu erklimmen. Leider war dort oben der Wind wieder sehr frisch, sodass wir wieder nicht lange verweilen konnten und uns an den Abstieg machten, der auch etwas gemäßigter war als gestern. In einem Talkessel kamen wir noch an einer Rentierscheideanlage vorbei, ich hatte sie gestern schon von oben gesehen und nun konnte ich sie mir ganz ungeniert von nahem ansehen.

    Zurück bei Chantal gab es ein zweites Frühstück für die Pelzis und ich löffelte nun auch mein Müsli, bevor es zum Lemmenjokinationalpark weiter ging.

    Eigentlich war der Plan, dort auf dem Campingplatz zu nächtigen. Duschen und so. :hurra: Aber der Platz war noch zu. Noch keine Saison. Schade. Wenn man sich auf duschen gefreut hat, ist dass doppelt gemein. :omg:

    Vom fahren ein wenig müde und auch irgendwie nicht ganz auf dem Damm, wollte ich ein kleines Mittagsschläfchen halten, bevor wir zu einer Nachmittagswanderung aufbrachen. Die Hunde wollten draußen liegen. Tja bis sie sahen, dass ich mich drinnen in ihrer Box einkuschelte. So lagen wir letztendlich zu dritt in der Hundebox, kreativ gefaltet. xD Bewegen war nicht. Aber die zwei waren seelig und ratzten tief und fest. Hatten sie ja während der Fahrt nicht gekonnt. Ich döste nur aber dass reichte schon. Zu sehen wie die Pelzis glücklich sind, war schon genug. :herzen1:

    Im Lemmenjoki kann man viele Touren gehen, viele, bzw die meisten sogar über mehrere Tage. Hütten mit Feuerstelle und Holz stehen parat, man muss nur den Fluss überqueren. Auf der Karte war eine Furt- ob die beim aktuellen Hochwasser nutzbar war, bezweifelte ich, und ein Kahndrahtseildingsda eingezeichnet. Also vermutlich ein Kanu, was man per Drahtseil zum anderen Ufer zieht. Klang spannend, war aber gute 15-18km flussaufwärts. Die müsste ich ja auch wieder zurück. Wir nahmen die anvisierte Tour von etwa 18km auf den Berg. Da wir kein Rentier hatten, zu Fuß. :ugly: Auf der Tafel mit den Verhaltensregeln stand nämlich, dass man gerne per Ren unterwegs sein dürfe. Hätte ich mal doch eins gefangen. :lol:

    Ich hatte eigentlich erwartet, dass die Vegetation hier, noch 200km nördlicher, eher spärlicher wäre aber hier waren die Kiefern wieder mehr und dichter und auch nicht so krüppelig. Es hatte fast was von daheim. Nur mehr Steine im Boden und nicht so sandig. Die Ausschilderung war fantastisch. Große Wegweiser, die man nicht übersehen konnte und Punkte an den Bäumen. Bald ging es empor und wir liefen wie auf einer Art Deich mitten im Wald, hoch zwischen den Bäumen, parallel zum Fluss.
    Eine Erklärtafel löste das Rätsel. Irgendwie Eiszeit und so, da hat sich das Flussufer in der Mitte angehoben und der "Deich" entstand. Auf der einen Seite blieb der Fluss, jetzt vermutlich was schmaler, und auf der anderen Seite waren immer wieder kleine Seen zu sehen, wahrscheinlich vom Fluss die Reste. Keine Garantie, dass meine Erklärung stimmt, es stand nur in Englisch und Finnisch aber ein bisschen Englisch verstehe ich ja und ich fand dass logisch. |)

    Der Deich ging mal ein bisschen runter, dann wieder hoch und irgendwann mussten wir nach links abbiegen. Die Mehrttageshüttentouren gehen weiter am Fluss entlang, wir wollten ja aber auf den Berg. :klugscheisser:

    So stapften wir bergauf, die Vegetation wurde spärlicher, wir fanden wieder Schneereste und kleine Schmelzwasserflüsse, hüpften wieder über Felsen und tanzten durch Geröll und nutzten die Aussichten zum Luft holen. Also ich. :roll: Die Hunde wieder völlig easy beim berghoch. Die habens einfacher beschloss ich, die haben einen niedrigeren Schwerpunkt. So. :pfeif:

    Oben hatten wir einen fantastischen Rundumblick über den Nationalpark :herzen1: und den Fluss, auf dem im Sommer Kajaktouren angeboten werden. Auch eine Ecke, in der man mehr Zeit verbringen könnte. Ein andernmal. Erstmal genossen wir den Triumph des Gipfel erklimmens. Und diesmal konnten wir ein bisschen länger verweilen, es war nicht so windig. Der Abstieg war sachter und bei weitem nicht so steil, wie der Weg hinauf. Vermutlich wäre es besser die Tour mit dem Uhrzeigersinn zu laufen. Unten kamen dann noch ein paar Bohlenstege aber in gutem Zustand und hier war es auch beileibe nicht so sumpfig wie im Pallasjärvi.

    Nach fünf Stunden waren wir wieder am Auto und ich wieder völlig fertig. Es waren nicht nur die Touren an sich, auch wenn ich Berge nicht so gewohnt bin und ein Asthmaschub dazu natürlich nicht so prickelnd ist, irgendwie war da was. Vielleicht ein bisschen erkältet an dem Abend im Sumpf, wer weiß. :???: Da die Dusche nun nicht drin war, zog ich mit einem Kanister Wasser und meiner Waschschüssel in die Toilettenblockhütte. Die war großzügig, sauber und mit Kleiderhaken. Haare waschen über der Schüssel war schon spannend aber so frisch und sauber fühlte ich mich gleich besser und nach einem kleinen Abendessen gingen wir früh schlafen. Wenn sich was anbahnt, dann am besten weg schlafen. :sleep:

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    Allerdings wenn wir grade im schwelgen sind... :herzen1: Nu musst ich auch erstmal Bilder gucken.. hach... :herzen1:

    In Deutschland ist es aber auch nicht so, dass man ewig ungestört am Strand. Oftmals sind nur bestimmte Strandabschnitte frei gegeben, dass auch nur von Oktober bis März usw.. in Frankreich hab ich mal einen Strand gefunden, der wäre perfekt.. breit, leer und endlos lang. Da sind mir auch Reiter begegnet. Da müsste ich mal hin wandern mit Pony. :D

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    Ist aber auf jeden Fall ein Erlebnis und ganz fies ist es ins Wasser zu reiten. Wenn man nach unten guckt wird einem hundeelend. xD Wirklich, dass liegt daran, dass das Pferd wackelt und die Wellen- dass packt das Gleichgewicht nicht.

    Ja der Boden da kann tückisch sein. :/ Hat man in manchen feuchteren Ecken aber auch, dass es zwischendurch so Torf/Sumpflöcher gibt, die nicht erkennbar sind und wenn Mensch und Hund rüber gehen passiert auch nix aber wenn 500 und mehr Kilo Pferd.. die sacken ratzfatz ein. :fear:

    Im Watt haben manche Pferde wahrscheinlich in ihrer Panik keine Orientierung, anders kann ich es mir nicht erklären, warum es immer wieder dazu kommt, dass welche in die Nordsee laufen anstatt zum Ufer.