Beiträge von nepolino

    Ach ja- ich übe von Anfang an, auf dem Steg stehen zu bleiben. Da warten die Hunde dann im Wettkampf auf mich, weil aus dem Tunnel kommen sie meist mit Speed und sind dann minimal vor mir. Aber da sie es vom Training kennen, bleiben sie dort stehen, hoffen auf einen Keks und sonst geht's weiter. Ich nutz den Steg dafür, weil die Hunde da nicht rumzappeln/hüpfen, anfangen zu drehen, als wenn man sie vor der Tonne zb verbal ausbremst- denn da laufen sie oft vorbei. Wenn der Steg als Ort der Pause, des ruhig stehens konditioniert wurde, ist es dort die beste Variante, finde ich.

    Also bei uns geht's sehr gesittet zu. ;) Jeder guckt auf seinen Hund, ich such mir mit meinen Stressbolzen immer etwas ruhigere Ecken- hinterm Revier oder so- während wir auf unseren Einsatz warten und grade weil ich den Hund zwischendurch nicht nur im Auto hab, sondern wir kuscheln und gemeinsam die anderen beobachten können, grad deswegen mag ich THS so gern. Es hat mir bei Josy sehr geholfen sie etwas zu sozialisieren und Rouven hilft es sehr, weil er merkt, er kann mir vertrauen und wir haben auch noch Spaß zusammen. Klar hat man mal junge, unerfahrene Hunde und Erststarter, denen der Hund abhanden kommt aber gut, passiert, wird wieder eingesammelt und fertig.
    Auch Bundessiegerprüfung war immer entspannt, mit 300-400 anderen Hunden auf kleinem Acker/kleiner Wiese zelten und vor einem Stadion in Landesverbände sortieren und auf Einmarsch warten und es ist trotzdem entspannt - einfach weil jeder auf seinen Hund guckt und wie gesagt, meine Wuffs sind auch eher von der Sorte große Individualdistanz und bitte nicht zu nah kommen.

    Ach so Wert leg ich auf Ruhe am Start und dass der Hund bei mir bleibt. Grad bei der Hindernisbahn sieht man ja oft Hunde die weit vorlaufen. Mach ich nicht. Es erhöht die Fehlerquote und Verletzungsgefahr für die Hunde (hohes Tempo) , es zählt eh die Zeit, wo ich im Ziel bin, also können wir auch zusammen laufen.

    Training.. nicht immer die ganze Bahn. Mal nur Tunnel, dann abbiegen und dort ggf noch ne Hürde und nen Slalom hinstellen, mal nur die ersten zwei Hindernisse und dann abbiegen, Sprint zu einem Tor usw.. immer viel Abwechslung, viel variieren. So bleibt es spannend und die Hunde lernen auf den Hundeführer zu achten. Und zwischendurch Ruhepausen, hinsetzen, streicheln, runter fahren. Die meisten Hunde sind eher zu aufgedreht weil das Rennen so cool ist. :applaus:

    Wegen Klamotten, also ich bin- gaaaanz lang ists her- auch "normale" Hindernisläufe ohne Hund gelaufen und hatte dort auch einfach Laufcapri, Kompressionssocken- wirklich wichtig, dass nix scheuert-, Trailschuhe und so Funktionsshirt an. Die Klamotten trocknen fast sofort wieder, nur die Schuhe quatschen fröhlich vor sich hin. Auch Ende Oktober bei nichtmal zehn Grad, da friert man nicht. Nur im Ziel sollte man fix in die Dusche, sobald man sich nicht mehr bewegt wirds kühl.

    Die Laufstrecke in Kemberg sind übrigens nur 2km, dass sollte machbar sein. Meine Freundin ist dieses Jahr auch recht untrainiert- also zweimal vorher gejoggt- mit meiner alten Hundedame gestartet und sie waren zwar nicht die schnellsten Läufer aber mit einer kleinen Gehpause waren sie trotzdem insgesamt im Mittelfeld. Es ist eben ein miteinander, ein Team und da der Triathlon eh im Sommer ist, muss man eh sehr nach dem Hund gucken. Es gibt Zwangspausen auf der Radstrecke aber trotzdem muss jeder für sich wissen, was er seinem Hund zumuten kann und im Zweifel immer lieber Tempo raus nehmen und ihn auch nicht im Zug starten lassen. Deswegen hab ich meinen Kleinen z.b am Halsband geführt , da läuft er locker neben her und ich kann die Belastung erheblich reduzieren.

    Ach und den Snap sollst/kannst du bei einem schweren Sturz mit Ohnmacht etc eh nicht mehr selbst ziehen aber für die Helfer ist es so wesentlich leichter Hund und Halter zu trennen. Einer lenkt den Hund ab, der andere zieht schnell den Snap und der Hund kann an der Leine weg geführt werden. So kann dem Läufer schnell geholfen werden.

    Für mich kommt irgendwann auch nur ein Kastenwagen in Frage weil ich brauch die Anhängerkupplung fürs Pony. :D Allerdings so ein schöner ausgebauter, dass ist doch etwas über meinem Budget und da es sehr wahrscheinlich auch mein Alltagsauto sein wird- evtl hab ich dann parallel noch was kleines aber da muss ich Kosten/Nutzen mal durchkalkulieren- wirds auch nur max 5,50m und max. Höhe 2. Ich bin oft beruflich in Berlin und da mit so riesen Ding parken, ne dann lieber innen drin was kuschliger. Nur die Zugkraft für mindestens 2Tonnen muss gegeben sein. Und dann können wir alle gemeinsam weg fahren. :applaus: Deswegen bin ich momentan nicht so oft wie gewünscht unterwegs, wenn der kleine Grauschopf immer allein bleiben muss, dass ist schon doof.

    Also ich kenne es vom Turnierhundesport und den Schlittenhunderennen auch nur so, dass Paniksnap sein muss. Dient der Sicherheit aller, weil wenn Läufer stürzt und die Helfer erst irgendwelche Knoten aufmachen müssen, während der Hund ggf seinen Menschen bewachen möchte.. und manchmal ist der Snap auch das letzte Mittel der Wahl, um einen Sturz zu vermeiden. Dann lieber Hund samt Leine davon ziehen lassen.

    Triathlon gibt's in Kemberg jedes Jahr. Super organisiert und es macht einen Heidenspaß. :applaus: