Die Idee mit dem verletzen Wolf finde ich genial. Mei, im Eifer des Gefechts und des Schocks kann einem ja schonmal ein Irrtum unterlaufen, bzw er ist dann grad davon gehumpelt, kurz bevor die Wolfsberater ankamen.
Ich bin ja gespannt, was jetzt die Konsequenz aus den Vorfällen mit den Übergriffen auf sehr gut geschützte Herden sein wird. Abschuss, da glaube man nicht dran aber irgendwie einen "Ratschlag" von den Behörden wirds ja geben.. lasse man mich raten.. höhere Zäune? Ein Hund pro Schaf? Zwei Zäune? Na lassen wir uns überraschen..
Die Nacht auf einer richtigen Matratze tat richtig gut. Auch wenn der Ofen am Morgen aus war, war es noch warm in der Hütte. Ich ließ die Hunde kurz draußen umher stöbern, während ich Zähne putzte und Frühstück vorbereitete. Komischerweise ist Rouven bei sowas nie verschwunden, er geht zwar in einem weiteren Radius als Josy ums Lager aber ein kurzer Pfiff und er kommt fröhlich angesaust. Es darf nur in der Zwischenzeit niemand kommen, den er stellen kann. Dass war hier draußen allerdings eher unwahrscheinlich. Eigentlich ist es beim Freilauf ja nicht anders. Er ist nie weg, hat nur einen sehr großen Radius und ist beim Spuren oder Bewegungen verfolgen sehr unvorsichtig- was für graue Haare reicht.
Plötzlich fing es wieder an zu schütten und ohne dass ich pfeifen musste, standen beide vor der Tür und wollten gerne wieder rein. So gab es Frühstück und weil es weiter fröhlich regnete, kuschelte ich mich nochmal in Schlafsack und las ein wenig. Es würde bald wieder aufhören, soweit hatte ich das Wetter hier schon durchschaut. Sehr launisch und wechselhaft.
So war es auch. Nach etwa einer Stunde beruhigte es sich und ich packte den Schlafsack ein, rollte Josys Luftmatratze zusammen, fegte einmal durch die Hütte und wir stiefelten zurück. Die anderen Wege führten noch mindestens 15 Kilometer in andere Richtungen der Insel und von da hätten wir ja auch erstmal wieder zum Auto gemusst. Zudem war ungewiss, ob die Wege alle begehbar waren. Eigentlich gab es laut Karte auch einen zweiten Weg zu unserem Parkplatz. Dichter am Fluss und an einem Wasserfall vorbei. Aber da wo ein Trampelpfad hin führte , war nur Sumpf. Wahrscheinlich eine Sommerroute. Wir versuchten dann noch vom abendlichen Weg zum Wasserfall abzubiegen, da gab es nämlich einen Wegweiser aber auch der Pfad endete nach kurzer Zeit im Sumpf. So blieben wir brav da, wo wir wussten, dass wir heil zurück kommen würden. Ich denke der Andernalen Nationalpark ist wunderschön für ausgedehnte Touren im Winter, wenn alles gefroren ist oder eben im Juli/August, wenn es trockener ist. Nur sollte man dann wahrscheinlich gutes Mückenspray haben.
Kurz nach Mittag, waren wir wieder am Auto. Ich beschloss bis zum nächsten Parkplatz am Atlantik zu fahren und dort Mittagspause zu machen, um danach noch eine kleine Runde über Senta zu drehen, ehe wir gen Schweden fuhren. Ich sehnte mich doch langsam wieder nach etwas Wärme und Sonne. Eigentlich wollten wir noch auf die Lofoten aber der Wetterbericht versprach für die nächsten Tage nur Schnee und Sturm. Das Mittagspicknick bei drei Grad und starkem Wind am Atlantik bestärkte mich in diesen Bestrebungen. Es dauerte nicht lang und die Finger waren am Knäckebrot festgefroren. So wird man auch dran gehindert zuviel zu essen. Ausgleich für die Kekse im Auto.
Die Aussicht beim Mittag war einmalig. Wo sonst hat man schneebedeckte Gipfel , die in azurblauen Ozean münden? Der Kontrast könnte stärker und faszinierender nicht sein aber es war mir doch zu kalt. Kurz darauf zog der nächste Regen auf und wir packten fix zusammen.
Senta ist herrlich. Kleine Holzhäuschen am Atlantik, dahinter hohe Gipel. Ein wunderschöner Anblick. Nur ich glaube spazieren gehen geht nur auf den Straßen oder die paar Bergpfade hinauf. Für jemanden, der es gewohnt ist in alle Himmelsrichtungen auf zig Pfaden laufen zu können eine irgendwie bedrückende Vorstellung.
Am Nachmittag bogen wir gen Osten ab. Noch ein Stück an Norwegens Küste entlang und danach auf die E10 gen Schweden. Das Hochland, welches wir durchfuhren ist definitiv nochmal eine Reise wert, es sah sehr verlockend aus. Felsen, kleine Häuser und eine schöne Landschaft. Es schneite fröhlich, als wir es durchquerten. Ich überlegte, ob wir doch nochmal stoppen sollten aber für Schnee auf Felsen hatte ich doch nicht so ganz das richtige Schuhwerk mit und ich sehnte mich doch immer mehr nach ein wenig Wärme. Und einem Sternenhimmel. Auch wenn die Mittsommersonne - auch wenn ich sie bis jetzt nicht wirklich gesehen hatte, wegen Bewölkung - faszinierend ist, ich liebe einfach Sternenhimmel, vor allem im Sommer, wo man sie stundenlang nachts betrachten kann. Auch im Winter sitze ich gerne auf meiner Terrasse und tanke so einen Moment Kraft, nur meist nicht stundenlang.
Kurz vor Kiruna hielten wir an einem Parkplatz, um dort die Nacht zu verbringen. Es gab einige Wege rundum und so konnten die Pelzis nochmal laufen. Ein Abendessen im Auto später, rollten wir uns ein und träumten von Schnee, Atlantik, Sumpf und Palmen.
Ja ich hab es gesehen, dass ihr plötzlich wieder hinter uns wart. Und irgendwann plötzlich wieder weg.
Bei der Jakobsspitze wars ja auch wunderschön. Ich liebe diese Mondlandschaften ja total. Durchs Moor im dunklen, da hätte ich ja gestreikt. Ich hab so leichte Moorphobie und Josy führt einen auch gerne genau ins Moor. Brave Coco, dass sie da so zuverlässig ist und dich sicher zurück gebracht hat.
So aber weil es einen ja manchmal, trotz gut 900km Fahrt, in die Berge verschlägt.. Müsst ihr jetzt eine detaillierte Bildsymphonie der Tour am Rittner Horn anschauen.
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@rinski hatte dort ja ein Trekking organisiert und wir Flachländer mit alter Hundedame, haben uns an die 29km getraut. Mit vielen Pausen, ner Dosis Schmerzmitteln, einem warmen Deckchen zur Nacht und einigen Stunden Schlaf, konnte die olle Krawallnudel am nächsten Tag schon wieder fröhlich kläffend durch Südtirol ziehen. Sehr zur Freude zweier alter italienischer Damen, die zurück bellten und sich verstanden fühlten, als Josy wiederum zurück bellte.
Sunti diese hier. Ich latsch ja nun auch viel umher und trage die Stiefel im Winter täglich viele, viele Stunden. Dass sind die ersten, die noch völlig dicht sind nach einem Winter, mit denen ich super laufen kann- anfangs ist die dicke Sohle ungewohnt und das Gewicht- und eben super warm. Ich bin eine absolute Frostbeule.
Sunti was dürfen sie denn kosten? Ich habe mir letzten Winter nach ewig lange kalten Füßen richtig gute Stiefel gegönnt und es nicht bereut aber es waren so 130€.
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Eine Tour, wo verlaufen quasi unmöglich ist, im Buchenwald Grumsin. Daher auch die vielen Ausblicke in den Himmel, die riesigen Bäume sind einfach beeindruckend. Holunder und Birnen wurden übrigens fleißig gesammelt und waren sehr lecker.
Gut dass ich bei alten Bauern gelernt habe, denen wars sowas von Wurst wie das Gespann aussieht, Hauptsache es hat funktioniert und seinen Job gemacht.
Wichtiger ist bei einem guten Gespann aber, dass sie harmonieren und sich ergänzen. Und dass ist eher selten, da ist ein Größenunterschied eher unrelevant. Da gewöhnt man sich optisch dran.