Beiträge von nepolino

    Bei den Geschirre wirklich anprobieren und gucken. Und wenn bei einem das x- Back und beim anderen das HBack besser passt, dann ist das so. Wenn es beides Langgeschirre sind, ist der Schnitt egal, solange es zum Hund passt und der sich drin wohl fühlt.

    Das Safety ist nur bedingt als Zuggeschirr geeignet, auch wenn es dafür verkauft wird. Und für die Unterscheidung Alltag/ Arbeit sind unterschiedliche Geschirre zwingend. Dass ist kein Problem, braucht bisschen manchmal und anfangs etwas Konsequenz aber grundsätzlich lernen die Hunde mit welchem Geschirr ziehen erlaubt und erwünscht und mit welchem nicht. Ich trenne am Anfang sehr deutlich mit Zuggeschirr und sonst Halsband, nach der ersten Gewöhnung kommt dann das Führgeschirr wieder dazu.

    Guck nach Kangoo Allrad. =) Für dich Allrad weil eben noch öfter im Wald als ich aber ich hab den Berlingo (2006er) und da es bei uns oft so ist, dass es durch den Wald 15-20km einspart, fahr ich das Auto seit 13 Jahren sehr regelmäßig durch Schlamm und Dreck. Die Bodenfreiheit reicht locker, wie gesagt bei "muss immer" gehen, wäre ggf noch Allrad gut. Wenn es ganz arg isselig war, fahr ich tw nämlich doch den Umweg um Wald herum. Sicher ist sicher. :D

    Hier ist es durchwachsen. :D Omi war früher auch zu jeder Zeit für Schandtaten bereit, inzwischen braucht sie ihren Schlaf und hat morgens auch ziemlich Anlaufzeit. Peppino ist immer da wenns um was tolles geht- Elan der Jugend. :hust: Rouvi ist ja eh mehr so der Typ Katze. Lange und viel schlafen aber abends, da ist er da. Nepi war genauso, morgens durfte man ihn nur mit Sie anreden und was von ihm wollen.. Oh je. :ugly: Kam ich nachts um eins vom Spätdienst, dass war okay. Nachts die Straßen unsicher machen, dass entsprach seinem Naturell. :herzen1:

    Wir sind heut eine schöne ruhige Regenerationsrunde für alle getrabt. Also für Omi wars die Omirunde und für die Jungs, mich und Pony, locker laufen. Mit den Hundis war ich gestern nur drei kleine, ganz gemütliche Pullerrunden und dann habens im Stall Menschen geknuddelt und beim reiten aufgepasst. Pony und ich haben gute dreiviertel Stunde richtig toll gearbeitet, Pony danach ziemlich feucht (zu warm fürs Winterfell) und ich schön durchbewegt. Tat gut. :applaus: So hatte sich die kleine Graunase heute auch einen lockeren Tag verdient. Ab und zu wollt sie nen Hund ärgern aber dass gab direkt Ärger mit mir. xD Also doch lieber nicht in Ruten beißen, wieder mal nicht, nichts darf so ein kleines Pony.. :ka:

    Ich hatte dass auch so verstanden aber ich wollte diese widersprüchliche Aussage ala auf Hund gucken und 7km testen nicht stehen lassen, dass ging nicht. |)

    Und so bis zehn Kilometer kann ich mir auch für flotte Hunde vorstellen, es wird aber sehr wahrscheinlich erst im nächsten Winter dazu kommen. Jetzt ist erstmal Konzentration aufbauen, Motivation hoch halten und Sicherheit erlangen wichtig, dann kann man ggf laaaangsam etwas Tempo reduzieren, so man dies dann immer noch mag. Diese schnellen Hunde ziehen ihre Motivation eben aus dem Speed.

    nepolino

    Danke für deinen Beitrag :bindafür: Er bestärkt mich eigentlich in allem wie ich an die Sache rangehen wollte. Lieber wirklich kurze Strecken, davor und danach frei und ordentlich Hilfe. Gerade weil er mental nicht der Stärkste ist, um es vorsichtig auszudrücken. Dafür wird er viel, viel länger als fürs Körperliche benötigen. Weniger Hilfe und Strecke kann ruhig später kommen, lieber baue ich mir das sauber auf.

    Ich hab ja immer Tierschutzhunde. Meist die etwas eigenartigen. :D Peppino ist da grad mal ne Ausnahme aber auch da ist natürlich viel aufzuholen, hat im ersten Jahr ja nix groß kennen gelernt aber er hat nicht wie die anderen nen gewissen Knack weg. Was aber bei allen war und dafür mag ich diesen Sport so sehr, dass die Hunde an der Aufgabe mental enorm gewachsen sind, enorm Selbstvertrauen und Souveränität getankt haben. Meine musste ich dazu oft bis ganz dicht an ihre Grenzen bringen, weil die Grenzen eben nicht weit vom Alltag weg waren und dass braucht auch bisschen Fingerspitzengefühl aber so Stück für Stück.. Sie haben einen Job, in dem sie in sehr großem Rahmen, viel mehr als in den meisten Sportarten mit Hund, konzentriert und selbständig arbeiten müssen, wo man ihnen viel Vertrauen schenken muss und trotzdem das Miteinander ein ganz intensives ist. So gestern Rouvi auf der Ziellinie.. :herzen1: Rouven ist ein sehr unsicherer Hund, Menschen sind eher komisch und kommen sie zu dicht, er hat Stress, geht er auch nach vorn.. Dieser Hund ist gestern mit gut 30km/h durch ne Menschengasse gerast, hat seinen Job großartig gemacht und in keinem Moment gezögert oder mit dem Ohr gezuckt (hätte ich da was gesehen, hätte ich es verbal unterbinden können). Für ihn eine Wahnsinnisleistung und obwohl der Rest der Starter in der Bikeklasse fast doppelt so schnell waren wie wir, war er für mich mein Held, mein Highlight. :herzen1: Er hat mich selbstständig durch eine für ihn absolut gruselige Situation geführt, in einer hohen Trieblage, normalerweise hätte er sich hinter mir versteckt. Der Kleine ist platt heute aber sowas macht etwas mit diesen Hunden, was kaum eine andere Sportart kann.

    Rosi dass war nicht persönlich und abwertend dir gegenüber gemeint. :bussi:

    Es ist nur leider so, dass viele eben ihre Hunde nicht so gut einschätzen können wie man es so allgemein denkt. Du hast schon ein paar Hunde gefahren, ich auch - und noch viel mehr Pferde -, du siehst da wahrscheinlich mehr, bzw registrierst es nur noch aus dem Augenwinkel und ziehst deine Schlüsse daraus, wo andere (noch) gar nix sehen. Wenn jeder seinen Hund so super einschätzen könnte wie man selbstverständlich annimmt, hätte man keine Tutnixe und Co. :D

    Und deswegen bin ich so, dass ich lieber piano empfehlen würde, genau wie bei Laufanfängern. Es lesen ja auch viele still mit und der übliche Hund heutzutage läuft eben nicht 10,15,20km am Tag als Standardprogramm, genauso wie die meisten Menschen nicht 10,15,20 und mehr Kilometer am Tag laufen. Ich bugstiere, da seit über 20 Jahren körperlich am arbeiten, ne Waschmaschine alleine fünf Stockwerke hoch mit Sackkarre. Lese ich dann hier im Forum, dass jemand nichtmal ne Waschmaschine verrückt bekommt, wenn darunter was gerutscht ist, dann wunder ich mich auch kurz. :hust:

    Würde ich die Empfehlung aussprechen, dass Laufanfänger doch problemlos mit 5km starten kann, weil ich dass kann, dann ist es im besten Fall nur frustrierend für den Anfänger und er lässt es bald wieder bleiben oder er beißt sich durch und hat dann irgendwo Aua wegen Überlastung. Beim normalen Büromensch.

    Ich unterschreibe deine Empfehlung, auf den Hund gucken zu zweihundert Prozent aber im gleichen Atemzug zu sagen, dass 7km ja kein Problem ist, beißt sich dann doch etwas. Und ob ruhiger Trab wirklich dass ist, was für jeden Hund erstrebenswert ist, ist die zweite Frage. =) Dass hätte ich gestern ja auch schon angesprochen.

    Ich hatte gestern ja schon ein bisschen eingeworfen, dass man nicht unbedingt Äpfel mit Birnen vergleichen kann.. Beaucis und zb meine Hunde auch, sind von den Anlagen her Ausdauerläufer. Die würden in Rennen nie groß gewinnen, die gehen beim ziehen mental nicht in so hohe Trieblagen, es läuft alles etwas gemäßigter ab. Deswegen kann es sein, dass man diese Hunde schneller aufbauen kann (!) wenn die Grundausdauer stimmt. Bei meinen bedeutet dass, dass sie selbst jetzt noch, mit der Omi, mindestens 10km am Tag laufen, ohne ziehen- früher warens eher 15-20. Dazu spielen und toben. Und dass oft mit schnelleren Etappen, weil Pferd. Deswegen bin ich auch sehr, sehr vorsichtig mit Empfehlungen an andere. Weil was ich bei meinen als normal empfinde, ist es eben nicht.

    Ich hatte für etwa ein Jahr einen ganz normalen Hund einer Freundin im Training. Belgier. Garten, mit dem Rudel getobt, 2 x am Tag Gassi. Obidience etc. Kein Hund wo man gesagt hätte, sieht muskulär schlecht aus. Der war am Anfang nach 5km nebenher traben platt. Den hab ich auch mit kleinen Etappen und Steigerungen von etwa 500m, je nach Tag/Wetter etc aufgebaut. Danach immer noch nebenher am Halsband locker weiter getrabt. Der Kerl war gut, geradezu genial, ich bin mit dem im Cani Zeiten gelaufen auf den Kilometer von 3-3:30. Nach dem Jahr war er aber erst bei 1,5km, die ers mental und körperlich durchgehalten hat. Leider hats ihm dann das Knie beim spielen im Garten zerfetzt und es ist nie wieder richtig geworden.

    Der erste Punkt ist der, dass die meisten Hunde einfach eine eher miese Grundausdauer haben und Sprinter zb auch nicht so die Anlagen dafür wie Ausdauerhunde. Und ohne die Grundausdauer vorher oder zumindest parallel aufzubauen würde ich solch Hunde nie und nimmer gleich 3,4,5 oder mehr Kilometer fahren.

    Der zweite Punkt , der sehr gern vergessen wird, ist, dass es für die Hunde mental auch unglaublich anstrengend ist. Auch da für die schnellen Hunde oft tendenziell mehr als für die langsameren. Stellt euch vor ihr seid so kleine Hibbels, immer auf Highspeed, immer vorne bei und dann dürft ihr vor so rollendem Ding mal richtig Gas geben und der Mensch freut sich. Cool oder? Ja aber... Ihr seid mit etwa 25-30km/h unterwegs und zwei Meter hinter euch rollt was... Dann Kommandos, die ihr noch nicht alle versteht, Jubel, anfeuern.. Wie stressig stellt ihr euch dass vor? Auch positiver Stress ist Stress und führt dazu, dass der Kopf irgendwann nicht mehr kann.

    Deswegen, bitte bitte- lieber zu langsam steigern, als zu schnell, bitte den Hundis Zeit geben zu verarbeiten und zu verstehen. Ist doch nicht wild zb 1km ziehen und danach noch Freilauf. Die Zeit wo mehr geht kommt noch. Es ist so ein schöner Sport und viele Hunde zeigen so tolle Anlagen, man muss ihnen nur Zeit lassen. Es ist eben nicht nur vorweg laufen und ziehen.

    Vielleicht noch ein Beispiel.. Mein kleiner Schwarzpuschel, der ist jetzt seit einem Jahr im Canicross - über Sommer Pause. Er ist also relativ sicher. Er ist ein Hund der mental sehr lange braucht um neues zu generalisieren und zu verarbeiten. Aber grundsätzlich ist vorweg laufen und ziehen bzw bei ihm eher führen, drin. Nun musst er Wochenende an seinem ersten Rennen sehr spontan vors Rad. Da war er sporadisch mal mit Flexi, also 8-10m vor mir. Also Rennsituation und ich das erste Mal zwei Meter hinter ihm. Er war Samstag schon etwas gestresst, ich habe fast die ganze Strecke fröhlich geschnattert um zu verhindern, dass er mir dicht macht, würde er sonst nämlich tun. Aber er vertraut mir, dass wenn ich es toll finde es schon irgendwie okay ist. Und Kommandos waren ja sicher. Samstag Abend kam er ins Bett, in meinen Arm gekuschelt und blieb da die ganze Nacht. Eigentlich schläft er lieber allein aber er brauchte Sicherheit. Sonntag am Start wars zum ersten zu warm für ihn und er war noch etwas drüber. So war der Start semi. Ich konnte ihn ein bisschen in Motivation halten und interessanterweise ist der Knoten dann geplatzt, als uns jemand überholt hat. Er ist dann etwa 1,5km im Vollspeed bis ins Ziel, ich habe unterstützt und angefeuert und mich gefreut - heute ist er mental völlig fertig. Nicht komplett drüber aber mit dem kleinen Mann brauch ich heut nix anfangen außer gemütlich mit Pony ausreiten. Sachen die er im Schlaf kann. Dass wird auch morgen noch so sein, vor Donnerstag werd ich ihn nicht wieder einspannen denk ich. Mal als Beispiel.. Ein Hund der 15-20km ohne Zug durchtrabt, der im Zug beim Joggen 8km trabt und etwas galoppiert ist nach 1,5km in ähnlicher Situation, nur mit neuer Komponente Rad mental ausgelaugt..