Beiträge von Wonder2009

    Und ja, mich persoenlich kotzt es an, wenn ein Ruetter mit seiner Reichweite mich mit diesen Pfosten in einen Topf wirft, mich beschimpft (weil ich diesen Sport macheund eben ALLE in diesem Bereich xyz sind), meine Hunde als Waffen oder sonstwas bezeichnet werden!

    Ja genau das ist tatsächlich mein einziges Problem.

    Ich möchte mit meinen sauber ausgebildeten und gut erzogenen Hunde nicht auf eine Stufe mit solchen Idioten gestellt werden.

    Aber leider gibt es eben zu Hauf solche Idioten. Leider sind das keine schwarzen Schafe.

    Ich muss mir nur die SV Ortsgruppe hier um die Ecke angucken (und sorry fürs Klischee bedienen, aber es ist nunmal ne SV Ortsgruppe).

    Bei denen ist es normal, dass Hunde ganztägig im Zwinger leben, kurz zum lösen rauskommen und halt sonst am Hundeplatz im Training sind.

    Bei diesem Training wird dann auch eher ausgebildet, wie vor 25 Jahren. Ja, sowas ist nicht schön und schadet dem Image unseres Sports.

    Deshalb versuche ich mich auch garnicht für unseren Sport zu rechtfertigen.

    Ich kann nix dafür, dass die anderen so sind.

    Ich werde die auch nicht ändern. Die interessiert ja jetzt schon nicht, das eine gewisse Ausbildung gesetzlich verboten ist.

    Ich ziehe mir diesen Schuh einfach nicht an.

    Neben meinem Mondioring mache ich ja auch THS.

    Auch da habe ich schon unschöne Szenen gesehen.

    Aber die Gesellschaft schließt nicht so sehr von einem einzelnen auf alle bei diesen "modernen" Sportarten, wie THS, Agi, Obi ...

    Die sehen halt einfach netter aus zum zuschauen und man hat nicht so die Vorbehalte.

    Deshalb rechtfertige ich mich nicht über den Sinn oder Unsinn von meinem Sport.

    Ich rechtfertige mich auch nicht für Sachen, die andere falsch machen.

    Ich habe nur für mich entschlossen, es besser zu machen.

    Vor (ich weiß es nimmer genau) 5 Jahren habe ich im Verein meine eigene Sportgruppe gegründet.

    Ich hatte mit viel Kritik zu kämpfen und vielen Vorurteilen, da eben Mondioring für den Laien noch schlimmer aussieht, als IGP.

    Mittlerweile ist das alles garkein Thema mehr. Keiner der Familienhundler aus dem THS oder Agi hat irgendein Problem mit unseren Hunden.

    Viele waren zu unserer Prüfung zum zuschauen und waren echt angetan, was die Hunde da alles leisten.

    Ich habe halt damals auch strenge Regeln auferlegt bekommen.

    Bei uns am Platz sind schon seit Jahren "gewisse Methoden" einfach nicht erlaubt.

    Keiner unserer Hunde hatte schon "gewisse Hilfsmittel" dran. Ich mag mich da einfach vorsichtig ausdrücken, bevor es einen Aufschrei gibt.

    Wir bevorzugen im Schutzdienst einen eher vorsichtigen Aufbau und immer mit dem Hintergrund, dass von Anfang an auch gleich ein gewisser Gehorsam da ist.

    Ich durfte mir schon oft von so manchem Proleten abschätzig anhören, dass das was wir da machen "nur langweilige Beutescheiße" ist.

    Man wird von mir nie (vielleicht früher ein paar aber seit einiger Zeit nimmer) diese coolen Bilder sehen, wo der Hund verbellt und dabei alle Zähne zeigt.

    Sieht vielleicht cool aus. Aber für den Nichtwissenden sieht es immer auch ein wenig nach Aggression aus, auch wenn es nicht so aufgebaut wurde.

    Ich möchte für mich und meine Gruppe einfach die Außenwirkung, dass es sich bei uns um nen spaßigen Sport handelt und wirklich eher um ein Spiel, als um ernste Szenen.

    Deshalb regen mich viele Verallgemeinerungen kaum auf, weil ich für mich sagen kann, mach ich net so.

    Behauptung: die Hunde werden scharf gemacht ... juckt mich net. Meine Hunde begleiten mich in meinem Alltag überall hin, gehen auch in Restaurants oder in die Stadt und führen ein Leben, wie jeder xbeliebige Familienhund auch.

    Behauptung: den Hunden wird mit Stachelhalsband und co. weh getan ... juckt mich nicht, nutze ich nicht.

    Behauptung: Bei Schutzhundlern kommen die Hunde nur zum Gassi raus und leben sonst im Zwinger. Juckt mich nicht, meine Hunde liegen gerade neben mir in ihren betten, wo ich den Text schreibe.

    Kommt eine Behauptung, die mich auch betrifft, dann hinterfrage ich schon, ob man da dem Hund gegenüber fair ist.

    Ich für mich versuche es in allen Fällen besser zu machen, als die Leute, die zum Großteil einige der Klischees bedienen (nicht hier im Forum).

    Denn was wir alle gemeinsam haben, egal ob pro oder kontra Schutzdienst: wir lieben unsere Hunde und wollen nur das beste für sie.

    Wenn wir Fehler machen, dann nicht mit Absicht, sondern aus Unwissenheit.

    Um mal zum Thema zurück zu kommen. Ich bin der Meinung, dass das Schutzdienst Training kaum Einfluss auf das Potenzial hat, für die Gesellschaft gefährlich zu sein.

    Diese Hundetypen sind einfach so. Sie werden gezüchtet mit dem Wissen, dass schwierige Hunde dabei hervor kommen. Ein Mali / DSH / Riesenschnauzer und co. aus einer Leistungszucht bringt einfach eine gewisse Tendenz mit, Konflikte nach vorn zu regeln. Wenn man sich dem bewusst ist, stellt das garkein Problem für irgendjemanden dar. Leute, die aktiv und seriös IGP / Mondioring oder was aus immer in diesem Bereich betreiben wollen, sind sich um dieses Potenzial bewusst. Sie entscheiden sich ganz bewusst für einen solchen Hund und für all die Konsequenzen, die da dran hängen.

    Gefährlich sind meist die Personen, die garnicht wissen, worauf sie sich bei einem solchen Hund einlassen. Wie oft hört man Sätze wie „ein Mali ist auch nur ein Hund“. Ja ist er im Grunde genommen. Aber er ist ein Hund, der mit geladener Waffe durch die Gegend läuft. Wenn dann ein unwissender Mensch einen solchen Hund holt, dann kann und wird das sehr schnell schief gehen.

    Ich habe selbst folgende Erfahrung gemacht. Ich hatte meinen ersten Mali (meine Ambi). Ambi ist von Haus aus ein Hund mit wenig Beutetrieb. Ernsthaft Kloppen macht ihr Spaß. Und das meine ich so. Sie mag Menschen gern. Jeder kann sie streicheln. Aber wenn für SIE ein bestimmter Auslöser da ist, dann würde sie gern aufräumen. Nun kam ich völlig unerfahren in eine IPO Gruppe zum Training. Sie erklärten mir Helfertreiben und wollten Ambi dementsprechend ausbilden. Für Ambi wäre es auch genau der richtige Weg gewesen. Ich hatte aber dennoch Bedenken, dass ich da Probleme im Alltag bekomm. Man fördert den Hund ja schon sehr in seiner Aggression und da ist lang garkeine Beute dabei beim Training. Richtig gemacht und bei nem Hundeführer, der das handeln kann, sehe ich da garkein großes Problem. Aber ICH wollte das nicht und hab es mir einfach nicht zugetraut. Die Gruppe hat das nicht verstanden. Hat mich belächelt dafür. Und da sehe ich dann schon eine Gefahr. Nämlich wenn man als Anfänger in Ausbildungen gedrängt wird, die man als Anfänger vielleicht nicht tun sollte.

    Bei meinem nächsten Helfer (und der war auch später Lehrhelfer im BLV) habe ich zu spät realisiert, dass es Mist ist, was der tut. Ist in einem Echtbiss und einer Notop geendet. Also ich kenne durchaus auch die Situationen, wenn das ganze schief geht.

    Zum Glück ist Ambi aber so klar im Kopf, dass sie im Alltag komplett sauber ist. Sie ist sehr freundlich zu Menschen geworden und hat sich da gut entwickelt. Aber das hätte aufgrund negativer Erfahrungen im Sport schon auch echt anders ausgehen können.

    Und ich war nicht bei „dubiosen“ oder unseriösen Trainingsgruppen.

    Aufgrund meiner Erfahrungen: ja ich steh dem Helfertreiben sehr kritisch gegenüber. Ich weiß, es gibt sehr sehr viele, wo es super ausgebildet wurde. Ich weiß auch, dass es bei vielen super funktioniert. Ich kenn auch welche persönlich und hab da auch garkein Problem mit. Ich möchte es nur für mich nicht und sehe es als eine Gratwanderung, da hier schon sehr mit der Aggression vom Hund gespielt wird.

    Das würde ich so pauschal garnicht sagen.

    Wie sich ein Hund im Alltag verhält, wie sein Verhalten Menschen gegenüber ist und wie der Hund Stresssituationen ab kann, hängt grundsätzlich von seinem Charakter und seiner Erziehung ab. Aber ein großer Punkt ist der Charakter. Den verändert man durch Ausbildung nicht.

    Was die Erziehung angeht, so lernt man vielleicht, den Hund in extremen Situationen zu kontrollieren. Da bringt die Ausbildung bestimmt was.

    Aber ob man überhaupt was übermäßig kontrollieren muss, das ist eben der Charakter.

    Ein Hund wird nicht freundlicher oder unfreundlicher durch diese Art der Ausbildung.

    Einige Behörden kaufen doch nach wie vor irgendwelche Mischlinge aus dubioser Herkunft mit nem guten Jahr, weil die günstig zu haben sind.

    Welche Behörden kaufen Jährige ohne ausgiebiges Austesten, Gesundheitstests usw an? Und was für Mischlinge?

    Ich hab nie was geschrieben, dass Hunde ohne Tests und Ankaufuntersuchung gekauft werden. Aber es werden auch Mischlinge oder Hunde ohne Papiere gekauft. Ich habe mich rein darauf bezogen, dass Sporthunde jetzt nicht so sehr zur Selektion für die Diensthunde herhalten, wie sie es gern behaupten.

    Wir haben hier in der Staffel 4 Malis mit Papieren, 2 Malis aus unbekannter Herkunft, 1 DSH aus unbekannter Herkunft und nen Mali/Dsh Mix auch aus unbekannter Herkunft

    Es geht ja auch nicht um den einzelnen Hund oder Zwinger. Sondern um alle zusammen. Und natuerlich ist keine Dienststelle wie die andere und Militaer ist mEn eh nochmal ne ganz andere Sache.

    Kalle hatte eine Schwester und zig Halbgeschwister im Dienst. Fou mWn auch. Itsy..keine Ahnung :lol:

    Bei Kalle und Itsy sehe ich das Argument ja auch. Das sind Hunde, die in die Zucht gehen. Die bringen potentielle Diensthunde hervor. Dann sollten sie auch eine gewisse Leistung nachweisen.

    Aber ich habe noch keinen DHF kennen gelernt, der aus einer bestimmten Verpaarung nen Hund wollte, weil irgendwelche Halbgeschwister gut im Sport waren 🤷‍♀️

    Also ganz so sehe ich das nicht, dass Schutzdienst im Sportbereich so sehr was für die Selektion von Zuchthunden tut, wo dann potenzielle Diensthunde rauskommen.

    Einige Behörden kaufen doch nach wie vor irgendwelche Mischlinge aus dubioser Herkunft mit nem guten Jahr, weil die günstig zu haben sind. Außerdem gibt es viel viel mehr Sportler, die das mehr oder weniger erfolgreich praktizieren und viel mehr Würfe pro Jahr, als für das Diensthundewesen gebraucht werden. Daher hinkt dieses Argument für mich gewaltig.

    Nicht meine Hunde und auch nicht Geschwister meiner Hunde sind, soweit ich weiß Diensthunde. Und die Halbgeschwister, die Diensthunde geworden sind, sind es nicht aufgrund der Leistung meiner Hunde im Sport. Meine beiden tragen absolut nix zu irgendeiner Selektion von Diensthunden bei.

    Wir machen einfach nur unseren Sport, weils uns Spaß macht. Nicht mehr und nicht weniger 🤷‍♀️