Beiträge von Wonder2009

    - rassereiner Nachwuchs meiner Hündin und dann einen passenden Sohn/Tochter behalten (scheitert vermutlich an der Tatsache, daß ich es wahrscheinlich nicht schaffen würde, die anderen Welpen abzugeben)

    Dein Ernst?

    Das liest sich gerade nicht, dass du Züchter bist … und reinrassiger HSH ist ja auch ne megakonkrete Angabe …

    Bitte korrigiere mich, sollte ich falsch liegen. Aber da ich definitiv gegen blindes vermehren von Hunden bin, wäre ich hier raus.

    Ich habe den Eindruck, egal wie viele Leute dir abraten, in deinem Kopf ist der Hund quasi schon eingezogen.

    Als erstes: warum genau wird der Hund abgegeben? Überforderung ist ja ein dehnbarer Begriff.

    Die beiden Rassen sind sowohl charakterlich, als auch körperlich eine Hausnummer.

    Charakterlich wurde schon einiges geschrieben. Als erstes vermute ich, dass die ersten 10 Monate nicht viel in Richtung Erziehung, Impulskontrolle und so getan wurde. Ein Mali, der nicht lernt, sich zurück zu nehmen, ist einfach eine Katastrophe. Der wird Konflikte nur nach vorn lösen. Dazu der HSH, der dafür gemacht ist, zu bewachen und dies ernsthaft! Misstrauen gegenüber Mensch und Tier sind vorprogrammiert.

    Körperlich musst du schauen, was du überhaupt willst. Schlägt da eher der Mali durch, wirst viel tun müssen, um den auszulasten. Schlägt der HSH durch, will der eher sein eigenes Ding machen.

    Als Gefahr sehe ich, dass man die potentiellen Probleme mit 10 Monaten schlecht vorhersagen kann. Außerdem scheint es ja bereits Probleme zu geben. Und vermutlich ist der Hund einfach nur sauhübsch, sodass man sich durch Optik blenden lässt.

    Ich würde die Finger davon lassen.

    Ich weiß nicht mehr wer es war aber jemand hat in der Diskussion geschrieben dass beim iPhone RAW möglich sei. Nehme an bei den neueren Modellen.

    Nachtrag: Woonder 2009 hat bestätigt dass der RAW-Modus möglich ist.

    Ja, hab gelesen, dass das 14er iPhone das kann.

    Mein 11er kanns net. Aber ich weiß nicht, wie es bei 12 und 13 aussieht … also ab welchem Modell das möglich war

    Mondio und IGP sind eigentlich zwei grundsätzlich verschiedene Sportarten.

    Für mich die einzige wirkliche Gemeinsamkeit ist, dass man nen Gebrauchshund braucht, um diesen Sport prüfungsmäßig zu betreiben.

    Erster großer Unterschied ist der Ablauf:

    Im IGP sind die 3 Sparten zeitlich voneinander getrennt. Auf dem Platz hat man durch die Prüfungsordnung vorgeschrieben, wie das konkrete Laufschema ist. Jede Prüfung ist identisch. Im Mondioring habe ich die Prüfung aufgeteilt in UO, Sprünge und Schutzdienst. Diese werden hintereinander weg abgeleistet ohne Pause. Den Aufbau der einzelnen Übungen und auch die Reihenfolge dieser erfährt man am Prüfungstag beim Vorführhund. Hier erfährt man auch erst das Laufschema beim Fuß laufen, den Apportiergegenstand und so. Man weiß bis aufs Motto nix vorher. Somit ist jede Mondio Prüfung verschieden.

    Zweiter Unterschied: der Platz

    Im IGP ist der Platz steril, aufgeräumt, es steht nix rum, außer die Gegenstände, Sprünge, Verstecke. Es sind bis auf den Hundeführern und dem Richter niemand auf dem Platz. Außenrum ist es ziemlich leise. Es gibt bestimmt auch Vorschriften über die Größe und Form des Platzes.

    Im Mondioring hat jede Prüfung ein Motto und nach diesem ist der Platz dekoriert. Das geht so weit, dass beim Motto Rummel sogar Karussells am Platz stehen. Es ist eine Mindestgröße vorgegeben und der Platz muss eingezäunt sein. Auf dem Platz laufen neben dem Richter und dem Hundeführer weitere Menschen rum. Oft hat man 2 Richter, den Ringkommissar, der den Hundeführer von Übung zu Übung bringt, eins zwei Fotografen einen Schreiber und lauter Helfer. Also da sind schonmal 10 Leute am Platz. Außenrum ist’s ziemlich laut, meist läuft Musik, die Leute sind recht laut …

    Dritter Unterschied: die Ausführung der Übungen

    Im IGP sind alle einzelnen Übungen genauestens beschrieben in der Prüfungsordnung. Es gibt genaue Vorgaben, wie eine Übung auszuführen ist. Das Augenmerk liegt hier auf extrem hohe Exaktheit und Geschwindigkeit. Eine „Eigeninterpretation“ von Übungen ist nicht zulässig.

    Im Mondioring sind die Übungen eher Aufgaben, die es halt zu erfüllen gilt. Das „wie“ spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Da liegt die Schwierigkeit eher in der Varianz der Übungen, als in der Exaktheit.

    Vierter Unterschied: der Typ Hund und dessen Arbeitshaltung

    Im IGP gehts wie oben beschrieben eher um Exaktheit und Geschwindigkeit. Diese Hunde geben sowohl in der Unterordnung als auch im Schutzdienst immer Vollgas 150%. So werden die auch ausgebildet.

    Ein Mondioring Hund läuft besser auf Sparflamme. Einfach weil er in der 3 locker mal 45 Min am Stück auf dem Platz arbeitet. Immer Vollgas ist da sehr schwer. Aber (wie ich bei Arielle seh) gibts auch hier diese Beklopptis.

    Daher kommt es auch, dass Ringlinien oftmals weniger reizoffen sind, als klassische IGP Linien.

    Fünfter Unterschied: die Arbeit der Helfer

    Im IGP hat auch der Helfer exakte Vorgaben, wie er die Hunde arbeiten muss. Sicher bringt der eine Helfer mehr Ausstrahlung mit, als der andere, aber grundsätzlich tun sie alle das selbe. Sie arbeiten alle Hunde gleich.

    Im Mondioring arbeiten die Helfer in einer Prüfung auch alle Hunde gleich. Aber nur bis zu dem Punkt, an dem sie eine Schwäche beim Hund erkennen. Da haben sie die Aufgabe gnadenlos aufzuzeigen, wo die Schwächen beim Hund liegen. Der Helfer hat hier die Aufgabe, durch gezielte Bewegungen den Hund am Anbiss zu hindern.

    Sechster Unterschied: Anzug und Ärmel

    Ich denke der Unterschied ist bekannt 😃

    Siebenter Unterschied: die Anreise

    Zu einer IGP Prüfung, wenn es nicht gerade eine überregionale ist, fahre ich morgens hin und abends wieder Heim.

    Eine Mondioring Prüfung ist meist ein Kurzurlaub mit Anreise mit Wohnwagen und man bleibt dann halt das Wochenende. Das ist natürlich auch ein anderer Stressfaktor beim Hund.

    Mehr Unterschiede fallen mir jetzt spontan nicht ein.

    Damit ihr euch ungefähr ein Bild machen könnt … hier ein Video von Arielles Objektbewachung auf der letzten Prüfung. Ich glaub man kann in den 4 Min schon sehen, dass nicht das beißen im Mittelpunkt steht, sondern die Konzentration zur Erfüllung der Aufgabe.

    Objektbewachung

    Hm, und wenn da jetzt ein Mensch ohne den Anzug in diese Situation geht? Dann reagiert der Hund nicht? Also ich hoffe ja, dass ich keine Vorurteile habe, ich denke, dass ich keine habe. Aber in dem Video erscheint es mir schon so, dass der Hund seine Aufgabe doch eher auf den Menschen fokussiert und nicht den Anzug. Vom IGP kenne ich diese Szenen, wo der Mensch den Beißarm wegwirft und der Hund sich sofort abwendet und auf den Beißarm stürzt, da ist es für mich eindeutig, dass eben der Beißarm und nicht der Mensch die Beute ist.
    Das eingestellte Video sehe ich da jetzt deutlich kritischer tatsächlich.

    Das geht tatsächlich, dass ein Mensch ohne Anzug da in die Nähe geht.

    Letztens haben wir genau da drüber nachgedacht und zwar als jemand für mich gefilmt hat im Training und dabei immer wieder ganz nah an den Hund gegangen ist.

    Und wie schon geschrieben … der Hund hat sich immer wieder umgeschaut, da die 3 Helfer aus verschiedenen Richtungen kommen und während der Übung ja alle am Platz bleiben. Die Leute im Vordergrund nimmt sie aber garnicht wahr, weil die eben für den Moment unbeteiligte sind.

    Und ja, wie Ressourcenverteidigung sieht es aus. Soll es auch. Jede Schutzdienst Übung soll ja eine ernstere Situation nachstellen. Wobei MRG da nicht so schematisch ist, wie IGP.

    Hab meinen Aufbau mal in einem Video zusammen gefasst, weil es damals jemand sehen wollte. Wohl bemerkt, mach ich das alles selbst im Aufbau. Auch die Arbeit am Anzug. Und trotzdem hab ich noch nie nur drüber nachgedacht, ob mein Hund das verwechseln könnte, da ich ja hingehe und ihn zum Ende der Übung abhole.

    Aufbau Objekt

    Ach übrigens diese Beutefixierung haben wir auch. Nur anders als im IGP zieht man den Anzug nicht einfach aus. Und abschenken gibts bei uns nicht bzw nur ganz am Anfang.

    Aber wenn meine Ambi nen Anzug sieht, der nach dem Training am Platz rumliegt, kann sie sich stundenlang damit beschäftigen 😃 Arielle dagegen interessiert der Anzug dagegen nur, wenn der Helfer ihn trägt. Sonst nicht so.

    1. wer behauptet, dass ich mir um die Außenwirkung nicht bewusst bin?

    2. ich betreibe in meinem Rahmen Aufklärungsarbeit, für alle, die wollen

    3. bin ich nicht normal? Sind Nichthundesportler normalere Menschen, als Hundesportler?

    Mit dieser eher ablehnenden Haltung komm ich persönlich auch gut zurecht.

    Ich hab vielleicht auch Vorurteile gegenüber Menschen, die Kampfsport betreiben. Ist halt auch nicht so meins 🤷‍♀️

    Ich könnte auch kein Tier erlegen. Meine beste Freundin ist aber Jägerin. Muss ich für mich net toll finden, weil es auch ein Stück brutal ist.

    Keiner muss toll finden, was ich mach.

    Aber Toleranz funktioniert immer nur in beide Richtungen. Ich möchte auch nur toleriert werden und nicht in eine Schublade mit kriminellen Machenschaften und saufenden Proleten gesteckt werden.