Beiträge von Cassiopeia88

    Ich würde die Lösung des Problems gar nicht in der "Zero Dogs" Strategie wählen, sondern in der "immer ansprechbar" Strategie.

    Dazu eine vorab Frage:

    Warum bist du weggegangen, wenn dein Welpe Unsinn macht?

    Was sollte das bringen als "Erziehung"?

    Ich habe mich zuerst langsam entfernt, schon bevor irgendwelcher Blödsinn passierte, um ihr - wenn sie denn nach mit schaut - schon mal die Richtung zu weisen, in die es dann weiter geht und sie vor allem auf mich achten muss, weil ich ja sonst irgendwann weg bin.

    Ich dachte eigentlich schon, dass sie es irgendwann blöd findet, wenn ich zu weit weg bin, sodass sie mir dann hinterherkommt, aber sie hat imho nicht mal gemerkt, dass ich nicht verfügbar bin.

    Wie fange ich denn die "immer ansprechbar"-Strategie an?

    Ich muss leider kurz euer Thema crashen.

    Schnickschnack, ist doch nicht gepachtet hier der Thread!

    Bei uns ist es so bzw. wird es so sein:

    1.: genau, 1. Impfung mit 8 Wochen.

    2.: 2. Impfung mit 12 Wochen, Tollwut mit Zeitverzug von einer Woche, also 13 Wochen. TA meinte, Auffrischung+Tollwut zusammen wär zu viel...

    3.: Auffrischung mit 15 Wochen.

    Tollwut steht bei mir gar nicht als Auffrischung auf dem Plan, muss ich glatt mal fragen morgen beim TA...

    Mich stört ja gar nicht der Kontakt zu den Hunden sondern dass es im Prinzip gut läuft und sie noch mehr spielen könnte, wenn sie nicht den Leuten zur Last fallen (also sie anspringen) würde.

    Mit Schlepp dran wärs kein Problem, da würde ich sie einfach jedes Mal rausholen, wenn sie Unfug macht.

    Aber mit Schleppleine spielen ist halt auch gefährlich, daher geht das eigentlich nicht.

    Aber je weniger Kontakt sie hat, desto wichtiger wird er ihr und desto weniger abruf-/lenkbar wird sie sein.

    Meiner Meinung nach ein Teufelskreis.

    Wenn ich das richtig verstehe, bist du im langweiligen Alltag noch dabei, dass sie (mehr) auf dich achtet. Richtig?

    Ja, stimmt, da hast du recht.

    Wenn ich jetzt nicht den völlig bekloppten Moment wähle, um sie anzusprechen, dann reagiert sie gut.

    Sie sieht sich auch öfter nach mir um, wass ich verbal bestärke.

    Auf kleinere Spielereien oder Gehorsamsübungen lässt sie sich durchaus auch ein, aber das mache ich natürlich auch (noch) nicht, wenn sie gerade irgendwohin durchstarten will. Aber bei nah vorbei fahrenden Radfahrern oder vorbei laufenden Kindergruppen bleibt sie sitzen und wartet auf meine Freigabe.

    Ich habe aber schon den Eindruck, dass sie mittlerweile mehr abwägt, ob es sich lohnt, jetzt mitzumachen (wenn zB klar ist, dass kein Leckerchen winkt in einer Situation, in der es sonst gewöhnlich eins gibt).

    Ich muss also mehr an der Bindung arbeiten und die Leckerchen mehr ausschleichen, aber so recht weiß ich noch nicht, was ich ihr (an)bieten kann.

    Ich danke euch!
    Also in der Welpengruppe ist bisher niemand, der so zu mir passt, dass ich mich da gern verabreden würde. Die Menschen da sind alle deutlich älter, haben ganz andere Gewohnheiten und so. Also das passt schon zwischen den Menschen nicht so.

    Das mit dem Bewegungsspiel als Lockmittel werde ich auf jeden Fall versuchen.

    Ich werde in der Welpenstunde und auch sonst bei den Hundebegegnungen mal noch mehr auf den rechten Moment zum Herausrufen achten. Aber ich hatte schon öfter den Eindruck, dass Nouska sehr in die soziale Interaktion vertieft ist und mich nicht wahrnimmt.

    Einerseits weiß ich, dass ich als Mensch ihr nicht geben kann, was andere Hunde ihr geben können aber es hat mich doch ein bisschen betrübt, dass sie so gar nicht nach mir schaut dann.

    Man kann einem Hund auch beibringen, nicht zu anderen Hunde zu stürmen, ohne ausschließlich ganz kontrollierte, verabredete Kontakte zu haben.

    Daher war mein Rat da erstmal komplett drauf zu verzichten, bis ihm die anderen Hunde bei Begegnungen (wieder) egal sind. Erst dann würde ich beginnen einzelne Kontakte zu erlauben.

    Das klingt soweit für mich einleuchtend. Mein Problem ist halt nur, dass wir bis auf die Welpengruppe einmal die Woche dann gar keinen Kontakt zu anderen Hunden hätten.

    Ich hatte jetzt 10 Jahre lang keinen Hund, kenne also noch keine souveränen Hundekontakte und habe keinen Freundeskreis mit Hunden.

    Der einzige Hund, mit dem eigentlich ein regelmäßiger Kontakt bestehen soll, fällt im Moment aus, weil der sich an der Pfote verletzt hat und noch 2 Wochen Ruhe halten muss.

    In solche Situationen würde ich den Hund erstmal einsammeln, ohne das Rückrufkommando zu entwerten.

    Danke! Ich habe jetzt auch keinen Rückruf verwendet sondern erstmal nur generell versucht, ihre Aufmerksamkeit zu erhaschen.
    Da schon das nicht funktionierte hab ichs mit dem Rückruf gar nicht erst probiert.
    Vermutlich sollte ich mich nun deutlich mehr mit dem Superrückruf beschäftigen...

    Ein Zwischenschritt wäre das Üben des Abrufs wenn der Hund interessiert zu Artgenossen schaut.

    Und welche Art Abruf nutze ich da? Den normalen Rückruf, auch wenn sie noch bei mir in der Nähe bzw. direkt neben mir ist?

    Hej hej!

    Heute Morgen war mir mein Hund peinlich.

    Ich gehe meist mit einer 5m Schleppleine spazieren.Wenn Hundekontakt von meiner Seite aus nicht erwünscht ist (Weg zu eng, nah an der Straße etc.) nehme ich Nouska ran und signalisiere auch, dass wir weiter gehen.

    Wenn Hundekontakt erwünscht ist, versuche ich (jaaaa, es ist wirklich noch eher ein Versuch), das OK dafür zu geben. Heute nun war relativ überraschend ein kleiner Wuschel aufgetaucht und Nouska durfte hin (Wuschel lief frei). Habe erst dann dran gedacht, die Schleppleine abzumachen, weil die Hunde natürlich umher pesten und mir das mit dem Kabel da dran auch nicht so geheuer war. Da ließ sich Nouska schon motivieren, zu mir zu kommen. Ich war quasi Luft. Hab sie dann aber doch überredet und wollte ihr zeigen, dass das Spiel nicht vorbei ist, nur weil sie bei mir war. Also Schlepp abgemacht und laufen lassen.

    Sie hat nett gespielt und interessierte sich dann auch für die beiden Halter des anderen Hundes - leider sprang sie auch spielmotiviert an ihnen hoch und war voller Freude über den ganzen Spaß. Ich war Luft. Bin dann weggegangen, aber Nouska interessierte sich nicht. Nahm nicht mal recht wahr, dass ich weg war.

    Bin dann also wieder zurück und hab sie eingesammelt.

    War mir sehr unangenehm.

    Normalerweise ist sie gut an mir orientiert, aber bei Hundebegegnungen ist sie einfach zu abgelenkt. Unterwegs mache ich mal Suchspielchen mit Leckerlies (nichts Schweres, nur hinterherjagen oder kurz mit der Nase suchen) oder kleine Gehorsamsübungen (sozusagen für den Ernstfall - haha), auch um interessant zu bleiben.

    Hab mir jetzt überlegt, mich immer mal zu verstecken, damit sie mehr auf mich Acht gibt. Ist aber auf den normalen kleinen Runden auch nicht so leicht, weil meist auf der einen Seite Häuser und auf der anderen Seite die Straße sind. Gnahr.

    Habt ihr noch Ideen?

    Kann ich mich damit beruhigen, dass sie noch jung ist und wir das alles noch einüben?

    Liegt es daran, dass sie zu wenig Hundebegegnungen hat und die wenigen deshalb so wertoll findet, dass alle Orientierung an mir egal ist?