Beiträge von Cassiopeia88

    20 Minuten sind für einen so jungen Hund durchaus sehr viel, noch dazu, wenn er dabei Strecke macht. Dass euer Hund zusätzlich nicht normal sozialisiert ist, dem also alles, was er sieht, riecht, fühlt und hört zu viel ist, ist das WIRKLICH lang. Wenn jetzt also wieder gebissen wird, wundert mich das gar nicht. Sowas kommt von sowas...

    Setzt oder stellt euch irgendwo hin. Lasst den Hund zur Ruhe kommen und sich mit seiner Umgebung und den paar wiederkehrenden Reizen an der Stelle vertraut werden. Wenn der Hund dann halbwegs ruhig wird und hoffentlich nicht mehr zittert, könnt ihr wieder reingehen. Es geht jetzt nicht darum möglichst viel in kurzer Zeit abzulaufen, sondern dem Hund zu zeigen, dass die Welt viele Reize bereit hält, die allesamt nicht schlimm sein müssen.

    Bitte keine Gewaltmärsche und bitte, BITTE: habt doch mal ein bisschen Einfühlungsvermögen für den Hund!


    Aber wenn ein kleiner Hund beißt kann das auch echt brutal werden (auch bei einem Mops). Auch kleine Hunde haben es verdient ernst genommen zu werden, egal welche Größe und Rasse sie haben.

    unbedingt haben sie das verdient!

    Aber es ist doch unbenommen, dass eine Mopsschnute nicht annähernd solchen Schaden anrichten kann, wie ein Malinois-Fang.

    Ich würde auch sagen, dass es bei der Größenordnung des Hundes keinen Grund gibt, vor dem zu flüchten oder den dermaßen hart anzugehen.

    hihihi, so eine Situation hatten wir gestern auch.

    Hund musste ja vorgestern wieder aus Pfützen trinken, also war die Verdauung leicht durcheinander. Ich dachte, ich hätte noch zwei Beutel in der tasche, war aber nur noch einer.

    Zum Glück kam uns ein Mann mit Shiba Inu des Wegs, als Nouska gerade ihr Geschäft beendet hatte. Ich bat ihn freundlich, ob er mir mit einem Beutel aushelfen könne, legte die Leine neben den Hund, erbat mir ein Sitz und ging zu dem Mann, der mir ein Beutelchen aus der Tasche friemelte.

    Der schaute nicht mich an, sondern meinen Hund und bekam immer größere Augen, weil Nouska einfach sitzen blieb.

    Da wurde mir auch mal wieder kurz bewusst, wie unkompliziert manche Situationen dann doch sind, wo das Tier an anderen Stellen immer so ein Hibbel ist und mir kaum zu bändigen vorkommt.

    hachz :smiling_face_with_heart_eyes:

    Noch ne Frage: wie bringt man dem Hund bei, dass ein Kong auch zu kauen geht? Nouska schleckt den immer nur aus und wirft ihn dann auf die Fliesen, wenn das Innere noch zu fest am Rand sitzt. Angekaut hat sie den aber noch nie :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Einfaches Pass-laufen wäre für mich aber wirklich kein Anlass. Ehrlich gesagt, würde ich damit wohl einmal zur guten Physio (da fühlt mein Hund sich nämlich wohler als beim TA und sie nimmt sich auch mehr Zeit) und wenn wir dort etwas finden, würde ich erstmal zum Orthopäden.

    Zeigt sie denn ansonsten irgendwelche Arten von Unwohlsein? Mag sie springen? Hast du das Gefühl, sie vermeidet bestimmte Situationen?

    Ich danke dir sehr!

    Nö, gar nix.

    Sie scheint drinnen eher energiesparend zu sein, sprich: sie steht zwar schnell auf und läuft irgendwo hin, wenn da was interessant ist, legt sich aber relativ schnell wieder ab (besonders, wenn sie müde ist/vorher länger geruht hat).

    Sie läuft Treppen nur mir zuliebe langsam runter, sie hüpft gern über was drüber, statt drum herum zu gehen, dosiert das aber (meinen Laienaugen nach) immer gut, springt also nie viel zu hoch/weit oder zögerlich.

    In den Kofferraum rein lasse ich sie springen, raus hebe ich sie aber oder lasse sie springen und halte sie dabei am Brustgeschirr, sodass sie nicht gestaucht wird.

    Das einzige, was mich - zuzüglich zum Passgehen - irritiert ist ihre Zuckigkeit, wenn man sie am hinteren Rücken/der Hüfte berührt. Da zieht die Haut dann immer mal kurz zusammen, weißt, wie ich meine? Das passiert aber auch, wenn sie sehen kann, dass ich sie da anstupse und das passiert auch, wenn man das an der Seite (Rippen) macht. Also wirklich nur ganz softes Anstupsten, kein Finger reinbohren. Im Schulterbereich, am Hals oder den Beinen ist das nicht, nur alles hinter den Vorderläufen, sozusagen.

    Will sagen: eine Röntgenuntersuchung jetzt ist nicht zu früh, man könnte das machen und müsste nicht unbedingt warten?

    Dann würde ich das durchaus in Angriff nehmen...

    Phyisio werd ich auf jeden Fall auch mal herumfragen, ob hier jemand aus meinem Bekanntenkreis mit Hund jemanden empfehlen kann.

    Echt jetzt?? Meiner auch! Ich mach mir schon ewig immer sorgen, ob er verspannt ist oder so... aber mittlerweile glaub ich einfach, für Trab bin ich zu lahm :ugly: Es braucht auch auf dem Laufband ewig, bis er mal in den Trab wechselt.

    War bei Nevio seit Anfang an so und kenne auch noch einige andere GP, die viel Pass laufen.

    Auf gesundheitliche Probleme weist Pass eher hin, wenn er plötzlich ausgeübt wird als Schonhaltung. Hier ist es einfach seine normale Gangart.

    Himmel, wie beruhigend, danke!

    Nouska latscht von Anfang an immer wieder Pass, auch wenn sie ohne Leine das Termpo selber bestimmen kann. Dann schlendert sie auch mal so dahin und läuft relativ viel Pass. Von wegen "nur kurz beim Wechsel von Schritt auf Trab" - nee, bei uns nicht... uff, ich wäre beruhigt, wenn das nichts dramatisches ist.

    Dann fiept sie in den meisten Fällen 2,3 mal und legt sich dann hin.

    Ich greife das noch mal kurz raus, denn dazu wurde, glaub ich, noch nichts gesagt: ich habe auch so eine gesprächige Weiße Tante, die gern vieles stimmlich kommentiert, was sie tut. Nicht immer, aber doch recht oft. Auch, wenn sie wiederwillig irgendwelche Kommandos von mir ausführt.

    Gewöhn dich schon mal dran, dass du sozusagen eine Begleitmusik für euer Leben hast. Und übe dich in Ruhe und Gelassenheit. Fiepen/Winseln aufgrund von Frust oder Aufregung legt sich noch am ehesten, wenn man sich selbst nicht aus der Ruhe bringen lässt. Ich glaube zumindest bei Nouska trägt dieses "Rauslassen" auch echt zur Entspannung bei. Sie fiept erst ein paar Mal, dann winselajmmert sie und dann seufzt sie beim Hinlegen.

    Das nur noch als Idee am Rande, dass ein winselnder/fiepender Hund nicht unter der totalen Anspannung stehen muss, sondern dass das einfach zum Grundcharakter dazugehört.

    Liebe Grüße!

    Hallo und willkommen hier!

    Es wurde ja schon viel hilfreiches gesagt und mehr kann ich eigentlich auch nicht beitragen. Was du beschreibst, klingt für mich nach ganz normalem, eher schüchternem Welpenkind. Gib ihr Ruhe und Sicherheit.

    Mach einfach einen Schritt nach dem anderen, in zwei Wochen sieht die Welt schon ganz anders aus, versprochen!

    Was Kesuki schrieb, mit der Gleichförmigkeit, finde ich einen sehr guten Tipp. Das hilft dir und Freya sicherlich. Ansonsten musst du nachts ja keine Runden drehen, da kannst du sicherlich in eurem Innenhof bleiben, weil da zu der Zeit vermutlich kaum jemand hingeht oder?

    Du musst jedenfalls auch tagsüber keine Strecke machen und ihr die ganze Welt zeigen. Es reicht, wenn ihr jeden Tag das gleiche seht. Vor allem dann, wenn das, was da jeden Tag vorbei kommt noch immer gruselig ist.

    Dass du ihr Kekse für ruhiges Verhalten gibst, finde ich gut. Schau dir auch an, wie du dich verhältst, wenn etwas für Freye aufregendes passieren könnte. Müllauto? Rollstuhlfahrer? Eine lachende Gruppe Kinder? Sei offen und frohgemut, dann kann sich Freya an dir orientieren und nimmt vielleicht auch etwas deiner Stimmung auf, wenn du sagst: "Au, feeeeiiiinm da kommt ja wieder das große Müllauto, toll!"

    Man kommt sich manchmal etwas albern vor, aber ich glaube, das gehört zur Hundehaltung dazu ;)