Beiträge von staffy

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    Sorry wenn die Frage dumm ist :ops:


    Nöö, ist sie nicht und theoretisch klingt es ja so, aber:
    Entscheidend ist erstmal der "Grundgehalt" der Hormone. Ein Rüde wächst unter Testosteroneinfluß auf, entwickelt einen stärkeren Knochenbau und mehr Muskeln. Zeitgleich bleibt die Hündin zierlicher (ausser, sie ist Einzelhündin in einem Rüdenwurf, dann hat sie noch im Mutterleib einen Testosteronschub abbekommen und wird kräftiger und vermehrt rüdenhaft sein).
    Diesen genetisch degenerierten Körperbau kann ich nicht durch eine Erhöhung des T.spiegels stoppen, allerdings würde der Muskelwachstum positiv beeinflußt werden (was aber mit vernünftigem Aufbautraining auch zu erreichen ist).
    Wenn dies so einfach wäre, bräuchte man Hündinnen mit Gelenkproblemen ja lediglich Testosteron als Depot zu spritzen, anstatt zu kastrieren, denn der Wegfall des Östrogens hat auch bei einer Hündin negative Begleiterscheinungen.

    Entscheidend ist der Entzug von Testosteron beim krankhaften Rüden, der wirkt sich negativ aus !

    Gruß, staffy

    Hatte ich mal an anderer Stelle geschrieben:

    Gruß, staffy

    Entscheidend ist, warum ihr einen Hund haben wollt, wofür ?
    Jede Rasse hat ihre Daseinsberechtigung, ist für einen Job gezüchtet worden. Ihr müßt euch erstmal im Klaren darüber sein, was ihr mit dem Hund machen wollt !!
    Nur da sein ist zuwenig für einen Hund ...

    Gruß, staffy

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    ...einer unkontrollierten fortpflanzung entgegenwirken will.


    Wenn ich meinen Hund vernünftig erziehe und nicht alleine herumstreunen lasse, kann ich das sehr gut kontrollieren !!

    Zitat

    muss man nun mal akzeptieren, wenn die leute das an ihrem hund machen lassen.


    Mag dir vollkommen egal sein, mir nicht. Ich schau nicht weg und solange ich die Möglichkeit habe, werde ich zu diesem Thema aufklären !!

    Gruß, staffy

    Da das Thema Kastration (wie viele wissen) eins meiner Lieblingsthemen ist, ich mich ständig dazu fortbilde, bevorzugt bei meinem Lieblingsdozenten Dr. Udo Gansloßer, möchte ich noch zu einem nicht unwichtigen „Rüdenproblem“ aufklären, der Bedarf scheint gegeben.
    Fachlich, sachlich, ohne Wertung, nur auf die körperlichen Auswirkungen bezogen und ich hoffe verständlich.

    Kurze biologische Einführung:
    Testosteron wird in den männlichen Geschlechtsorganen gebildet, Östrogene in den weiblichen. Das jeweils andere Hormon wird aber in der Nebennierenrinde produziert (also T. bei Hündinnen und Ö. bei Rüden). Sinkt der Testosteronspiegel beim Rüden (durch eine Kastration), nimmt die Östrogenproduktion automatisch zu (bei Hündinnen dasselbe andersherum). Dadurch kommt auch das Phänomen zustande, daß kastrierte Rüden für intakte so gut riechen und bestiegen werden !!

    Testosteron begünstigt einen starken Knochenbau, unterstützt das Muskelwachstum und die Hautdurchblutung. Während der Wachtumsphase bekommt der Rüde immer wieder Hormonschübe, die für die Entwicklung enorm wichtig sind.
    Kastriert man einen Rüden zu früh, schließen sich die Wachstumsfugen in den Knochen erst später, der Hund wird zu groß, das Skelett nicht stabil
    -> erhöhte Anfälligkeit für Knochen- und Gelenkprobleme, zusätzlich durch ein überproportionales Gebäude im Vergleich zu den inneren Organen ein erhöhtes Risiko für Herz/Kreislauferkrankungen.

    Wird der Rüde erst nach Beendigung der Wachstumsphase (physisch wie psychisch) kastriert, gilt es einiges zu bedenken.
    Testosteron wird ständig für Knochen, Muskeln und Haut benötigt. Eine Kastration bedeutet immer eine Entfernung der Hoden und Nebenhoden, somit ist jegliche Produktion eingestellt. In den Nebennierenrinden wird Östrogen produziert, nach der Kastration steigt diese an und hiermit alle negativen Eigenschaften dieses Hormons.
    Östrogene begünstigen ein schwaches Bindegewebe (Orangenhaut läßt grüßen), durch den Wegfall des Testosteron wird der Körper zusätzlich geschwächt. Für einen ansonsten absolut gesunden Hund ist dies zu verkraften, aber !!!

    Einen Rüden, der bereits Gelenkprobleme hat oder genetisch dazu neigt (HD) sollte man niemals kastrieren lassen, die Wahrscheinlichkeit zu erkranken und dies schwerer als unkastriert ist sehr hoch.
    Ebenso streßanfällige Rüden; durch das fehlende T. läßt die Hautdurchblutung nach, das Ö. läßt das Bindegewebe an Festigkeit verlieren, Allergien und Hautprobleme sind vorprogrammiert.

    Also bitte immer unabhängig von Verhaltensproblemen vor allem die physischen Auswirkungen der Kastration berücksichtigen !!

    Aufklärerische Grüße, staffy

    .. nur mal als kleinen Auszug eines sehr komplexen Themas ...

    Vielleicht meinte sie, man hat "nur" die Eierstöcke (die eigentliche Kastration) und nicht die Gebärmutter entfernt !
    Ein sterilisierter Hund verhält sich exakt genauso wie ein intakter.

    Gruß, staffy

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    gut, dass der paragraph mal gepostet wurde. daraus sollte ja nun jeder leicht lesen können, dass eine kastration grundsätzlich nicht verboten ist.


    Genauso wie es grundsätzlich nicht verboten ist, jemand zu erschiessen ...

    Klar, man biegt sich immer alles so lange hin, bis es passt !
    Aber mit normalem Menschenverstand ist es einfach nicht nachzuvollziehen, wie jemand seinen kerngesunden Hund morgens beim TA abgibt, um ihm unter dem Risiko einer Vollnarkose und aller möglichen Folgen, Organe entfernen zu lassen ... :kopfwand:

    Gruß, staffy

    Bau das ganze rückwärts auf ! Trainier erst, daß die den Ball (oder Dummy) ins Maul nimmt und dir in die Hand gibt, dazu gibts dann die entsprechenden Kommandos.
    Dann legste den Ball nur einen halben Meter weg und läßt sie ihn aufnehmen, jeder Schritt wird gelobt.
    Dann den Ball 1 Meter weglegen usw.

    Bring ihr einfach erst bei, was sie mit dem Ball machen soll und dann laß sie danach suchen. Ob bei ihr ein verbales Lob reicht, oder ein Tausch gegen Futter mußt du testen. Aber wichtig: Lob (verbal) für jeden kleinen Schritt, motiviere sie richtig und hör auf, solange sie noch gerne mitmacht !

    Gruß, staffy

    Zitat

    ... oder sie mag es auch, wenn ich ihren Bären weg schmeiße und sie bringt ihn mit dann.


    Tztztz, laß das man nicht den Knut hören !! ;)

    Bärige Grüße, staffy

    Wie wärs mit Apportiertraining ... ?