Beiträge von staffy

    Ich würde alles, definitiv alles, was der Hund nicht tun soll vom ersten Tag an durchziehen. Hunde lernen von ihrem ersten Tag an und in den ersten Monaten leichter, als jemals wieder im Leben.
    Ich finde es enorm wichtig, die Leinenführigkeit vom ersten Tag an zu trainieren. Ein Hund muß nicht ziehen und man kann ihm dies gleich zu Anfang klar machen, genauso erklären, wie ein Bett tabu ist oder nicht ohne Aufforderung aus dem Auto gesprungen wird.
    Natürlich ist es wichtig, daß der Kleine viele verschiedene Menschen kennenlernt, aber normal gibt es genug (kontrollierbare) Kontakte im Freundeskreis/HuPla, ... Denn genauso unverzichtbar ist es zu lernen, daß man nicht zu allen Menschen hindarf, aus welchem Grund auch immer. Schon Junghunde sollen lernen, daß Fremde uninteressant und auch "tabu" sind. Da es dein Hund ist, liegt die Verantwortung bei dir, du mußt die Leute von ihm fernhalten, du solltest dazwischen stehen.
    Wer sagt, daß alle "ach ist der süß" ihn wirklich nett behandeln, ihm vielleicht einmal weh tun, oder er in einer Angstphase (die mit Sicherheit noch kommt) plötzlich erschreckt reagiert.
    Hat er gelernt, daß nur erlaubte Leute begrüßt werden, wirst du nie wieder ein Problem haben. Das einzige, weil größte Problem sind ja bekanntlich wir selber !!
    Immer erst an die eigene Nase fassen, Kommandos und Regeln verinnerlichen und IMMER einhalten. Nur ein konsequenter, geradliniger "Führer" ist ein guter "Führer", der weiß nämlich was er will und bleibt immer cool, da stellt man sich gerne dahinter und läßt machen. Zurückstecken können, sich selbst im Zaum haben, nicht alles dürfen, Frust ertragen, einfach mal ein NEIN ohne Weltuntergang zu akzeptieren, daß sollte im Lehrplan der ersten Monate ernsthaft berücksichtigt werden.

    Viel Spaß mit dem Schnösel ...

    Gruß, staffy

    Hallo Hanni,

    hab ich das richtig gelesen, ihr habt den Hund erst seit ein paar Tagen ?

    Die Frage ist natürlich erstmal, WARUM benimmt er sich so an der Leine. Ist er einfach der draufgängerische Typ, der sich mit jedem anlegen würde, geht er aus Schutztrieb (und kannte es bisher nicht anders) nach vorne, oder ist er im Grunde unsicher und handelt nach dem Motto: Angriff ist die Beste ...

    Was der Kerl aber auf jeden Fall braucht, ist eine sehr konsequente und souveräne Führung. Du mußt selber in allem was du tust sicher sein, dein Ziel kennen und von ihm erwarten, daß er sich dir unterordnet, dir die Entscheidung überläßt und sich im Hintergrund hält.
    Genauso gut mußt du aber ein guter "Führer" sein, dem Hund Sicherheit und Ruhe vermitteln, ihm das Gefühl, handeln zu müssen, zu nehmen.

    Da sollte dir die Trainerin hilfreich zur Seite stehen ! Auch würde ich ein Geschirr ausprobieren, wenn du damit erstmal besser klar kommst, warum nicht. Die andere Aufgabe wäre an seiner Leinenführigkeit zu arbeiten, dann hängt er erst gar nicht im Halsband.

    Das sind aber alles Dinge, die man mit Ruhe, Geduld, Konsequenz und viel Training wunderbar in den Griff bekommt. Ziel ist doch, daß du ihn mit zwei Fingern und einem einfachem "Lass gut sein" an allem vorbeiführen kannst. Das erreichst du nur über eine vertrauensvolle Be- und Erziehung, bei der die Regeln geklärt sind. Mit Hilfsmitteln jeglicher Art zwingt man den Hund in eine Position, wir möchten aber ein freiwilliges Anschauen erreichen, oder ??

    Gruß, staffy

    Ich kenne deine Lebensumstände nicht, dein finanzielles Polster, deine Arbeitszeit und deine Pläne für die nächsten 15 Jahre !!
    Ich bin allerdings der Meinung, daß man (sofern berufstätig) zwei Hunden nur soeben gerecht werden kann. Solange man gut erzogene, relativ anspruchslose Hunde hat, mag das eine Weile gut gehen, aber was, wenn man selber mal nicht kann ... Hundesitter für 3, da wirds schon schwer. Was, wenn einer der Hunde kränkelt ? Ich finds schon umständlich, wenn mein Tagesplan durcheinander geworfen wird, weil ich mit beiden getrennt gehen muß.
    Bei zwei Hunden bin ich schon eingeschränkt in der Wahl der Lokalitäten, Ferienhäuser, Autos, ... bei dreien werden die Probleme größer (ausser, man hat 3 Chihuahuas).

    Mein Hauptentscheidungskriterium wäre aber: Müßten die bereits vorhandenen 2 nicht zu sehr zurückstecken, wenn Nummer 3 einzieht ?? Ich habe sehr viel mit Tierschutzhunden zu tun, teils richtig arme Kreaturen, aber meinen beiden zuliebe, die eh manchmal zu kurz kommen, nehme ich nicht aus Mitleid einen dritten auf ... dafür sind mir meine beiden zu wichtig. Vielleicht, wenn ich in Rente bin ...

    Gruß, staffy

    Ich könnte nicht explizid sagen, was ich anders oder besser machen würde, aber ich kann mit Sicherheit sagen, was ich nicht mehr machen würde !
    Bei Chica habe ich soviele Fehler aus Unwissenheit gemacht, daß sie mir die überhaupt je verziehen hat schreibe ich ihrem wundervollen Charakter zu. Im Laufe unseres Zusammenseins hat sie mir soviel beigebracht, daß unser jetziger Zweithund vom ersten Tag an perfekt zu uns gepaßt hat - ohne jegliche Probleme, bereits am zweiten Tag gehörte er einfach dazu.
    Was ich mit Sicherheit bei meinen zukünftigen Hunden immer machen werde, ist das Warum zu hinterfragen. Kein Hund handelt ohne Grund und wenn ich bedenke, wie oft ich früher auch geglaubt habe, der Hund ist stur, widerspenstig, hört nicht, ... weiß ich heute, daß mein Hund immer ehrlich zu mir ist und ich viel öfter auf die Beiden hören sollte - meistens haben sie recht ! ;-)

    Mein Traum wäre aber einmal einen Welpen zu haben, vom ersten Tag an seine Entwicklung zu verfolgen, Prägung, Erziehung, einfach alles nach meinem heutigen Wissen möglichst Perfekt zu machen. Einen Hund ohne Vorgeschichte zu haben .... aber wie ich mich kenne, wirds doch irgendwann die Herausforderung sein, einem vollkommen "verkorksten" Hund wieder neuen Lebensmut und Vertrauen in die Menschheit zu geben .. irgendwie doch die dankbarste Aufgabe.

    Gruß, staffy

    Natürlich müssen Vorstehhunde einen Jagdtrieb haben, wie sonst sollten sie das anzuzeigende Wild denn finden ??
    Gewöhnlich orientieren die Hunde sich nicht an Schildern, aufsteigendem Rauch, Partymusik, o.ä. (vorsicht, späßle), sondern stöbern sehr engagiert durch Felder und Unterholz, um das Wild zu finden.
    Lediglich die Sequenz des Fixierens, nichts anderes ist Vorstehen, ist bei diesen Rassen besonders herausgezüchtet worden. Vollkommen untrainiert wird ein Vorsteher stöbern und hetzen.

    Gruß, staffy

    Zitat

    Was ist Verbellen oder Bewachen= Aggression,
    ...


    :???:
    Ist dir noch nicht aufgefallen, daß du hier in einem Hundeforum bist ??
    Wenn du grundlegende Fragen zu der Spezies, über die wir hier schreiben, hast, können wir dir bestimmt helfen !!

    Gruß, staffy

    Ich denke, der Unterschied ist nicht nur das Einsatzgebiet, sondern auch der Ernst, der von Seiten des Hundehalters dahinter steht. Die meisten sind doch damit zufrieden, wenn der Hund verstanden hat, was er machen soll und ein Kommando ausführt. Im Falle der Schafe muß ich natürlich ernsthaft und konsequent arbeiten, da gibts ja kein "na ja, Hauptsache er hält sie zusammen".
    Wieviele Hund apportieren, indem sie hinlaufen, Dummy aufnehmen, irgendwie zurück zum Besitzer laufen und ihm den vor die Füße werfen, oder halbherzig in die Hand drücken.
    Wieviele Hund laufen beim Hier einen Bogen, markieren noch mal eben, schnuppern auf dem Rückweg, etc.
    Wird alles toleriert, er kommt ja, bzw. bringts doch. Auf exaktes Arbeiten, genaue Ausführung wird kein Wert gelegt, dabei ist doch das erst die Kunst des Trainings und der Erfolg der Zusammenarbeit. Für mich ist es keine Unterwürfigkeit, kein Brechen oder kein Zwangsverhalten, wenn ich meinen Hund über Distanzen einweisen kann, ihn auf 100 m ins Platz rufe und er auf ein "Steh" blitzartig erstarrt und auf weitere Anweisungen wartet. Für mich ich das die erfolgreiche Perfektion von Training, Beziehung und Vertrauen.
    Wenn der Hund die Grundlagen verstanden hat, dann fängt das eigentlich Training doch erst an. An diesem Punkt kann ich doch aufbauen, ab da spreche ich mit dem Hund eine Sprache und kann unser gemeinsames Tun intensivieren, perfektionieren.
    Die Schafe wird jeder halbwegs gute BC bringen, sie aber in dem Tempo, den vorgegebenen Weg und an diesen Punkt zu bringen, dafür bedarf es etwas mehr .... und bedauerlicherweise hört da bei den meisten das Training schon wieder auf !

    Hunde sind konsequente Perfektionisten, entsprechend ernst sollte man die Zusammenarbeit nehmen. Ein täglich bis an seine Grenzen gefordeter Gebrauchshund ist mit Sicherheit glücklicher, als unsere vielgeliebten, "nutzlosen" Familienhunde.

    Gruß, staffy

    Wenn ich mich selber zu einem souveränen, sicheren Menschen entwickel und mit dem Hund einen 100% konsequenten Grundgehorsam trainiere, dann brauche ich keinen Maulkorb. Hunde wissen um diese Einschränkung und werden sich normalerweise nicht so verhalten, wie ohne MK.
    Das A und O beim Umgang mit unsicheren Hunden ist der vorausschauende Besitzer, ein beiderseits vertrauensvolles Verhältnis (muß man sich erarbeiten) und ein verläßlicher Grundgehorsam.
    Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann ich ohne Hilfsmittel arbeiten. Ich würde Konfrontationen und Versuchen wie "schön füttern" aus dem Weg gehen. Ein unsicherer Hund braucht Zeit und Sicherheit, mit Abstand aus Entfernung, vollkommen unbeobachtet/ignoriert, bestimmt auf seinen Platz verwiesen kommt er einfacher mit Fremden im Haus klar (er kann in Ruhe die Situation erfassen), als wenn "Partystimmung" herrscht, oder der Besuch ihm Futter zuwirft. Der Hund soll nicht bestochen werden, sondern einen normalen Umgang, Toleranz und Vertrauen lernen !!

    Gruß, staffy