Ich hätte jetzt geraten, daß sie ihn zerbeißt und Abstand hält !! Aber so, umso besser !!
Ok, ich hab hier ja nen ähnlichen Fall ... einen als Junghund totgespielten Malinoismix - beim Anblick eines Balles ist der geistig nicht mehr zurechnungsfähig. Zudem war er anfangs auch nicht in der Lage, eine Sekunde stillzuliegen, wenn Spielzeug dabei war.
Wir haben aus diesem chaotischen, systemlosen, schwachsinnigen Ballwerfen wirkliche Arbeit gemacht. Der Ball wurde gegen einen Dummy getauscht. Toby mußte lernen liegen zu bleiben, bis der Dummy versteckt war, später hab ich ihn geworfen, heimlich einen versteckt, .... bis hin zum "Dreieck", Verweisen, auf dem Weg zum Dummy ins Platz rufen, ...
Natürlich hat das eine Menge Zeit, Nerven und Geduld in Anspruch genommen, für Toby mehr als für mich. Anfangs gabs einmal Dummy suchen, dann hab ich ihn weggepackt - erst garnicht hochpuschen lassen.
Man muß dann aber, egal womit, wie wo man trainiert immer richtige Arbeit daraus machen, ernsthaft auf Einhaltung der Kommandos achten und aufhören, solange noch alles korrekt ist.
Wenn sie dir den Ball vor die Füße schmeißt, dann fang doch damit an, daß sie etwas im Maul behält und dir in die Hand gibt !
Einen derart abgedrehten Hund kannst du nur "therapieren" indem du den Auslöser kpl. wegläßt - geht ja nicht - oder gezielt damit arbeitest und den Ball / den Dummy zur ernsten Angelegenheit machst.
Du wirst sie eher von einem fremden Ball abrufen können, wenn dieser Part zu eurem Training gehört, sie gelernt hat, daß nur weitertrainiert wird, wenn sie hört (im Sinne von kooperiert).
Das braucht, wie alles, viel Zeit und Übung, aber es lohnt sich !
Du kennst deinen Hund besser, denkst du das hilft euch ?
Gruß, staffy