Beiträge von staffy

    Wichtiger ist die Frage, warum willst du einen Hund haben, wofür ?
    Hunde sind für alle möglichen Anforderungen gezüchtet worden, als Jäger, Wächter, Hüter, ... was für einen Hund möchtest du, was willst du mit ihm machen, wie beschäftigen ??

    Gruß, staffy

    Zitat

    Unser spielt nämlich auch ganz gerne mal alleine mit einem Gummiball, da wäre das schade, wenn er das gar nicht mehr machen sollte.


    Nicht grundsätzlich nicht, nur anders und kontrollierter ! Wobei es aber auch Hunde gibt, die überhaupt kein Problem damit haben.

    Ich habs hier https://www.dogforum.de/fpost6811914.html#6811914 mal etwas ausführlicher beschrieben.

    Gruß, staffy (deren Terrier null Bock auf Bällchen werfen hat, sondern nur Hasen jagt :D )

    Warum kommen Menschen auf die Idee, daß Hunde und Bälle zusammen gehören ??

    Der Ursprung dieses Gedankens war mit Sicherheit ein fauler, unwissender Mensch, der seinen Hund auf wenig anstrengende Weise ruhig stellen wollte, daß der Schuß meist nach hinten losgeht, das ist den wenigsten klar.

    Was heißt denn Ball werfen, warum finden Hunde das so toll !?
    Die meisten Hunde haben Jagdtrieb und fast alle reagieren auf den gleichen Reiz: Ein sich bewegendes Beutetier. Nichts anders ist ein geworfener Ball, er simuliert die fliehende Beute, wird verfolgt/gejagt, gepackt und bei manchen sogar totgeschüttelt.
    Nun sieht es natürlich niedlich aus, wenn Hundchen begeistert hinter dem Ball herrennt und ihn mit dem klassischen „mehr mehr mehr, nu wirf schon“- Gekläffe vor Frauchens Füße schmeißt.

    Es gibt Hunde, die werden trotz intensivsten Ballspielens niemals hinter einem Hasen herjagen, nie auffällig werden, aber die Vielzahl der Hunde hat eine Macke, was den wenigsten bewußt ist.

    Zum einen, wie erwähnt, fördere ich den Hetztrieb des Hundes, ich konditioniere ihn ja bewußt auf den Reiz sehen-hetzen-packen. Viele der Hunde sind derart auf diesen Ball fixiert, daß sie
    - nicht mehr mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen
    - ihren Ball bis aufs Blut verteidigen
    - ohne Ball noch mehr unter Stress stehen, als beim Spielen selber (die klassischen Kläffer)
    - jegliche Selbstbeherrschung verloren haben (Ball einstecken treibt den Hund in den Kreislaufkollaps)
    - irgendwann beginnen, alles was sich schnell bewegt zu verfolgen (Jogger, Radler, ..)
    - Herrchen/Frauchen nur noch als Ballwurfmaschine sehen
    - ... beliebig fortzusetzen.

    Ich denke, jeder kennt dafür einige Beispiele aus seiner Umgebung. Diese Hunde machen teilweise auf einem 30 minütigen Spaziergang nix anderes, als Ball holen, abgeben, holen, ... diesen „tollen“ Wurflöffeln, wo man sich nicht mal mehr bücken muß, sei Dank !

    Einfachste Möglichkeit den Leuten zu demonstrieren, daß der Horizont bei weitem überschritten ist ist die einfache Übung: Hund ins Platz und Ball werfen – 99% der Hunde bleiben nicht liegen und wenn, dann nur unter Kläffen und höchster Erregung !!

    Alleine schon die Abwandlung den Hund abzulegen, Ball werfen/verstecken und Hundi dann zum Suchen schicken, beinhaltet UO, Steadyness (Selbstbeherrschung) und die anstrengende Nasenarbeit des Stöberns. Vieeeeel sinnvoller als dieses monotone, stupide Werfen.

    Hunde haben soviele Fähigkeiten, sind Geruchsgenies und zu weit mehr in der Lage, als tagein tagaus immer dieselbe „Übung“ zu machen.
    Glaubt wirklich jemand allen Ernstes, sein Hund ist dabei glücklich !!??

    Horrido, staffy ;-)

    Für Vollständigkeit übernehme ich keine Gewähr und bitte um weitere Anregungen, Einwände, Ergänzungen ....

    Hallo !!!
    Du hast da altersmäßig einen Teenager im aktivsten Alter an der Leine, der bis vor ein paar Tagen noch 23 Stunden täglich im Zwinger saß und seit nicht mal einer Woche in einer vollkommen neuen, fremden Umgebung mit unbekannten Menschen lebt.
    Ich deute dieses "Schütteln" mal eher als Übersprungshandlung, Dampf ablassen, ich-weiß-nicht-wohin-mit-meiner-Energie. Er freut sich, daß es raus geht und muß einfach irgendwas machen, da kommt die Leine genau richtig.
    Schimpf nicht, versau dir kein Kommando wie "Aus" in so einer Situation, versuche ruhig zu bleiben. Wenn möglich halt ihn kurz bis zu dem Punkt, wo du ihn länger lassen kannst und geh dann zügig und motivierend los, sodaß er sich seine Energie ersteinmal ablaufen kann. Oder, falls er mag, gib ihm ersatzweise z.B. eine Kaukordel zum Tragen für die ersten Meter. Der wird in der nächsten Zeit schon von alleine ruhiger werden, er muß erstmal seinen Rhytmus finden. Je nachdem wie lange er im TH war, hatte er ja nur diese eine halbe Stunde am Tag um sich auszupowern, da muß er sich erstmal umstellen.

    Geduldig ruhig bleiben, nicht schimpfen, das wird schon ...

    Gruß, staffy

    Zitat

    Ein anderer Welpe (ca. 8 Stunden zu Besuch) durfte bei unserem Großen sofort alles, sogar in den Korb. Ohne Knurren, super gespielt, ganz vorsichtig, war einfach super. Hab natürlich geglaubt, dass wäre bei unserer Kleinen auch so, darum auch ein gemischtes Gespann.


    Besuchshunde sind etwas anderes als welche, die ganz bleiben ! Und nur, weil dein Hund diesen einen Welpen mochte heißt das nicht, daß er auch die Neue mag. Auch zwischen Hunden gibt es Sympathien und Antipathien.
    Nun mußt du dich auf die Gratwanderung begeben, was läßt du zu und was nicht. Einerseits müssen sie sich zusammenraufen, auf der anderen Seite kommt dieser kleine, unvoreingenommene Welpe aus einer "glücklichen" Familie, wird von heut auf morgen getrennt und zu einem Monster ;) gesteckt ...

    Kann sich in ein paar Tagen legen, kann aber auch länger dauern. Manche Hunde finden Welpen (auf Dauer) einfach nur nervend - hättste mal nen Nintendog auf Probe nehmen sollen :D

    Viel Spaß beim Suchen des goldenen Mittelweges, staffy

    In Deutschland dürfte dieser Passus hinfällig sein, da Tierschutzrelevant.

    Aber rein moralisch betrachtet, würde ich bei einer Züchterin, die solche "Auflagen" für ihre eigenen Welpen macht niemals einen Hund kaufen ! Was ist das denn für eine Züchterin !!??

    Mein nächster Hund ist mit Sicherheit ein vollsändiger/intakter und ich würde auch jedem deutlich sagen, daß ich den Hund nicht ohne Grund verstümmeln werde. Wer damit nicht einverstanden ist, braucht mir keinen Hund zu geben.

    Gruß, staffy

    Zitat

    ich würde schon eine Kastration in betracht ziehen und schauen, wie es dann wird.
    Den Weg gehe ich auch.


    Super Idee ! Erstmal kastrieren und dann schauen, ob es was geholfen hat ..... informier dich bitte mal, was kastrieren bedeutet !

    Bei einem 4 jährigen Hund könnte sich dieses Verhalten mittlerweile so gefestigt haben, daß er trotz Kastration immer noch rumjammert.

    Ich würde sagen, da müßt ihr durch - bei einem Rüden muß man damit rechnen ;) Beschäftige ihn möglichst viel, laste ihn geistig aus und bring ihm bei, auch mal eine Weile auf einem Platz zu liegen. Wenn er zu hektisch wird, dann bekommt er ne Zwangspause auferlegt. In ein paar Tagen ists doch eh vorbei.

    Gute Nerven, staffy

    Zitat

    Aber den Futterbeutel wo ich habe da heißt es doch das wenn man einen hund hat der leidenschaftlich gerne jagt soetwas anwenden soll?


    Erzählt der, der ihn sich hat patentieren lassen (arbeitet mit seinen eigenen Hunden aber nicht konsequent damit :D ) ! Der Futterbeutel ist ja nix falsches, kannste schon mit arbeiten. Nur, ob du ihm Futter aus dem Beutel gibts, oder das aus der Tasche ziehst, das bleibt das Gleiche. Dummytraining an sich ist ideal für jagdbegeisterte Hunde, man kann darauf sehr viel aufbauen und viele Situationen trainieren. Zudem darf der Hund dabei kontrolliert stöbern und seine Nase einsetzen - nur nicht auf Wild, sondern auf den Dummy.

    Wenn er nur zuhause ohne Ablenkung mit dir zusammen arbeitet, dann bau das langsam aus. Üb erst mit ihm in absolut ablenkungsarmen Gegenden, motivier ihn richtig und hör schon nach kurzer Zeit auf. Man muß natürlich das finden, worauf der Hund am besten anspringt. Manche apportieren gleich alles, andere kann man mit der Reizangel besser motivieren, ... ausprobieren.

    Gruß, staffy

    Mit Ansage meinte ich, den Hund nicht einfach mitschleifen, sondern "vorwarnen". Ich hab mir ein leises durch die Zähne pfeiffen angewöhnt, was nur soviel wie "Achtung, Programmänderung !" heißt. Traben die zwei vor und ich biege irgendwo ab, laß ich die nicht weiterlaufen bis sie es merken, sondern pfeiffe leise, beide Hunde schauen sich nach mir um und es folgt ein kurzes Handzeichen für "hier lang" oder gar nix, je nach Situation. Wenn du das jetzt einführst, dann lernt der Hund bei diesem Signal (und natürlich auch sonst immer ... blablabla, der Hund soll ja IMMER auf uns achten ... blablabla *ironieaus*) sofort seine Aufmerksamkeit auf dich zu lenken, denn irgendeine Aktion folgt ja.

    Zitat

    Aber bei manchen Dingen stellt sich unser Wuff aber manchmal absichtlich (glaube ich) "dumm", z.B. was das Schnappen nach Klamotten und Spielbeissen in Hände betrifft. Eigentlich sollte er das mittlerweile wirklich wissen, dass das extrem unerwünscht ist...


    Terrier in dem Alter halt ! :D
    Man muß sich doch selber kennenlernen, alle Sequenzen des Jagens üben und vor allem das Totschütteln. Da mußte durch, konsequent und geduldig. Aber schön seine Anlagen fordern und fördern ! :D

    Weißte, ich hab nu nach Gebrauchs- und Jagdhunden seit 7 Jahren meinen Terror-Terrier. Ich hab nicht mal zu Schulzeiten soviel gelernt und du glaubst gar nicht, wie ruhig und gelassen du im Laufe der Zeit werden kannst ;)

    Ommmm, du schaffst das - grüßlis staffy

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    Genau aus dem gleichen Grund hat sich ja auch bei uns die Fähigkeit herausgebildet rot von grün zu unterscheiden, war bei Hunden auch nicht nötig, von daher sind sie ja auch natürlicherweise "rot-grün-blind".


    Wissenschaftlich belegt (sofern möglich) ???
    Hab ich noch nie von gehört, find ich aber sehr interessant !!

    Mehr !?

    Gruß, staffy