Beiträge von staffy

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    Erfahrungswerte (habe nun mal noch keine negativen Erfahrungen mit Kastraten persönlich erlebt).


    Nicht jeder Hund muß Probleme haben. Viele Hunde wirken auch nur ausgeglichener, weil ihre Besitzer nun entspannter durch die Gegend laufen ;)
    Es gibt einige "Nebenwirkungen", die nur niemand mit der Kastration in Verbindung bringt. Hast du auf die Festellung: Der hat HD! Jemals die Gegenfrage: In welchem Alter ist er kastriert worden? gehört ?
    Wieviele Hunde haben eine Allergie ? Probleme mit dem Fell ? Oder entwickeln einen ausgeprägten Jagdtrieb ? Kaum einer kommt auf die Idee, daß es an der Kastration liegen könnte.
    Nur, weil man keinen heulenden Rüden hat, der sich heimlich in die hinterste Ecke des Gartens hockt um zu pinkeln, heißt es nicht, daß der Hund keine Probleme hat.
    Du arbeitest doch als Hundetrainerin, oder ? Fang doch mal an, deine eigene Statistik zu erstellen, und zwar nach Verhalten der Hunde, Ängsten, Unsicherheiten, gesundheitlichen Problemen jeglicher Art ... nach einem Jahr wirst du bestimmt einen Zusammenhang feststellen !

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    Welche Vorsorge kann man betreiben ..


    Ich bin ja nu etwas blond ... präzisier mal deine Vorsorge, was exakt meinst du ?

    Cerridwen
    Du hast einen Labbimix, gelle ! :D Würde mich nicht wundern, wenn ein Schokolabbi beteiligt war ! Leider kriegen es die Züchter (teilweise) nicht auf die Reihe, Hunde mit normalem Sexualverhalten zu züchten. Labbis u.A. sind bekannt für dieses Verhalten und da ist eine Kastration manchmal wirklich besser ...

    Gruß, staffy

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    Was ist denn "zu fleischhaltig"? ...


    Da muß ich passen, wäre aber auch an einer genauen Definition interessiert.
    Niedergeschrieben ist es bei Niepel, gehört habe ich es aber auch vor einiger Zeit im Seminar bei Gansloßer. Damals hat er es aber auch nicht genauer erklärt.

    Vielleicht weiß es jemand !?

    Gruß, staffy

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    Man muß die Situation einschätzen und überlegen ob
    es denn echt nicht mehr anders geht.


    Da dürfte auch keiner was gegen haben ! Man muß immer im Einzelfall abwägen ...

    Ich hatte grade an anderer Stelle zitiert, dürfte dir helfen:

    Zitat

    Erstens: Ein oder auch mehrere Trächtigkeiten schützen nicht vor der Enstehung vor Mammatumoren. Der immer noch zu hörende Rat: „Laß deine Hündin einmal Welpen bekommen, das ist die beste Vorsorge gegen Krebs“ ist also falsch.
    Zweitens: Ein oder mehrere Trächtigkeiten fördern aber auch nicht die Entstehung von Gesäugetumoren.
    Drittens: Entgegen lange gehegter Vermutungen führen eine oder mehrere Scheinschwangerschaften nicht zu einer Erhöhung des Risikos.
    Viertens: Die Praxis der hormonellen Läufigkeitsunterdrückung per Gabe von Gestagenen fördert die Entwicklung von Gesäugetumoren.
    Fünftens: Eine Kastration von Hündinnen, die an einem Mammatumor erkrankt sind, hat keinen Einfluss auf die Entwicklung weiterer Tumoren oder auf die Überlebensrate – egal, ob die Tumoren gutartig oder bösartig waren.

    Wenn Sie ihre Hündin also vor dem Tod durch Gesäugekrebs schützen wollen, so sollte nicht die Kastration das Mittel der Wahl sein, sondern:
    Verzicht auf zu fleischhaltige Ernährung, schlank halten der Hündin, insbesondere in ihrem ersten Lebensjahr, der Verzicht auf eine hormonelle Läufigkeitsunterdrückung, eine von Ihnen selbst vorgenommene Tastuntersuchung des Gesäuges, sowie tierärztliche Kontrolluntersuchungen.

    Gruß, staffy

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    Ist ein Hund erst einmal kastriert ist eh alles zu spät.

    Wie könnte man erkennen das es ihm nicht bekommen ist und wie könnte man da evtl. noch Vorsorge betreiben das es zu den evtl. Nebenwirkungen der Kastration nicht kommt. Ist es überhaupt möglich zu erkennen das es ein Produkt der Kastration ist?

    Und welche Vorsorge kann man treffen damit die befürchteten Nebenwirkungen bei einem nicht kastrierten Hund früh genug erkannt bzw. vermieden werden?

    Erkennen kannst du es an seinem Verhalten vorher und nachher !! ;)

    Jetzt mal im Ernst: Was möchtest du wissen ? Verhaltensänderungen kann ich nur mit gezieltem Training entgegen wirken, bzw. eine Besserung erhoffen. Die Defizite bei Fell und Skelett mit Zusatzfuttermitteln versuchen auszugleichen, ....
    Was ich definitiv nicht kann, ist durch einfache Hormongaben die Kastration und damit deren Nebenwirkungen wieder rückgängig machen.

    Aber selbst die so oft propagierte "problemlose Hormonbehandlung" inkontinent gewordener Hündin birgt nachweislich eine Menge gefährlicher Nebenwirkungen, zumal diese Behandlung i.d.R. lebenslang erfolgt.

    Gruß, staffy

    Allerwärmstens zu empfehlen: "Kastration beim Hund" von gabriele Niepel, da steht wirklich ALLES erklärt ! 19,95 EUR - dafür gibts nicht mal ein Tagesseminar ....

    Als Faustregel sagt man 3-4 Monate nach der Läufigkeit !!

    In dieser Zeit befindet sich die Hündin in der späten Anöstrusphase, die hormonelle Aktivität läßt in dieser Zeit nach. Kastriert man früher ist die Blutungsneigung erhöht und die Hündin steckt noch in einer hormonell aktiveren Phase, in der Gebärmutter gehen noch Ab- und Umbauvorgänge vor sich. Man vermutet sogar, die Hündin könne auf diesem hormonellen Level einfrieren.

    Also (wenn) dann die 3-4 Monate warten.

    Gruß, staffy

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    Naja, aber doch nicht mit 2 Jahren. Wenn sie 12 wäre, dann könnte die Inkontinenz durch eine Kastration hervorgerufen worden sein.


    Doch, das könnte auch bereits jetzt der Fall sein ! Für diese "Kontrollfunktion" sind Hormone von Nöten, die bei Entfernung von Eierstöcken und Gebärmutter nicht mehr produziert werden. Das kann / muß aber nicht bereits einige Monate nach der Kastration beginnen.

    Eine Antwort von titusct wäre mal nett .....

    Gruß, staffy

    Ich würde auf Chrissis Antwort noch einen draufsetzen !
    Diese Hündin hat 4 Jahre ihres Lebens in der "Einsamkeit" mit Schafen gelebt, ist auf nichts urbanes geprägt worden, alles ausserhalb ihrer Welt wird für sie nicht nur Stress (der ist in Maßen zu vertreten), sondern vermutlich Angst, Panik und Hilflosigkeit hervorrufen.

    Wenn du der Hündin helfen willst, dann solltest du einen Platz für sie finden, wo sie in ähnlichen, ruhigen Verhältnissen leben kann, versorgt und betreut. Einen solchen Hund mit nach Deutschland zu nehmen ... überleg dir mal, wie sich ein Almhirte in Tokio fühlen würde !?

    Helfen wollen ist sehr löblich, aber nicht vom Regen in die Traufe !

    Vielleicht findest du ja noch eine geeignetere Lösung.

    Daumendrückende Grüße, staffy

    Die Reizangel dachte ich auch eher leicht Zweckentfremdet, um ihm den Dummy schmackhafter zu machen (weil bewegend).

    Manche Hunde packt regelrecht der Ehrgeiz, wenn sie zusehen müssen, wie ein anderer apportieren darf. Chica (die ja ungern apportiert) läuft zu Hochform auf, wenn Toby zuschaut :D

    Wie gut ist er denn generell zu motivieren ? Wie lobst du ? Wie schickst du ihn ? Ideal sähe das so aus:
    Hund sitzt, Spannung aufbauen, mit Handzeichen und begeistertem "Such" losschicken
    je nach Suchmotivation evtl. ein "weiter" einführen (entsprechend vorher konditionieren)
    freudiges "Jawohl, Super", wenn er das Dummy findet, Bestätigung beim Aufnehmen
    bei langsam kommenden Hunden ruhig ein paar Schritte weglaufen, dabei loben und mit dem Hund freuen, hinhocken, wegdrehen, ansonsten
    hinhocken, Arme ausbreiten, wirklichen Stolz auf den Hund zeigen ...

    Nu kenn ich dich ja gar nicht, aber bei workshops ist eines der Hauptprobleme, daß sich die Menschen nicht wirklich freuen können. Da kommt dann ein banales "toll gemacht, feiner Hund"... da hätt ich auch keinen Bock !

    Gerade, wenn er noch unsicher ist, dann zeig ihm, wie toll er ist und daß er was kann ... auch Hunde können vor Stolz schweben ;)

    Gruß, staffy