Beiträge von staffy

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    Wenn unten auf der Strasse ein Hund ist, ist sie schon im Treppenhaus auf 180


    Aber bitte unterscheiden zwischen Angst agressivem Verhalten und territorial begründeter Aggression. Während ich bei dem einen Sicherheit gebe und ruhig, souverän bleibe, kann/sollte ich bei zweiterem ruhig forsch/bestimmt meinem Köterchen sagen, daß ich überhaupt nix von dieser Amtsanmaßung halte.
    Mein Terrier ist extrem territorial (kommt Terrier von territorial :???: ), würde jeden fremden Hund auf 100 m vom Grundstück vertreiben, mag ich aber nicht. Ein dezentes knurren, aufbauen und beobachten ist erlaubt - gehört schließlich zum Hund sein dazu - aber kein wildes Gekläffe und ausrasten, da kommt dann vorher ein "Haste sie noch alle, gehts noch ?" und Hundchen weiß Bescheid :D

    Immer auf die feinen Unterschiede achten. Auch ein ansonsten unsicherer Hund kann bei einem klassischen Mobbingopfer unverschämt werden, dann sollte man ruhig mal bestimmter werden.

    Gruß, staffy

    Ich widerspreche dir ja auch nicht (grundsätzlich). Am runden Tisch beim Kölsch :D oder ner netten Spazierrunde läßt sich auch einiges einfacher beschreiben.

    Mein Ansatz fängt nur VIEL früher an. Hab ich einen Hund, der sich so an der Leine verhält, dann gibt es auch im sonstigen Zusammenleben bestimmt einige Punkte, wo man (unbewußt) Probleme hat. Es gilt ja zu klären, ob der Hund nach vorne geht, weil er seinem Besitzer nicht vertraut / ihn für unfähig hält, vollkommen verunsichert, ängstlich ist oder nie gelernt hat, sich zu benehmen, sich generell durchsetzen will.
    Was auch immer, ein Problem kommt nie alleine und in Verbindung mit Gehorsamkeitstraining, Übungen zur Stärkung des Selbstwertgefühles, Handlen des Hundes zur "Wahrung des Gesichtes", ... das gehört für mich alles dazu.

    Wer seinem Hund nicht überzeugend sagen kann, daß er etwas super gemacht hat, der wird ihm auch nicht glaubhaft mitteilen können, die Situation im Griff zu haben !!

    Wenn ich mit meinem Hund schwierige, vollkommen andere Situationen meistere, ein Team mit meinem Hund bin, wir uns etliches erarbeitet haben, dann fällt es mir viel leichter, dem Hund bei Hundebegegnungen souverän die Entscheidung der Aktion abzunehmen.

    Das meinte ich mit vorher ... jetzt verständlicher ?

    Björn, was passiert, wenn Janosch frei ist, zu einem anderen Hund läuft und du Emma an der Leine behälst ?

    Gruß, staffy

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    Ich muß erst durch Klassische Konditionierung erreichen, dass die Emotion (Angst), die der Reiz (anderer Hund) auslöst, sich in eine andere Emotion (oh, lecker Essen, yummie!) verändert. Also der emotionale Zustand so wird, dass der Hund bei sich ist und überhaupt was lernen kann.


    Du bist oft bei BB auf Seminaren, oder ? ;)

    Meine Meinung und Ansatz wären da etwas anders. Nicht, daß ich was gegen Leckerlis in der Hundeerziehung hätte, aber mein Weg wäre, an meiner "Beziehung" zum Hund zu arbeiten und ihm soviel Sicherheit und Vertrauen (und dadurch resultierendem Gehorsam) zu geben, daß er gar keine Angst mehr empfindet.
    Mein Hund soll sich an meiner Seite sicher fühlen, auch in ihm unheimlichen Situationen mit einem "Is ok !" ruhig bleiben und auf meine "Führungsqualitäten" vertrauen.

    Also nicht an dem Moment arbeiten, wo ich den Hund verliere, sondern schon vorher ansetzen, sodaß ich gar nicht mehr in diese Situation komme !

    Gruß, staffy

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    - nur was führt wirklich zum Erfolg, verdammt =)


    Ganz, aber wirklich ganz wichtig ist DEIN Verhalten !!
    Du mußt von diesem „das ist mir peinlich, ich klatsche das Viech an die Wand“ runter kommen. Erst, wenn du es schaffst gelassen zu bleiben, den anderen Hund für unwichtig erklärst (ungefälscht !), dann wird auch Jack ruhiger werden.
    Was er in diesen Situationen braucht, ist Sicherheit und eine klare Führung. Du mußt eindeutig meinen, was du sagst und überzeugend sein.
    Der richtige Mix aus gutem Gehorsam, der aber auf Vertrauen basieren muß und dem Hund die Garantie zu geben, daß er nicht agieren muß.

    Ich würde ihn generell (für erst) nicht zu anderen, fremden Hunden hinlassen. Lass ihn nur mit bekannten Hunden laufen, mach bei fremden einen Bogen und wenn möglich, geh oft mit ihm bekannten, verträglichen Hunden spazieren.

    Gruß, staffy

    Moin Björn,

    haste dir dies https://www.dogforum.de/ftopic22879.html mal durchgelesen ? Vielleicht ist da schon was hilfreiches bei. Mein Tipp aus der Ferne wäre Ruhe, Gelassen bleiben, Hund auf die andere Seite und daran arbeiten, daß DU bei der Begegnung mit anderen Hunden gaaaanz gelassen bleibst !!!

    Gerade bei unsicheren Hunden brauchts den gesunden Mix aus Sicherheit geben, die Situation für unwichtig erklären und "mit Fingerspitzengefühl" dem knurrenden Köterchen klar machen, daß man auf so ein Gezicke keine Lust hat ;)

    Gruß, staffy

    Och, ich hab hier auch was Staff-gemixtes ... wenns hinter nem Hasen hergeht kann Madame durch die dichtesten Dornen rennen - ein Terrier kennt keinen Schmerz !
    Aber wehe, Schnee und klirrende Kälte kommen zusammen !! Dann bleibt die Toele alle paar Meter stehen, hebt abwechseln die Pfoten hoch und schaut mich vorwurfsvoll an. Nehm ich dann kurz die Pfote in die Hand, " taue sie wieder auf" und bedauer den armen, armen Köter kurz, dann ist die Welt wieder in Ordnung :D
    Sind schon etwas eigen die Viecher ;)

    Kann daran liegen, daß die Oberschicht vom Schnee angefroren ist und dein Hundchen empfindliche Füße hat. Zieh ihr Schuhe an, dann wird sie glücklich sein.

    Gruß staffy, die auch Schnee will

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    Hab mal wieder ein kleines Problemchen mit meinem Bruno. (fox-Terrier - Münsterländer-Mix 16Monate)


    Wow, was für eine Mischung !! :D
    Das müßte doch der ideale Rettungshund sein ... super Nase, ehrgeizig, taff und unerschrocken, Biss bis zur Erschöpfung ... bestimmt ein toller Hund !

    ... wenn denn richtig erzogen, beschäftigt, trainiert, ...

    Lies dir mal dies hier durch, dann solltest du schon die ein oder andere Idee haben !

    Viel Spaß mit dem Powerpaket ;)
    staffy

    Abrufen, wenn er zu aufdringlich ist, bis er lernt, sich gesitteter zu verhalten.
    Rassetypisch hast du ja nicht den "vorsichtigsten, feinfühligsten" Hund ;) aber ich vermute, er hat in der Jugend kein entsprechendes Verhalten gelernt.
    Wie war denn seine Welpenzeit ? Hatte er viele verschiedene Welpen unterschiedlicher Rassen und Alters gespielt ? Oft wird diese spezielle Prägung des "Feingefühls" vernachlässigt.
    Vermehrtes Spiel mit Erwachsenen fürht dazu, daß der Welpe die hohe Toleranzgrenze kennenlernt ... Alttiere ignorieren oft lange, bevor sie eingreifen.
    Auch das Spiel mit (nur) Gleichgesinnten ist kontraproduktiv, denn das Schmerzempfinden ist auf dem gleichen Level.

    Spielt nun ein robuster Bulli mit einem zarten Podenco, wird er sehr schnell die Quittung für seine rabiate Art bekommen und vorsichtiger werden.

    Kann es sein, daß dein Benni seine Jugend mit sehr vielen toleranten Hunden verbracht hat und nie lernte, wann es gut ist !?

    Hilf ihm, ruf ihn ab und laß ihn nur machen, wenn der andere Hund korrekt, souverän und nervenstark maßregelt.

    Gruß, staffy